INDIEN
Reise
nach Kaschmir, Ladakh und Nubra Tal 16 Tage
KLN 05
1. Tag Anreise
Abflug aus Deutschland.
2. Tag
Ankunft in Delhi - Srinagar
Abholung vom Flughafen und Transfer zum nationalen Flughafen für den Weiterflug nach
Kaschmir –
Ankunft in Srinagar,
der Sommer-Hauptstadt Kaschmirs. Transfer zu Ihrem Hausboot
auf dem Dal-See. Ihr Boot liegt fest verankert; es ist komfortabel
ausgestattet und hat 2-3 Schlafräume mit je einem Bad und WC,
einen Essraum, einen Aufenthaltsraum mit Veranda und ein Sonnendeck (es
können weitere Gäste in den anderen Zimmern auf dem Boot nächtigen). Es
gibt ausgezeichnetes, nach Ihren Wünschen zubereitetes Essen und einen
guten Service. Nachdem Sie sich ausgeruht und gegessen haben können Sie
eine kleine Rundfahrt mit einer Shikara,
einem gondelähnlichen, überdachten Ruderboot unternehmen.
3. Tag Srinagar
Vormittags kurze Fahrt zum Shankracharya-Tempel,
der hoch auf dem Ihrem Hausboot gegenüberliegenden Berg liegt. Er wurde
im 2. Jh.v.Chr. durch den berühmten Kaiser Ashoka erbaut, der sich sehr
um die Verbreitung des Buddhismus in Indien verdient gemacht hat. Der
Tempel ist heute hinduistisch und ist dem Gott der Zerstörung und
Erneuerung, Shiva, geweiht, dem im gesamten Himalaya besondere Verehrung
zuteil wird. Als moslemische Herrscher im 14. Jh. die hinduistischen
Herrscher in Kaschmir ablösten, wurde der Tempel Takt-i-Suleiman (Thron
des Salomon) genannt. So spiegelt sich in der Geschichte des Tempels die
Vielfalt der Kulturen wider, die in Kaschmir ihre Spuren hinterließen
und hier zu einer eigenständigen Kultur verschmolzen. – Vom
Berggipfel haben Sie einen weiten Rundblick auf die Stadt mit ihren Seen
und Umgebung.
Weiter geht
die Fahrt am Dal-See entlang zu den Moghulgärten. Nachdem die indischen
Moghulkaiser Kaschmir im Jahr 1586 nach vielen vergeblichen Versuchen
erobert hatten, bauten sie für sich überall im Land Moscheen und Paläste
und legten prächtige Gärten an. Die Gärten in Srinagar sind
terrassenförmig angelegt. Gepflegte Rasenflächen mit Blumenbeeten
laden zum Verweilen ein. Zeugen alter Zeit sind riesige Chinar-Bäume (Himalaya-Platanen).
Der größte
unter ihnen ist der Nishat-Garten (übersetzt: Garten der Freuden), der
1633 von Asaf Khan angelegt wurde. Einige Kilometer weiter liegt der
Shalimar-Garten (übersetzt: Garten der Liebe). Er wurde 1619 von Kaiser
Jehangir für seine persische Frau Nur Jahan angelegt, die wesentlich zu
seiner Gestaltung beitrug. Zwei Pavillons aus Marmor, ein kleiner Palast
mit Pagodendach, umgeben von
quadratischen Wasserbecken mit vielen Springbrunnen und riesige
Rosenbeete erfreuen den Besucher. Nach kurzer Weiterfahrt ist Harwan
erreicht, wo sich an einem Berghang die Ausgrabungen einer buddhistischen
Klosteranlage aus dem 3.Jh. n.Chr. befinden. Hier wurden wunderschöne
große Terracotta-Fliesen mit den Abbildungen von Menschen, Tieren und
Pflanzen gefunden, von denen ein Teil im Museum von Srinagar zu sehen
ist. Von der Anlage aus schöner Blick auf das Tal.
