INDIEN
Reise
nach Ladakh und Zanskar 15 Tage
LZ 05
1. Tag Anreise
Abflug aus Deutschland.
2. Tag
Ankunft in Delhi - Leh
Abholung und Transfer zum nationalen Flughafen für den Weiterflug nach Ladakh –
Ankunft in Leh – Transfer zu Ihrem Hotel.
Nachmittag zur freien Verfügung.
3. Tag Leh
Vormittag: Kurze Fahrt zum alten Königspalast,
mit dessen Errichtung um 1600 unter dem „Löwenkönig“ Sengge
Namgyal begonnen wurde und der neun Stockwerke hat, dem Potala in Lhasa
ähnlich. Sehr beeindruckend ist die weite Sicht über Leh, das Tal des
Indus und die hohen, angrenzenden Berge. Der Palast birgt einige alte
Tempel. Auf dem Rückweg ins Hotel Bummel durch die Altstadt und den
malerischen Bazar.
Nachmittag: Kurze Fahrt zum Kloster Phyang,
einem Drikung-Kloster (Rotmützen), das um 1530 durch König Tashi
Namgyal für den Drikung-Orden errichtet wurde. Das insgesamt sehr gut
erhaltene und gepflegte Kloster mit typischen Wandmalereien, die im
Gonkhang (Schutzgottheiten-Raum) noch aus der Gründungszeit des
Klosters stammen und chinesische Einflüsse zeigen, ist im Besitz
einiger sehr wertvoller kaschmirischer Bronzestatuen aus dem 12./13.
Jh., die sich im Dukhang auf dem Altartisch befinden. Sie zeigen
Padmasambhava, Gampopa und den König Tashi Namgyal. Der Schutzherrin
der Drikung-Schule, Apchi auf ihrem blauen Windpferd, sind einige
Wandbilder und Statuen gewidmet. Ebenso ist Jigten Sumgon, der Gründer
der Drikung-Schule in roter Mönchskleidung und hohem Hut einige Male
abgebildet. Auf der Rückfahrt Besichtigung des Klosters Spituk
(15. Jh., Gelbmützen), bedeutende Thanka-Sammlung, Tempel aus dem
11. Jh. (38 km)
4. Tag Leh
Ganztagsfahrt zu den Klöstern Shey, Tikse und Hemis

Ganztagsfahrt zu den Klöstern Shey,
Tikse und Hemis:
Die auf einem Bergrücken errichtete Zitadelle Shey war
schon in vorbuddhistischer Zeit Ort von Befestigungsanlagen und später
jahrhundertelang die Residenz der ladakhischen Könige. Interessant ist
vor allem der Shakyamuni-Tempel. Der hohe, zweigeschossige Raum enthält
eine 8 m hohe Figur von Buddha Shakyamuni (historischer Buddha), die vom
Sohn des Löwenkönigs zu Ehren seines Vaters 1633 gestiftet wurde. Sie
ist aus getriebenem und vergoldetem Kupfer und wurde von 8
Kupferschmieden aus Kaschmir ausgeführt.
Nach kurzer Fahrt Besichtigung des Klosters Tikse. Es gehört zum
Gelbmützenorden (im 15. Jh. von Tsongkhapa ins Leben gerufene
Reformsekte der Gelugpas (die Tugendhaften) und wurde im 15. Jh. auf
einer Felskuppe errichtet. Der Berg und das sich in vielen kleinen Gebäuden
hoch auftürmende Kloster wirken als Einheit und ihr Anblick vermittelt
eine große Harmonie zwischen Natur und menschlichem Werk. Interessant
ist die aufwendige Holzkonstruktion im Innern des Tschokhangs
(Dharma-Halle). Leider nicht immer geöffnet ist der kunsthistorisch
bedeutendste Raum, der weiße Tempel (der Dukhang Karpo) mit Malereien
tibetischen Stils aus seiner Erbauungszeit Mitte des 16. Jh.
Nach knapp einstündiger Fahrt geht es auf die gegenüberliegende
Seite des Indus zum Rotmützenkloster Hemis, das Ende des
16. Jh. als Hauptsitz des Drukpa Kargyüpa Ordens gegründet wurde und
heute zur größten und bedeutendsten Abtei Ladakhs gehört. Geistiger
Vater des Ordens ist der Urbuddha Vajradhara (bildlich dargestellt: Körperfarbe
dunkelblau, im Lotussitz mit überkreuz gehaltenen Armen und Vajra
(Diamantzeptern) in den Händen). Die Klosterräume enthalten wertvolle,
alte Fresken, Statuen, Reliquienschreine und reich verzierte Altäre.
