INDIEN
Kaschmir-Reise
7 Tage
K-2
1. Tag - Srinagar Sie werden vom Flugplatz in
Srinagar, der
Sommer-Hauptstadt Kaschmirs, abgeholt und zu Ihrem Hausboot auf dem
Dal-See gefahren.
Ihr Boot liegt fest verankert; es ist komfortabel ausgestattet und hat 2-3 Schlafräume mit je
einem Bad und WC, einen Essraum, einen Aufenthaltsraum mit Veranda und
ein Sonnendeck (es können weitere Gäste in den anderen Zimmern auf dem
Boot nächtigen). Es gibt ausgezeichnetes,
nach Ihren Wünschen zubereitetes Essen und einen guten Service. Nachdem
Sie sich ausgeruht und gegessen haben können Sie eine kleine Rundfahrt
mit einer Shikara, einem gondelähnlichen, überdachten Ruderboot,
unternehmen.
2. Tag - Srinagar
Vormittags kurze Fahrt zum Shankracharya-Tempel,
der hoch auf dem Ihrem Hausboot gegenüberliegenden Berg liegt. Er wurde
im 2. Jh.v.Chr. durch den berühmten Kaiser Ashoka erbaut, der sich sehr
um die Verbreitung des Buddhismus in Indien verdient gemacht hat. Der
Tempel ist heute hinduistisch und ist dem Gott der Zerstörung und
Erneuerung, Shiva, geweiht, dem im gesamten Himalaya besondere Verehrung
zuteil wird. Als moslemische Herrscher im 14. Jh. die hinduistischen
Herrscher in Kashmir ablösten, wurde der Tempel Takt-i-Suleiman (Thron
des Salomon) genannt. So spiegelt sich in der Geschichte des Tempels die
Vielfalt der Kulturen wider, die in Kaschmir ihre Spuren hinterließen
und hier zu einer eigenständigen Kultur verschmolzen. – Vom
Berggipfel haben Sie einen weiten Rundblick auf die Stadt mit ihren Seen
und Umgebung.
Die Fahrt geht weiter am Dal-See entlang zu den Moghulgärten.
Nachdem die indischen Moghulkaiser Kaschmir im Jahr 1586 nach vielen
vergeblichen Versuchen erobert hatten, bauten sie für sich überall im
Land Moscheen und Paläste und legten prächtige Gärten an. Die Gärten
in Srinagar sind terrassenförmig angelegt. Gepflegte Rasenflächen mit
Blumenbeeten laden zum Verweilen ein. Zeugen alter Zeit sind riesige
Chinar-Bäume (Himalaya-Platanen). Zuerst besuchen Sie den Garten
Chesma-i-Shahi, übersetzt „Königliche Quelle“, den
kleinsten Garten, 1632 von Shah Jahan erbaut mit einer heilkräftigen
Quelle. Der indische Präsident Nehru, dessen Vorfahren aus Kaschmir
stammen, ließ sich dieses Wasser täglich nach Delhi fliegen. Dann
besichtigen Sie den Nishat-Garten (übersetzt: Garten der
Freuden), den größten Garten, angelegt 1633 von Asaf Khan. Dann geht
es zum Shalimar-Garten (übersetzt: Garten der Liebe). Er wurde
1619 von Kaiser Jehangir für seine persische Frau Nur Jahan angelegt.
Zwei Pavillons aus Marmor, ein kleiner Palast mit Pagodendach, umgeben
von quadratischen Wasserbecken mit vielen Springbrunnen und riesige
Rosenbeete erfreuen den Besucher.
Nachmittags: Fahrt in die Altstadt Srinagars, wo Sie sich
in manchen Vierteln in die alten Zeiten der Zünfte Europas zurückversetzt
fühlen. Zuerst werden Sie die Shah-Hamadan-Moschee sehen, ein
Juwel kaschmirischer Holzarchitektur, erbaut wahrscheinlich um 1384.
Beim Bau wurde ohne Nägel gearbeitet. Das pagodenähnliche Dach mit
seinem schirmförmigen Dachreiter zeigt buddhistische Reminiszenzen und
ist typisch für den kaschmirischen Baustil der frühen Moslemzeit. Die
Außenwände zieren farbenprächtige Lackmalereien. Nur Moslems wird
Eintritt gewährt. Ganz in der Nähe steht das Grabmal
von Zain-ul-Abidins Mutter: Der Kuppelbau aus dem 15. Jh. steht
sichtbar auf den Resten eines Hindu-Heiligtums und die ihn umgebende
Mauer mit ihren typischen Bögen stammt ebenfalls aus Hindu-Zeiten. In
den alten Gräbern an dem Mausoleum liegen die sterblichen Überreste
des Königs Zain-ul-Abidin (regierte von 1417 – 1469), auch Badshah
genannt, den die Kaschmiris noch heute wegen seiner segensreichen
Herrschaft verehren, und anderer berühmter Männer des moslemischen
Kaschmir.