Nachmittag: Besuch des
Museums. Es sind viele Statuen und Reste von Tempelbauten zu sehen, die
in Kaschmir ausgegraben wurden. In einem Saal werden wunderschöne, alte
Kaschmir-Schals gezeigt, deren meisterhafte Anfertigung Kaschmir im
18./19. Jahrhundert bei der Damenwelt Europas bekannt gemacht haben.
(einen schenkte Napoleon seiner Josephine und Queen Victoria von England
erhielt jedes Jahr drei dieser Schals aus Kaschmir).
4. Tag Srinagar
Tagesfahrt nach Gulmarg
Auf dem
Weg nach Gulmarg geht es zuerst nach Parihasapura, wo Sie die
Reste einer buddhistischen Klosteranlage und die Grundmauern der wohl größten
Stupa der Welt sehen können (8./9. Jh.n.Chr.) Sie stammen aus der Zeit
König Lalitadityas, dem eine Reihe großartiger Tempelbauten zu
verdanken sind. Er wollte hier seine neue Hauptstadt errichten (ein
Projekt, das auch die heutige Landesregierung ins Auge gefasst hat,
worauf die Grundstückspreise kräftig anstiegen!)
Es geht weiter in Richtung
Gulmarg nach Khanihama, wo früher die wertvollen Khani-Schals
angefertigt wurden und wo heute versucht wird, die alten Muster
nachzuweben.
Herrliche Landschaften mit, grünen Feldern umgeben von Bergen,
begleiten Sie auf der Fahrt nach Gulmarg. Die Straße steigt an und Sie
fahren durch dichte Zedernwälder, die immer wieder den Blick freigeben
auf weite Tallandschaften, hinter denen sich die hohen Berge des
Karakorums erheben. Gulmarg (übersetzt: Blumenwiese) zieht zu jeder Jahreszeit
Touristen aus aller Welt an. Auf der riesigen Hochalm kann man Golf
spielen, Pferde reiten, im Winter Ski und Schlitten fahren. Seit kurzem
ist die Attraktion Gulmargs eine Gondel, die bis zu einem Berggipfel in
4000 Metern Höhe führt, von dem man einen sehr weiten Blick auf die 7-
und 8tausender des Karakorums hat, unter ihnen der Nanga Parbat. Diese höchste
Gondel der Welt zieht im Winter auch viele Skifahrer aus dem Westen an,
die von hier steile Hänge oder gemütliche Pisten hinabfahren. Nach der
Gondelfahrt Picknick auf einer grünen Wiese. Wenn noch Zeit ist,
können Sie sich auch auf eines der kleinen Pferde wagen, die immer von
einem Mann begleitet werden und damit die Gegend erkunden. (im Sommer
sind eine Menge Affen zu sehen!).
5.
Tag Srinagar
Vormittag: Fahrt in die Altstadt Srinagar, wo Sie sich in manchen Vierteln in die
alten Zeiten der Zünfte Europas zurückversetzt fühlen. Zuerst werden Sie die Shah-Hamadan-Moschee sehen, ein Juwel
kaschmirischer Holzarchitektur, erbaut wahrscheinlich um 1384. Beim Bau
wurde ohne Nägel gearbeitet. Das pagodenähnliche Dach mit seinem
schirmförmigen Dachreiter zeigt buddhistische Reminiszenzen und ist
typisch für den kaschmirischen Baustil der frühen Moslemzeit. Die Außenwände
zieren farbenprächtige Lackmalereien. Nur Moslems wird Eintritt gewährt.
Ganz in der Nähe steht das Grabmal
von Zain-ul-Abidins Mutter: Der Kuppelbau aus dem 15. Jh. steht
sichtbar auf den Resten eines Hindu-Heiligtums und die ihn umgebende
Mauer mit ihren typischen Bögen stammt ebenfalls aus Hindu-Zeiten. In
den alten Gräbern an dem Mausoleum liegen die sterblichen Überreste
des Königs Zain-ul-Abidin (regierte von 1417 – 1469), auch Badshah
genannt, den die Kaschmiris noch heute wegen seiner segensreichen
Herrschaft verehren, und anderer berühmter Männer des moslemischen
Kaschmir.