Eine besondere Attraktion des Klosters ist seit wenigen Jahren ein Museum,
in dem sich seltene und kostbare Kunstschätze befinden, die dem Kloster
im Laufe der Jahrhunderte von Königen und hohen Würdenträgern
geschenkt wurden.
Meistens im Monat Juni finden hier die in Ladakh beliebten Maskentänze
zu Ehren von Padmasambhava statt. Dabei geht es, wie in allen
Maskentanzfesten in Ladakh, um die Belehrung der Zuschauer über die
Vergänglichkeit des Irdischen und die Aufforderung zur intensiven Religionsausübung und
Vorbereitung auf die Erscheinungen im Bardo (Zwischenzustand nach dem
Tod). Außerdem wird der Sieg des Buddhismus über die früher hier
herrschende schamanistische Bönreligion gefeiert. Am späten Nachmittag
Rückkehr in Leh.(80 km)
5. Tag Leh -
Kargil
Heute fahren Sie von Leh nach Kargil (230 km). Nach ca. 2 – 3-stündiger
Fahrt Besichtigung des Klosters Alchi,
Weltkulturerbe, das im 11. Jh. von Lotsawa Rinchen Zangpo (958 -1055),
dem berühmten Übersetzer und Gründer von 108 Klöstern errichtet
wurde. Er hat sich vor allem um die Übersetzung der buddhistischen
Texte aus dem Sanskrit ins Tibetische große Verdienste erworben, die die Voraussetzung für die
Verbreitung der Lehre in Tibet und die damit einsetzende kulturelle Blütezeit
war. Er verstand es, eine begeisterte Gruppe von tibetischen und
kaschmirischen Künstlern zur Schaffung von Alchi zu inspirieren. Die
Lage des Klosters ist einzigartig in Ladakh: es liegt in einem
Aprikosenhain, im flachen Gelände und nicht trutzig auf Bergeshöhen
wie die künftigen Klöster des Landes. Sein Aufbau ist der eines nicht
mehr klar erkennbaren Mandala (religiöses Bildmuster zur
Konzentrations- und Visualisationshilfe), das auch im Mittelpunkt der
Ausgestaltung der Klosterräume steht. Ein weiterer Themenkreis sind die
Darstellungen der fünf Dhyani-Buddhas. Die abgebildeten Buddhas sind in
Alchi noch alle friedvoll. Erst mit dem verstärkten Einfluss Tibets
werden in den folgenden Jahrhunderten auch die zornigen und Furcht einflößenden
Buddhas und Bodhisattvas in die Ikonographie der Klöster aufgenommen.
Dieser zornige und oft erschreckende Ausdruck soll die buddhistische
Lehre schützen, die Menschen aus ihrer Lethargie wachrütteln und zu
religiöser Aktivität anspornen.
Der berühmteste Tempel in Alchi ist der dreistöckige Sumtsek-Tempel. Im unteren Raum stehen in drei Nischen die ca. 4 m
hohen Figuren der Bodhisattvas (Tschenresi, Buddha des Mitleids),
Maitreya, Buddha der Liebe und Manjushri, Buddha der Weisheit, der immer
mit einem Flammenschwert abgebildet ist, das die Wurzeln der
Unwissenheit durchschneiden soll, mit den jeweils ihnen zugeordneten
Buddhas, die in Miniaturmalereien die Wände voll bedecken. Interessant
sind auch die Malereien auf dem Beingewand des Avalokiteshvara, die höfische
Szenen aus dem damaligen Kaschmir darstellen. Auch die holzgeschnitzten
Türeinfassungen zeigen typische Kunst-formen Kaschmirs: Blätter und üppiges
Rankenwerk mit dem darübergesetzen, typischen Kleeblattbogen.
Weiterfahrt nach Lamayuru,
das in einer eindrucksvollen Erosionslandschaft liegt.