Weiter geht es zur Jamia-Moschee,
der größten Moschee Srinagars, erbaut 1402, mehrmals abgebrannt und
wieder aufgebaut. Der heutige Bau ist ein typisches Beispiel für den
indo-sarazenischen Baustil. Über 400 Pfeiler aus Zedernholz tragen die
riesige Konstruktion mit Pagodendach und den typischen schirmförmigen
Dachreitern. Diese Moschee kann auch von Nicht-Muslims betreten werden.
Vor der Moschee befindet sich ein großer Markt, in dem man besonders günstig
große Mengen von Gewürzen kaufen kann, die für die üppigen
kaschmirischen Hochzeitsessen (Wazwan genannt) benötigt werden. Bummel
durch den Basar.
3. Tag – Srinagar Tagesfahrt Parihasapura
– Gulmarg (insg. ca. 108 km)
Auf dem Weg nach Gulmarg
geht es zuerst nach Parihasapura, wo Sie die Reste einer
buddhistischen Klosteranlage und die Grundmauern der wohl größten
Stupa der Welt sehen können (8./9. Jh.n.Chr.) Sie stammen aus der Zeit
König Lalitadityas, dem eine Reihe großartiger Tempelbauten zu
verdanken sind. Er wollte hier seine neue Hauptstadt errichten (ein
Projekt, das auch die heutige Landesregierung ins Auge gefasst hat,
worauf die Grundstückspreise kräftig anstiegen!)
Es geht weiter in Richtung Gulmarg nach Khanihama, wo früher die
wertvollen Khani-Schals angefertigt wurden und wo heute die alten Muster
nachgewebt werden..
Herrliche Landschaften mit grünen Feldern umgeben von Bergen, begleiten
Sie auf der Fahrt nach Gulmarg. Die Straße steigt an und Sie
fahren durch dichte Zedernwälder, die immer wieder den Blick freigeben
auf weite Tallandschaften, hinter denen sich die hohen Berge des
Karakorums erheben. Gulmarg (übersetzt: Blumenwiese) zieht zu
jeder Jahreszeit Touristen aus aller Welt an. Auf der riesigen Hochalm
kann man Golf spielen, Pferde reiten, im Winter Ski und Schlitten
fahren. Seit kurzem ist die Attraktion Gulmargs eine Gondel, die bis zu
einem Berggipfel in 4000 Metern Höhe führt, von dem man einen sehr
weiten Blick auf die 7- und 8tausender des Karakorums hat, unter ihnen
der Nanga Parbat. Diese höchste Gondel der Welt zieht im Winter auch
viele Abenteurer-Skifahrer aus dem Westen an, die von hier die steilen Hänge
hinuntersausen.
Nach der Gondelfahrt spätes
Picknick
auf einer grünen Wiese. Wenn noch Zeit ist, können Sie
sich auch auf eines der kleinen Pferde wagen, die immer von einem Mann
begleitet werden und damit die Gegend erkunden. (im Sommer sind eine
Menge Affen zu sehen!).
4. Tag – Srinagar Tagesfahrt (insg. 150 km) nach Avantipur –
Martand – Aischmuqam – Pahalgam
Nach ca. einstündiger Fahrt auf dem National Highway sind die
beiden Tempel von Avantipur erreicht. Sie stammen aus der Blütezeit
kaschmirischer, mittelalterlicher Kunst und wurden unter König
Avantivarman (855 – 883), einem Hindu, errichtet, um seine von ihm
gegründete Stadt Avantipura zu verschönern. Der größere, stark
zerfallene Tempel ist Shiva gewidmet. Der kleinere ist in besserem
Zustand und Vishnu (dem Erhalter) geweiht, der auf einem Relief mit
seinen 6 Armen (zwei davon umfassen seine beiden Gefährtinnen) und mit
seinen Emblemen Pfeil, Streitkolben und Lotusblüte zu erkennen ist.
Skulpturen dieses Tempels stehen im Museum in Srinagar.
Weiter geht die Fahrt zu dem auf einem Hochplateau gelegenen Martand-Tempel.
Dieser relativ gut erhaltene, beeindruckende Tempel ist dem Sonnengott
Surya geweiht und wurde im 8. Jh. von König Lalitaditya im frühen
Kaschmir-Stil errichtet. Dieser zeichnet sich aus durch klare
Grundrisse, Säulenkolonnaden mit kleeblattförmigen Bögen und darüber
gesetztem Giebel, sowie einem pyramidenförmigen Dach. Er wurde, wie es
damals üblich war, an einem landschaftlich besonders schönen und
eindrucksvollen Ort gebaut.
Nach ca. einstündiger Weiterfahrt vorbei an Reis- und Maisfeldern,
Obsthainen und Walnussbäumen und durch malerische Dörfer ist die Moschee
von Aischmuqam erreicht. Sie steht auf einer Anhöhe im Dorf; ihre
Fassaden sind aus Holz und ihr holzgeschnitzter Turm zeigt von einem
hohen handwerklichen Können ihrer Erbauer. Im Innern kann in einem Raum
eventuell der in einem Glaskasten aufbewahrte Stock von Issa (so wird
Jesus in Kaschmir genannt) angeschaut werden, der vom Imam nur
herausgenommen und gezeigt wird, wenn den Dorfbewohnern großes Unheil
droht.