Weiter geht es zur Jamia-Moschee,
der größten Moschee Srinagars, erbaut 1402, mehrmals abgebrannt und
wieder aufgebaut. Der heutige Bau ist ein typisches Beispiel für den
indo-sarazenischen Baustil. Über 400 Pfeiler aus Zedernholz tragen die
riesige Konstruktion mit Pagodendach und den typischen schirmförmigen
Dachreitern. Diese Moschee kann auch von Nicht-Muslims betreten werden.
Vor der Moschee befindet sich ein großer Markt, in dem man besonders günstig
große Mengen von Gewürzen kaufen kann, die für die üppigen
kaschmirischen Hochzeitsessen benötigt werden. Bummel durch die
Altstadt mit ihren zahlreichen Basaren und alten Häusern mit
holzgeschnitzten Balkons. Nachmittag zur Ihrer Verfügung.
6. Tag Srinagar
- Kargil
Morgens
Abfahrt nach Kargil (Srinagar-Kargil
204 km). Zuerst geht es nach Kangan, wo an einem Tee-Stand etwas
getrunken werden kann. Dann wird die Landschaft immer bergiger. Die Straße
führt am reißenden Sindh-Fluss entlang durch dichte Wälder und Wiesen
bis nach Sonamarg (übersetzt:
Goldwiese), das nach ca. 2 ½ Stunden erreicht ist. Dort Rast. Von hier
aus gehen die Wanderungen über Baltal zur Armanath-Höhle und über
Vishensar zum Gangabal-See in über 4000 m Höhe. Dann geht die
landschaftlich sehr schöne Fahrt in vielen Kehren auf zum Teil
ausgewaschener Straße hinauf zum Zoji-La-Pass (Vier-Dämonen-Pass) in 3.525 m Höhe; er ist von
November bis Mai wegen hohen Schnees gesperrt, sodass Ladakh in dieser
Zeit nur mit dem Flugzeug erreicht werden kann. Jetzt haben Sie das grüne
Kaschmir hinter sich gelassen und Sie tauchen ein in eine völlig andere
Landschaft: riesenhafte, aride Gebirgslandschaften, anfangs noch Schnee
bedeckte Berge mit vielen Gletscherabbrüchen und Weideflächen, dann
immer trockener werdend. Der erste Ort hinter dem Pass ist in ca. 1 - 2
Stunden erreicht. Es ist Dras,
der zweitkälteste Ort der Erde mit Temperaturen im Winter bis zu 40
Grad Minus. Seine Bewohner sind heute Moslems. Hier müssen Sie sich,
wie später öfter in Ladakh, in ein polizeiliches Register eintragen.
Hinter Dras (bei km 148) tauchen auf der linken Straßenseite die ersten
buddhistischen Steinskulpturen mit Buddha Maitreya und Avalokiteshvara
auf (ca. 9./10. Jh.). Nun beginnt die Landschaft immer karger und die
Bergformationen immer bizarrer zu werden. Die Luft ist dünn und klar,
so dass alle Farbeindrücke intensiver sind. Nach ca. 2-stündiger Fahrt
entlang des Dras-Flusses, der in den Suru-Fluss einmündet, ist Kargil erreicht. Hier
gibt es viel Militär. Sie dürfen deshalb keine militärischen Anlagen
oder Brücken fotografieren (wie überall in Ladakh). Da Kargil der größte
Ort der Gegend ist, herrscht hier immer reges Markttreiben mit einem
bunten Völkergemisch: mongolische Baltis, Ladakhis, Darden (mit länglichen
Gesichtern und blauen Augen), Inder, Siks, Kashmiris. Übernachtung in
einem einfachen, sauberen Hotel.
7. Tag Kargil
– Uletokpo
(159
km) Auf gut ausgebauter Straße geht es in grünen Flusstälern an
gelben, nackten Bergen entlang bis in der Talebene die ersten bunten
Gebetsfahnen und weiß getünchte Häuser von Buddhisten erscheinen.