Das Kloster Lamayuru (Rotmützenorden),
das im 11. Jh. auf einem alten Bön-Heiligtum gegründet wurde ist ein
heiliger und kraftvoller Ort, der von vielen Yogis zur Meditation in den
umliegenden Höhlen genutzt wird. Auch der große buddhistische Heilige
Naropa (geb. 1016, gest. 1100) meditierte hier in einer Höhle, die in
das Kloster integriert wurde. Sehr eindrucksvoll und leicht verständlich
ist die schöne, 2 m hohe Statue des Tschenresi, des Bodhisattvas des
Mitleids, dem beliebtesten Schutzheiligen Tibets, dessen Kopf in elf Köpfe
zerspringt und der 1000 Arme mit Augen auf den Handflächen bekommt,
damit er das Leid in der Welt erkennen, mitfühlen und helfen kann.
Weiter geht die Fahrt über den Fatu-La-Pass (4.094 m), den Namika-La-Pass
(3.718 m) hinunter nach Mulbekh
mit einem 10 m hohen Felsrelief des Buddha Maitreya aus dem 8. Jh. Hier
endet das buddhistische Ladakh und Sie fahren bis Kargil, dem Hauptort
der ganzen Gegend, dessen Bewohner zum großen Teil Moslems (Schiiten)
sind. Es herrscht immer reges Markttreiben mit einem bunten Völker- und
Sprachengemisch: mongolische Baltis, Ladakhis, Darden (mit länglichen
Gesichtern und hellen Augen), Inder, Sikhs, Kaschmiris. Es gibt viel
Militär und Sie dürfen keine militärischen Anlagen oder Brücken
fotografieren. Übernachtung in einem einfachen, sauberen Hotel.
6. Tag Kargil -
Padam (235
km)

Frühmorgens Abfahrt von Kargil. Es
geht entlang des wild schäumenden Suru-Flusses durch das gleichnamige
grüne Tal, durch Dörfer mit moslemisch-schiitischer Bevölkerung, die
von den reichen Erträgen ihrer Felder lebt. Hinter Panikkar wird die
Bergwelt dramatischer und rückt näher an die Straße, die ab
Parkatschik nur noch eine bessere Jeeppiste ist. Gleich hinter dem Ort
sieht man rechts die Abbrüche des Shafat-Gletschers in den brausenden
Fluss, der Sie eine Weile begleitet. Ebenfalls rechter Hand sind ab
Parkatschik die höchsten Berge des heutigen Kashmirs, die Berge Nun und
Kun (7.135 m) zu sehen. Dann öffnet sich das Tal und Sie gelangen
entlang Blumen übersäter Wiesen, vorbei an neugierigen Murmeltieren
zur sumpfigen Hochebene von Rangdom. Die Ebene ist umsäumt von hohen,
vielfarbigen Bergen. In der Ferne steht auf einem kleinen Berg das
Kloster Rangdom (16. Jh.), religiöser Mittelpunkt dieser Gegend.
Nun geht die Fahrt auf langsam ansteigender Straße durch sehr reizvolle
Berglandschaften mit kristallklaren Bächen, kleinen Seen, Wiesen mit
Enzian, Edelweiß und blauem Mohn (nur in der Nähe von Steinen
wachsend, bitte nicht abpflücken) bis zum Pensi-La-Pass (4.401 m). Mit seinen Schneemassen schneidet er das
Zanskar-Tal ca. acht Monate im Jahr von der Außenwelt ab. Im Winter mit
Temperaturen von bis zu 35 Grad minus können die Bewohner Zanskars nur
zu Fuß über dem vereisten Fluss Nimmu am Indus-Fluss und Leh
erreichen. Vom Pass geht es steil hinunter ins Tal des Stod-Flusses
vorbei an den gewaltigen Eismassen des Durung Drung-Gletschers, einer
der größten Gletscher des Himalaya. Eine weite, von Bergen umgebene
Talebene mit Weideflächen und kleinen Feldern öffnet sich. Bis in 4000
Meter Höhe wird hier Gerste angepflanzt. Vorbei geht es an den kleinen
Dörfern Abran, Tungri, Sani nach Padam (3.455 m), der kleinen
Hauptstadt Zanskars. Dort Übernachtung in einem sehr einfachen,
sauberen Hotel.