Auf der Fahrt wird Ihnen ein Picknick an einem besonders schönen Platz
Ihrer Wahl gereicht. Rückkehr nach Srinagar am späten Nachmittag.
5. Tag – Srinagar Vormittags: Kurze Fahrt zum Pandrethan-Tempel
aus dem 12. Jh. Er ist in verhältnismäßig gutem Zustand. Seine
Steinreliefarbeiten mit scheinbar fliegenden menschlichen Figuren in der
Decke im Innern des Shiva-Tempels zeugen
vom meisterlichen Können der Handwerker jener Zeit. Der Tempel ist an
allen Seiten geöffnet und die Vielfalt von Licht und Schatten mildert
im Innern seine strenge äußere Form. Der Ort Pandrethan hat eine viel
ältere Geschichte als dieser Tempel. Hier wurde im 3.Jh.v.Chr. die
Stadt „Srinagari“ von Kaiser Ashoka errichtet. In der Nähe,
bergaufwärts, wurden die Reste von zwei buddhistischen Stupas und des
Hofs eines Klosters gefunden.
Die kurze Fahrt über die neue Brücke führt zum Museum. Es ist
eigentlich abbruchreif, doch zeigt es die bei den Ausgrabungen in
Kaschmir gefundenen und hier in Sicherheit gebrachten Kunstwerke
kaschmirischer Kultur.
Beim Besuch in der nahe liegenden Seidenfabrik können Sie die
Entstehung von Seide vom Kokon bis zum fertigen Material erleben. Nur
dem Geschick der Mechaniker hier ist es zu verdanken, dass die Maschinen
(deutscher Herkunft!) aus dem 19. Jahrhundert noch funktionieren.
Nachmittag zu Ihrer Verfügung
6. Tag – Srinagar Tagesfahrt nach Verinag, Kokernag und Achhabal
(insg.
180 km)
Zum Abschluss Ihres Aufenthalts in Kaschmir verabschiedet sich das Land
von Ihnen mit der Präsentation einiger wunderschöner Orte:
Zuerst geht es auf dem National Highway in Richtung Indien nach Verinag
(nag heißt übersetzt Quelle), in der Nähe des Banihal-Passes, der
Pforte ins Kaschmir-Tal (80 km von Srinagar entfernt), berühmt wegen
seiner Quelle. Ein Teil des reinen Wassers wird von einem großen,
achteckigen, von Säulen umgebenen Bassin aufgenommen. Die Quelle wird
von den Hindus seit undenklichen Zeiten als Quelle des mythischen Stroms
Vitasta verehrt, weil sie die Gefährtin Shivas, Parvati verkörpert,
die das Land mit dem Wasser reinigt. Erbauer der Anlage (1619 vollendet)
sind die Moghulkaiser Jehangir und Shah Jahan. Sie legten auch den
Garten an der Quelle an.
Weiter geht die Fahrt über einen Pass mit schöner Aussicht ins
Bringhi-Tal, nach Kokernag (2.012 m hoch). Dieses reizvolle Tal
mit mildem Klima ist wegen der Heilkraft seiner Quellen bekannt. Ein üppig
blühender Rosengarten in einer großen Gartenanlage umgeben von hohen
Bergen ist eine Wohltat für Augen und Sinne.
Zum Schluss der Fahrt erwartet Sie der Moghul-Garten Achhabal,
angelegt von Jehangir im 17. Jh. mit der wohl größten Quelle
Kaschmirs. Die Gartenanlage bezieht in einzigartiger Weise die sie
umgebende Natur mit ein und ist ein Kleinod unter den Moghulgärten
Kaschmirs.
Unterwegs nehmen Sie an einem schönen Platz Ihrer Wahl Ihr Picknick
ein.
Die Fahrt endet am späten Nachmittag/frühen Abend in Srinagar.
7. Tag – Srinagar Transfer Hausboot – Flugplatz Srinagar
ENDE DES PROGRAMMS!
Hinweis:
Gut zu kombinieren ist dieses Programm mit den Wanderungen zum
Kolohoi-Gletscher (3 Tage, leicht),
vom Liddertal zum Sindhtal (6 Tage, mittelschwer) und zum
Gangabal-See (7 Tage, mittelschwer), die Sie als Bausteine:
Kaschmir-Wanderungen (bitte anklicken) dazu buchen können
Durchführung der Reise ab
zwei Personen. Einzelzimmerpreis auf Anfrage!
Eingeschlossene
Leistungen:
Transporte in Taxis und geschlossenen Jeeps. Übernachtungen auf
Deluxe-Hausboot in DZ mit Vollverpflegung, auf Tagesfahrten Packlunch.
Gondelfahrt in Gulmarg. Eintrittskosten. Englischsprachige Führungen
(u.U. auch in Deutsch möglich), Reisepreissicherungsschein.
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