Bald ist Mulbekh erreicht, wo das überwiegend buddhistische Ladakh
beginnt. Direkt an der Straße erhebt sich ein etwa 10 m hohes aus einem
Felsen herausgearbeitetes Steinrelief des Buddha Maitreya (Buddha der
Zukunft) aus dem 7. oder 8. Jh., das höchstwahrscheinlich von
kashmirischen Künstlern geschaffen wurde. Zu dieser Zeit erstreckte
sich das zum großen Teil buddhistische Kaschmir unter der Herrschaft
von König Lalitaditya vom Norden Ladakhs bis nach Nordindien (Punjab).
Die Fahrt geht über die Pässe Namika-La (3.718 m) und Fatu-La (4.094
m) zum Kloster Lamayuru (Rotmützen,
Drikung-Kargyüpa-Orden). Es wurde im 11. Jh. auf einem alten Bön-Heiligtum
gegründet. Es ist ein heiliger und kraftvoller Ort, der von vielen
Yogis zur Meditation in den umliegenden Höhlen genutzt wird. Auch der
große buddhistische Heilige Naropa (geb. 1016, gest. 1100) meditierte
hier in einer Höhle, die in das Kloster integriert wurde. Am
beeindruckendsten und leicht verständlich ist die schöne, 2 m hohe
Statue des Avalokiteshvara (Sanskrit) (tibetisch: Tschenresi), des
Bodhisattvas des Mitleids, dem beliebtesten Schutzheiligen Tibets,
dessen Kopf in elf Köpfe zerspringt und der 1000 Arme mit Augen auf den
Handflächen bekommt, damit er das Leid in der Welt erkennen, mitfühlen
und helfen kann. – Weiterfahrt nach Kaltsi, das inmitten von Aprikosenhainen
liegt und weiter nach Uletokpo am Indus, wo Sie in einem sehr schönen
Camp in bequemen Doppelzelten übernachten.
8. Tag Uletokpo
– Leh
(82
km) – Morgens nach kurzer Fahrt Ankunft im Kloster Alchi, Weltkulturerbe, das im 11. Jh. von Lotsawa Rinchen Zangpo
(958 -1055), dem berühmten Übersetzer und Gründer von 108 Klöstern
errichtet wurde. Er hat sich vor allem um die Übersetzung der
buddhistischen Texte aus dem Sanskrit ins Tibetische große Verdienste
erworben, die die Voraussetzung für die Verbreitung der Lehre in Tibet
und die damit einsetzende kulturelle Blütezeit war. Er verstand es,
eine begeisterte Gruppe von tibetischen und kaschmirischen Künstlern
zur Schaffung von Alchi zu inspirieren. Die Lage des Klosters ist
einzigartig in Ladakh: es liegt in einem Aprikosenhain, im flachen Gelände
und nicht trutzig auf Bergeshöhen wie die künftigen Klöster des
Landes. Sein Aufbau ist der eines nicht mehr klar erkennbaren Mandala
(religiöses Bildmuster zur Konzentrations- und Visualisationshilfe),
das auch im Mittelpunkt der Ausgestaltung der Klosterräume steht. Ein
weiterer Themenkreis sind die Darstellungen der fünf Dhyani-Buddhas.
Die abgebildeten Buddhas sind in Alchi noch alle friedvoll. Erst mit dem
verstärkten Einfluss Tibets werden in den folgenden Jahrhunderten auch
die zornigen und Furcht einflößenden Buddhas und Bodhisattvas in die
Ikonographie der Klöster aufgenommen. Dieser zornige und oft
erschreckende Ausdruck soll die buddhistische Lehre schützen, die
Menschen aus ihrer Lethargie wachrütteln und zu religiöser Aktivität
anspornen.