7. Tag Padam
Nach der anstrengenden Fahrt des Vortags heute geruhsamer Tagesausflug in die nahe Umgebung Padams. Zuerst
geht es in kurzer Fahrt zur Lamdon-Schule. Sie wurde von einer
französischen Lehrergruppe errichtet und gilt heute als die beste
Schule Zanskars. Sie erleben den Morgen-Appell, bei dem hunderte von fröhlichen
Kinderstimmen das Mantra von Manjushri, dem Bodhisattva der Weisheit und
Literatur, 108 Mal rezitieren.
Nach kurzer Weiterfahrt erreichen Sie das von weitem wie ein
Schwalbennest an den Berg gebaute Kloster
Karsha. Es ist das größte und reichste Kloster Zanskars. Ihm gehören
ca. 120 Mönche an. Dem Kloster gehören viele Felder in der Umgebung,
die den Bauern verpachtet worden sind.
Phagspa Shesrab, ein Zeitgenosse des berühmten Übersetzers Lotsawa
Rinchen Zangpo soll das Kloster Karsha im 11. Jh. an der Stelle eines
alten, Padmasambhava zu Ehren errichteten Gebetsraums gegründet haben.
Aus dieser Zeit stammt der Chamba Ling (auf dem Weg ins Hauptkloster in
der Nähe von drei weißen Chörten (Stupas), ein zweistöckiges Gebäude,
das dem Buddha Maitreya geweiht ist und vor ca. 30 Jahren restauriert
wurde. Der weiter oberhalb gelegene Labrang, ebenfalls aus dem 11. Jh.
(das Abtsgebäude) ist ein dreistöckiger Bau und enthält die zweistöckige
Figur des Buddha Maitreya aus dem 17. Jh. sowie eine Darstellung des
Avalokiteshvara (Tschenresi). Sehr schön sind die alten, noch gut
erhaltenen Wandmalereien aus dem 11./12. Jh., die u.a. den Urbuddha
Vairocana zeigen, dem auch in Alchi große Verehrung zuteil wird.
Vairocana ist hier mit weißer Körperfarbe und mit vier Gesichtern
dargestellt. Seine zierlichen Hüften und die betonten Körperlinien sind von der
indischen Kunstrichtung jener Zeit beeinflusst. Die Erweiterungsbauten des 15. Jh.
staffeln sich am Berghang empor. Die Wandmalereien im Tschokhang
(unterer Versammlungsraum) aus dem 17. Jh. stammen von Dzadpar Dorje,
dem Maleryogi aus Dzongkul und sind von hohem künstlerischen Wert.
Sie zeigen typische Themen der Gelugpa-Schule (Gelbmützen-Orden) wie
Buddha Shakyamuni, die 16 Arhats, die 35 Buddhas der Sündenvergebung,
mehrere Bodhisattvas und Tsongkapa, den Gründer dieser Schule.
Der Dukhang (die obere Versammlungshalle) zeigt am Eingang das übliche
Lebensrad. Die Bemalung stammt aus neuester Zeit. Auf dem Altar stehen
die Figuren von Buddha Shakyamuni und seiner zwei Hauptschüler. An den
Dukhang schließt sich der Gongkhang (Schutzgottheitenraum) an. Um die
Eingangstür ist die Darstellung von Yamantaka zu sehen, der seine Gefährtin
umfängt. 8 Holzchörten erinnern an wichtige Ereignisse im Leben des
Buddha Shakyamuni. In Glasvitrinen sind zahlreiche Bronzen erwähnenswert.
Hinter einer Tür werden ein sechsarmiger Mahakala (zornig aussehende
Schutzgottheit) und zahlreiche Masken für die Tanzfeste aufbewahrt. –
Ebenfalls aus der Frühzeit des Klosters stammt das
Tschu-Tschik-Shal-Kloster auf der gegenüberliegenden Seite des Baches.
Es wird von ca. 20 Nonnen bewohnt. Der Hauptraum ist mit einer Figur des
11köpfigen Avalokiteshvara aus dem 11. Jh. geschmückt und die
interessanten Fresken erinnern an Alchi.
Auf dem Gang durch das Dorf können Sie vielleicht die Schule
besichtigen, die von einer Deutschen finanziert wurde.