Der berühmteste Tempel in Alchi ist der dreistöckige Sumtsek-Tempel. Im unteren Raum stehen in drei Nischen die ca. 4 m
hohen Figuren der Bodhisattvas (Tschenresi, Buddha des Mitleids),
Maitreya, Buddha der Liebe und Manjushri, Buddha der Weisheit, der immer
mit einem Flammenschwert abgebildet ist, das die Wurzeln der
Unwissenheit durchschneiden soll, mit den jeweils ihnen zugeordneten
Buddhas, die in Miniaturmalereien die Wände voll bedecken. Interessant
sind auch die Malereien auf dem Beingewand des Avalokiteshvara, die höfische
Szenen aus dem damaligen Kaschmir darstellen. Auch die holzgeschnitzten
Türeinfassungen zeigen typische Kunstformen Kaschmirs: Blätter und üppiges
Rankenwerk mit dem darüber gesetzen, typischen Kleeblattbogen. – Weiterfahrt zum Kloster Likir (12. Jh., Gelbmützen), das in einem Seitental des
Indus liegt und imposant den ganzen Taleinschnitt beherrscht.
Hervorgehoben werden sollte der Tempel der Schützer der Lehre, der von
einem bekannten ladakhischen Maler in zweijähriger Arbeit eindrucksvoll
gestaltet wurde. Das Kloster hat eine Mönchsschule. Das Dorf besitzt
ein Kunstgewerbezentrum, sodass sich hier zahlreiche Kunsttischler und
Maler angesiedelt haben. Halt in Basgo
mit einer ehemaligen königlichen Residenz und einer Burganlage.
Besichtigung des schönen Maitreya-Tempels, der Mitte des 16. Jh. von König
Tsewang Namgyal errichtet wurde und in dem sich eine 10 m hohe Figur des
Buddha Maitreya (Buddha der Zukunft) in der seltenen europäischen
Sitzhaltung befindet. Die Wandmalereien aus dem 16. Jh. werden gerade
(Sommer 2006) von indischen Spezialisten mit den alten Mineralfarben
(Farben aus Halbedelsteinen) liebevoll restauriert. Am Nachmittag
Ankunft in Ihrem Hotel in Leh.
9. Tag Leh
Ganztagsfahrt zu den Klöstern Tikse, Shey und Hemis
Kurze
Fahrt hinauf zum alten Königspalast
von Leh, mit dessen Errichtung um 1600 unter dem „Löwenkönig“
Sengge Namgyal begonnen wurde und der neun Stockwerke hat, dem Potala in
Lhasa ähnlich. Sehr beeindruckend ist die weite Sicht über Leh, das
Tal des Indus und die hohen, angrenzenden Berge. Der Palast birgt einige
alte Tempel, die gerade restauriert werden. – Fahrt entlang dem Indus
in östlicher Richtung nach Shey. Die
auf einem Bergrücken errichtete Zitadelle Shey
war schon in vorbuddhistischer Zeit Ort von Befestigungsanlagen und später
jahrhundertelang die Residenz der ladakhischen Könige. Interessant ist
vor allem der Shakyamuni-Tempel. Der hohe, zweigeschossige Raum enthält
eine 8 m hohe Figur von Buddha Shakyamuni (historischer Buddha), die vom
Sohn des Löwenkönigs zu Ehren seines Vaters 1633 gestiftet wurde. Sie
ist aus getriebenem und vergoldetem Kupfer und wurde von 8
Kupferschmieden aus Kaschmir ausgeführt.
Nach kurzer Fahrt Besichtigung des Klosters Tikse. Es gehört zum Gelbmützenorden (im 15. Jh. von Tsongkhapa
ins Leben gerufene Reformsekte der Gelugpas (die Tugendhaften) und wurde
im 15. Jh. auf einer Felskuppe errichtet. Der Berg und das sich in
vielen kleinen Gebäuden hoch auftürmende Kloster wirken als Einheit
und ihr Anblick vermittelt eine große Harmonie zwischen Natur und
menschlichem Werk. Interessant ist die aufwendige Holzkonstruktion im
Innern des Tschokhangs (Dharma-Halle). Leider nicht immer geöffnet ist
der kunsthistorisch bedeutendste Raum, der weiße Tempel (der Dukhang
Karpo) mit Malereien tibetischen Stils aus seiner Erbauungszeit Mitte
des 16. Jh.