Weiter geht die Fahrt zum nahe gelegenen Kloster Sani,
das mit der Geschichte des Mahayana-Buddhismus eng verbunden ist und
eine der legendenumwobensten und heiligsten Stätten des Westhimalaya
ist. Der am Kloster stehende Kanishka-Stupa soll von dem
kaschmirischen König Kanishka im 2. Jh. gestiftet worden sein. Eine
Reliquie Buddhas soll sich in ihm befinden. Im 8. Jh. meditierte hier in
der Nähe in einer Höhle Padmasambhava (buddhistischer Yogi) und führte
machtvolle Riten aus, um schwarzmagische Kräfte und unheilvolle
Naturgeister zu bannen. Auch Naropa, der spätere Gründer des
tibetisch-buddhistischen Kargyüpa-Ordens, meditierte sieben Jahre hier.
Zum ältesten Teil des Klosters gehört der Guru-Lakhang oder
Padmasambhava-Tempel. Sein Leben und Wirken wird hier in bemalten
Stuckdarstellungen geschildert. Der Naropa-Lakhang wird nur einmal im
Jahr geöffnet. In ihm befindet sich eine große mit Juwelen geschmückte
Figur des Heiligen und Verfassers der „Sechs Lehren des Naropa“. Der
neue Teil des Klosters entstand im frühen 17. Jh. Die wunderschönen
Malereien im Dukhang stammen von dem Yogi und Maler Dzadpar Dorje (18.
Jh.).
Außerhalb des Klosters befindet sich einer der 8 heiligsten Verbrennungsplätze
des Himalaya. Er wird heute nicht mehr benutzt und ist von einem
Zaun umgeben, um die sehr alten Steinreliefs (wahrscheinlich 2. Jh.) zu
schützen. Daneben steht ein neuer, großer Stupa zu Ehren des
tibetischen Gurus des heutigen Meditationslehrers vom Kloster Lamayuru,
Drubpon Sonam Jorphel.
8. Tag Padam
Auf der Ganztagsfahrt nach Stongde und Zangla stoppen wir
am uralten Tempel von Pipiting, auf einem kleinen Berg inmitten
der Talebene von Padam gelegen; er soll von Padmasambhava im 8. Jh.
errichtet worden sein. Der heutige Bau stammt aus dem 17. Jh. Einige
kunstvoll ausgeführte Fresken und Statuen lohnen den Besuch. Ob die
wenigen hier wohnenden Mönche zum Öffnen anwesend sind, ist fraglich.
Weiter geht es zum Kloster Stongde, das wie eine Burg hoch am
Berg liegt und dessen Gründung vor 1000 Jahren ebenfalls
sagenumwoben ist. Der heutige festungsähnliche Bau stammt aus dem 15.
Jh. und wurde von dem berühmten Übersetzer Zanskars Sakya Zangpo gegründet.
Im Rahmen der großen Reformbewegung wurde dann hier die Gelugpa-Schule
eingeführt. Dem Kloster gehören heute ca. 60 Mönche an.
Schutzgottheit des Klosters wie der ganzen Gegend ist die weibliche Göttin
Paldan Llamo, deren Figur in einem Glaskasten im Gonkhang (Schutzgottheitenraum)
aufbewahrt ist.
Weiter geht es nach Zangla, einem ehemaligen kleinen Königreich,
das an sich keine Sehenswürdigkeit bietet außer seiner halbverfallenen
Burg, von der man eine herrliche Aussicht hat und in der 1832 der
ungarische Tibetologe Csoma de Koros einen Winter verbrachte. Die
Bergformationen sind mit ihren Farbschattierungen hier einzigartig schön.
Im Dorf lebt noch heute ein Abkomme des ehemaligen Königs von Zangla.
– Besichtigung des Nonnenklosters. Die ca. 20 Nonnen und Novizinnen (auch
Ausländerinnen) betreiben eine Schule für die Kinder von Zangla. Sie
haben sich in der kargen Landschaft Zanglas eine blühende Oase
geschaffen, in der auch der einzige Aprikosenbaum Zanskars bewundert
werden kann. - Rückfahrt nach Padam.(ca. 80 km
9. Tag Padam
Vormittags: Nach kurzer Fahrt durch das
Lingti-Tal, berühmt wegen seiner heilkräftigen Kräuter, erreichen Sie
das Kloster Bardan. Es wurde auf einem Platz errichtet, auf dem
schon in vorbuddhistischer Zeit heilige Handlungen ausgeführt wurden.