Nach knapp einstündiger Fahrt geht es auf die gegenüberliegende Seite
des Indus zum Rotmützenkloster Hemis,
das Ende des 16. Jh. als Hauptsitz des Drukpa Kargyüpa Ordens gegründet
wurde und heute zur größten und bedeutendsten Abtei Ladakhs gehört.
Geistiger Vater des Ordens ist der Urbuddha Vajradhara (bildlich
dargestellt: Körperfarbe dunkelblau, im Lotussitz mit überkreuz
gehaltenen Armen und Vajra (Diamantzeptern) in den Händen). Die
Klosterräume enthalten wertvolle, alte Fresken, Statuen,
Reliquienschreine und reich verzierte Altäre. Eine besondere Attraktion
des Klosters ist seit wenigen Jahren ein Museum, in dem sich seltene und
kostbare Kunstschätze befinden, die dem Kloster im Laufe der
Jahrhunderte von Königen und hohen Würdenträgern geschenkt wurden.
– Meistens im Monat Juni finden hier die in Ladakh beliebten Maskentänze
zu Ehren von Padmasambhava statt. Dabei geht es, wie in allen
Maskentanzfesten in Ladakh, um die Belehrung der Zuschauer über die
Vergänglichkeit des Irdischen und die Aufforderung zur intensiven
Religionsausübung und Vorbereitung auf die Erscheinungen im Bardo
(Zwischenzustand nach dem Tod). Außerdem wird der Sieg des Buddhismus
über die früher hier herrschende schamanistische Bönreligion
gefeiert. Am
späten Nachmittag Rückkehr in Leh. (80 km)
10. Tag Leh
Vormittags: Fahrt
zum Kloster Phyang, einem
Drikung-Kloster (Rotmützen), das um 1530 durch König Tashi Namgyal für
den Drikung-Orden errichtet wurde. Das insgesamt sehr gut erhaltene und
gepflegte Kloster mit typischen Wandmalereien, die im Gonkhang (Schutzgottheiten-Raum)
noch aus der Gründungszeit des Klosters stammen und chinesische Einflüsse
zeigen, ist im Besitz einiger sehr wertvoller kaschmirischer
Bronzestatuen aus dem 12./13. Jh., die sich im Dukhang auf dem
Altartisch befinden. Sie zeigen Padmasambhava, Gampopa und den König
Tashi Namgyal. Der Schutzherrin der Drikung-Schule, Apchi auf ihrem
blauen Windpferd, sind einige Wandbilder und Statuen gewidmet. Ebenso
ist Jigten Sumgon, der Gründer der Drikung-Schule in roter Mönchskleidung
und hohem Hut einige Male abgebildet.
Auf der Rückfahrt nach Leh Besichtigung des Klosters Spituk (15. Jh., Gelbmützen), bedeutende Thanka-Sammlung, Tempel
aus dem 11. Jh. (35 km).
Nachmittags: Spaziergang zum ökologischen
Zentrum, das wichtige Beiträge zum Umweltschutz leistet z.B. mit
seinen Schulungen von Bauern bei der Errichtung von Miniwasserwerken.
Ferner engagiert sich das Zentrum mit einigen Projekten für die
wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen, insbesondere in den
Grenzregionen zu China.
11. Tag Leh -
Sumur/Nubra Tal 2-tägige Exkursion ins
Nubra-Tal
Während der Fahrt hinauf
zum höchsten befahrbaren Pass der Welt, dem Khardungla-Pass (5.602
m), haben Sie einen herrlichem Blick auf Leh. Nach kurzem Halt
auf der Passhöhe geht es hinunter in die weite Hochgebirgswüste mit
sattgrünen Flussoasen des Nubra-Tals. Halt in Khalsar (3.018 m).