Das Kloster liegt einer Festung gleich auf einem in den Fluss
hineinragenden riesigen riesigen Felsblock. Der aus dem 16. Jh. stammende Bau
beherbergt eine alte Maitreya-Statue aus Kaschmir aus der späten
Gandhara-Zeit, der wundertätige Kräfte zugeschrieben werden. Sie
befindet sich im 1. Stock des Klosters. Im Versammlungsraum im Erdgeschoss sind wunderschöne Malereien
des berühmten Maleryogis Dzadpar Dorjes zu sehen. Durch das Wirken der
40 Mönche des Klosters und seine Kontakte zu bhutanesischen Klöstern
des gleichen Ordens (Drukpa-Kargyüpa) ist Bardan auch heute noch eines
der bedeutendsten geistigen Zentren Zanskars. (20 km)
Nachmittags ca. einstündige, leichte
Wanderung zum über Padam gelegenen, in einem Pappelhain versteckten Kloster
Stagrimo, errichtet im 18. Jh. von Chösje Nawang Gyaltsen aus
Bhutan, des Vertrauten und Gurus des damaligen Königs von Ladakh und
gehört wie Bardan zum Drukpa-Kargyüpa Orden. Es kann nicht
vorausgesagt werden, ob die Mönche mit einer Führung durch das Kloster
und die damit verbundene Störung ihres Klosterlebens einverstanden
sind. Aber schon der Anblick dieses kleinen bunten Juwels in der
erfrischenden, von einem Bach durchzogenen Klosteroase und der Blick von
dort auf das weite Tal von Padam eignet sich gut, um Abschied zu nehmen
von einem einzigartig schönen Flecken Erde.
10. Tag Padam -
Kargil
Rückfahrt (235 km) von Padum nach Kargil. Übernachtung in
Kargil.
11. Tag Kargil
- Leh
Rückfahrt (230 km) von Kargil nach
Leh.
12. Tag Leh
Tag zur freien Verfügung.
13. Tag Leh - Delhi
Transfer zum Flug nach Delhi – Abholung vom Flughafen
und Transfer zum Hotel. Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung.
14. Tag Delhi
Stadtrundfahrt (ganztägig Old & New Delhi,
optional gegen Aufpreis). Abends Transfer zum Flugplatz für Ihren Rückflug.
15. Tag
Delhi Abreise
Abflug von Delhi nach Deutschland. Ankunft am gleichen
Tag.
ENDE DES PROGRAMMS!
Ausrüstung: Feste Schuhe, Sandalen für die Besichtigung der Klöster; wegen der
intensiven Sonnenstrahlung in großer Höhe: Sonnenschutzcrème,
Kopfbedeckung, Staubschutz, langärmlige Baumwollkleidung, leichter
Baumwollanorak. Für den Fall eines Klimasturzes: Schlafsack, Pullover. Viel Trinken
und Vitamin C helfen bei der Akklimatisierung. Aspirin. Taschenlampe für
die Klöster. Bitte kein Blitzlicht in den Klöstern.
Hinweis: Diese Reise
in großen Höhen verlangt eine gute körperliche Kondition und
Belastbarkeit. Die Straße von Kargil nach Padum (Zanskar) geht später
in eine Jeeppiste über und ist in schlechtem Zustand. Unwägbarkeiten
der Natur kommen hinzu. Es ist manchmal Geduld angesagt und die
Bereitschaft mit Verständnis und Teamgeist auf unvorhersehbare
Situationen zu reagieren.
Durchführung der Reise ab
zwei Personen. Einzelzimmerpreis auf Anfrage!
Eingeschlossene
Leistungen: Transporte:
Taxis/geschlossene Jeeps, innerindische Flüge, volle
Verpflegung (wenn nicht anders beschrieben). Unterbringung in DZ in Leh
in sauberem Mittelklassehotel, in Kargil in
einem einfacheren, sauberen Hotel, in Zanskar in einem sehr einfachen,
sauberen Hotel (jeweils überall Dusche/WC zum Zimmer gehörend), in
Delhi Übernachtung im DZ/Frühstück
im zentral gelegenen Hotel The Park http://newdelhi.theparkhotels.com/ , Englischsprachige Reiseleitung (u.U. auch in Deutsch möglich).
Eintrittskosten für die Klöster.,
Reisepreissicherungsschein.
|