Weiterfahrt nach Diskit, wo
sich malerisch auf einer Bergspitze gelegen das älteste Kloster (16.
Jh.) des Tals befindet. Von den am Berghang hinauf gestaffelten Gebäuden
sehen Sie weit hinein in das breite Tal mit dem von Gletschern
gespeisten Shyok-Fluss. Besichtigung der alten Wandmalereien mit den Wächtern
der vier Himmelsrichtungen und Schützern der Lehre. Während der Fahrt
nach Hunder, einer Oase mit
einem hübschen Dorf zwischen Bäumen und Flussarmen und einem kleinen
Kloster, sind hohe
Sanddünen und eventuell Kamele zu sehen. Rückfahrt nach Sumur (3.096 m). Übernachtung im Bungalow. (155 km)
Wenn Sie diesen
recht anstrengenden Tag geruhsam enden lassen möchten, empfehlen wir
Ihnen anstelle der Fahrt nach Hunder einen Spaziergang in die schöne
Umgebung von Sumur.
12. Tag Sumur/Nubra-Tal
– Leh
Morgens Besichtigung des
Klosters Samstemling (über
150 Jahre alt) mit einer beeindruckenden Sammlung von Thankas und sehr
gut restaurierten Wandmalereien. Es wurde 1962 vom Dalai Lama geweiht. Rückfahrt
nach Leh. Ankunft spätnachmittags. (125 km)
13. Tag Leh
Vormittags
Besuch des Museums im Königspalast von Stok. Nachmittag zur freien
Verfügung. Übernachtung.
14 Tag Leh -
Delhi
Transfer zum Flug nach Delhi – Abholung vom Flughafen und Transfer zum
Hotel. Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung.
15. Tag Delhi
Stadtrundfahrt (ganztägig, optional - gegen Aufpreis). Abends Transfer zum Flugplatz für Ihren Rückflug.
16. Tag
Delhi Abreise
Abflug von Delhi nach Deutschland. Ankunft am gleichen Tag.
ENDE DES PROGRAMMS!
Ausrüstung:
Feste Schuhe, Sandalen für die Klosterbesichtigungen; wegen der
intensiven Sonnenstrahlung in großer Höhe: Sonnenschutzcrème,
Kopfbedeckung, Staubschutz, langärmlige Baumwollkleidung, leichter
Baumwollanorak. Für den Fall eines Klimasturzes: Schlafsack, Pullover. Viel Trinken
und Vitamin C helfen bei der Akklimatisierung. Aspirin. Taschenlampe für
die Klöster. Bitte kein Blitzlicht in den Klöstern.
Hinweis:
Die großen Höhen stellen anfangs eine nicht zu unterschätzende
Belastung dar. Sie sollten sich deshalb in guter körperlicher
Verfassung befinden und zur Sicherheit vor Buchung der Reise Ihren Arzt
konsultieren. - Zum guten
Gelingen dieser Reise beitragen werden Ihr Verständnis und Teamgeist
bei unvorhersehbaren Situationen.
Durchführung der Reise ab
zwei Personen. Einzelzimmerpreis auf Anfrage!
Eingeschlossene
Leistungen: Transporte im
Taxi und Jeep, innerindische Flüge, volle Verpflegung, Unterbringung in
Ladakh in DZ/Dusche/WC in den besten verfügbaren Hotels, in Srinagar
auf sehr guten DeLuxe-Hausbooten (DZ/Bad/WC),
in
Ladakh zwei 1 Übernachtung in einem gepflegten Zeltcamp in bequemen
Doppelzelten in Uletokpo, 1 Übernachtung in einem modernen, sauberen
Bungalow im Doppelzimmer mit Bad/WC in Sumur im Nubra-Tal,
englischsprachige Reiseleitung (evtl. auch in Deutsch möglich),
Eintrittskosten für die Klöster, in Delhi Übernachtung im DZ/Frühstück im zentral
gelegenen Hotel The Park http://newdelhi.theparkhotels.com/
und alle Transfers,
Reisepreissicherungsschein.
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