INDIEN
Reise
nach Ladakh 14 Tage
LN 05
1. Tag Anreise
Abflug aus Deutschland.
2. Tag
Ankunft in Delhi - Leh
Abholung vom internationalen Flughafen und Transfer zum nationalen Flughafen für den Weiterflug nach Ladakh –
Ankunft in Leh (3.505
m)
– Transfer zu Ihrem Hotel.
Nachmittag zur freien Verfügung.
3. Tag Leh
Vormittag: Kurze Fahrt zum alten
Königspalast, mit dessen Errichtung um 1600 unter dem „Löwenkönig“
Sengge Namgyal begonnen wurde und der neun Stockwerke hat, dem Potala in
Lhasa ähnlich. Sehr beeindruckend ist die weite Sicht über Leh, das
Tal des Indus und die hohen, angrenzenden Berge. Der Palast birgt einige
alte Tempel. Auf dem Rückweg ins Hotel Gang durch die Altstadt.
Nachmittag: Kurzer Gang zum ökologischen
Zentrum, dessen Gründerin, eine Engländerin, Ende der 80er Jahre
den Alternativen Nobelpreis erhielt.
4. Tag Leh
Vormittag:
Kurze Fahrt zum Königspalast von
Stok, der noch immer von der Königin von Ladakh und ihren Kindern
bewohnt wird. In dem Gebäude ist ein Teil zum Museum ausgebaut worden,
in dem sich alte Waffen, Kleidung, Schmuck und andere Kostbarkeiten des
ladakhischen Königshauses befinden.
Nachmittag: Kurze Fahrt zum Kloster Phyang,
einem Drikung-Kloster (Rotmützen), das um 1530 durch König Tashi
Namgyal für den Drikung-Orden errichtet wurde. Das insgesamt sehr gut
erhaltene und gepflegte Kloster mit typischen Wandmalereien, die im
Gonkhang (Schutzgottheiten-Raum) noch aus der Gründungszeit des
Klosters stammen und chinesische Einflüsse zeigen, ist im Besitz
einiger sehr wertvoller kaschmirischer Bronzestatuen aus dem 12./13.
Jh., die sich im Dukhang auf dem Altartisch befinden. Sie zeigen
Padmasambhava, Gampopa und den König Tashi Namgyal. Der Schutzherrin
der Drikung-Schule, Apchi auf ihrem blauen Windpferd, sind einige
Wandbilder und Statuen gewidmet. Ebenso ist Jigten Sumgon, der Gründer
der Drikung-Schule in roter Mönchskleidung und hohem Hut einige
Male abgebildet.
Auf der Rückfahrt Besichtigung des Klosters Spituk
(15. Jh., Gelbmützen), bedeutende Thanka-Sammlung, Tempel aus dem
11. Jh. Eventuell findet gegen Abend eine Puja statt, an der Sie
teilnehmen können. (38 km)
5. Tag Leh
Ganztagsausflug zu den Klöstern Shey,
Tikse und Hemis:
Die auf einem Bergrücken errichtete Zitadelle Shey war schon in vorbuddhistischer Zeit Ort von Befestigungsanlagen
und später jahrhundertelang die Residenz der ladakhischen Könige.
Interessant ist vor allem der Shakyamuni-Tempel. Der hohe,
zweigeschossige Raum enthält eine 8 m hohe Figur von Buddha Shakyamuni
(historischer Buddha), die vom Sohn des Löwenkönigs zu Ehren seines
Vaters 1633 gestiftet wurde. Sie ist aus getriebenem und vergoldetem
Kupfer und wurde von 8 Kupferschmieden aus Kaschmir ausgeführt.
Nach kurzer Fahrt Besichtigung des Klosters Tikse. Es gehört zum Gelbmützenorden (im 15. Jh. von Tsongkhapa
ins Leben gerufene Reformsekte der Gelugpas (die Tugendhaften) und wurde
im 15. Jh. auf einer Felskuppe errichtet. Der Berg und das sich in
vielen kleinen Gebäuden hoch auftürmende Kloster wirken als Einheit
und ihr Anblick vermittelt eine große Harmonie zwischen Natur und
menschlichem Werk. Interessant ist die aufwendige Holzkonstruktion im
Innern des Tschokhangs (Dharma-Halle). Leider nicht immer geöffnet ist
der kunsthistorisch bedeutendste Raum, der weiße Tempel (der Dukhang
Karpo) mit Malereien tibetischen Stils aus seiner Erbauungszeit Mitte
des 16. Jh.
Nach knapp einstündiger Fahrt geht es auf die gegenüberliegende Seite
des Indus zum Rotmützenkloster Hemis,
das Ende des 16. Jh. als Hauptsitz des Drukpa Kargyüpa Ordens gegründet
wurde und heute zur größten und bedeutendsten Abtei Ladakhs gehört.
Geistiger Vaterdes Ordens ist der Urbuddha Vajradhara (bildlich
dargestellt: Körperfarbe dunkelblau, im Lotussitz mit überkreuz
gehaltenen Armen und Vajra (Diamantzeptern) in den Händen). Die
Klosterräume enthalten wertvolle, alte Fresken, Statuen,
Reliquienschreine und reich verzierte Altäre. – Eine besondere
Attraktion des Klosters ist seit wenigen Jahren ein Museum, in dem sich
seltene und kostbare Kunstschätze befinden, die dem Kloster im Laufe
der Jahrhunderte von Königen und hohen Würdenträgern geschenkt
wurden. - Meistens im Monat
Juni finden hier die in Ladakh beliebten Maskentänze zu Ehren von
Padmasambhava statt. Dabei geht es, wie in allen Maskentanzfesten in
Ladakh, um die Belehrung der Zuschauer über
die Vergänglichkeit des Irdischen und die Aufforderung zur intensiven
Religionsausübung und
Vorbereitung auf die Erscheinungen im Bardo (Zwischenzustand nach dem
Tod). Außerdem wird der Sieg des Buddhismus über die früher hier
herrschende schamanistische Bönreligion gefeiert.Am späten Nachmittag
Rückkehr in Leh.(80 km)
6. Tag Zweitägige Fahrt ins Nubra-Tal Leh - Sumur Camp
Morgens
Fahrt hinauf über den höchsten befahrbaren Pass der Welt, den
Khardungla-Pass (5.602 m), mit herrlichem Blick auf Leh, hinunter in die
weite Hochgebirgswüste mit sattgrünen Flussoasen des Nubra-Tals. Halt
in Khalsar (3.018 m).Weiter nach Diskit,
wo sich malerisch auf einer Bergspitze gelegen Von den am Berghang
hinauf gestaffelten Gebäuden sehen Sie weit hinein in das breite Tal
mit dem von Gletschern gespeisten Shyok-Fluss. Besichtigung der alten
Wandmalereien mit den Wächtern der vier Himmelsrichtungen und Schützern
der Lehre. Während der Fahrt nach Hunder,
einer Oase mit einem hübschen Dorf zwischen Bäumen und Flussarmen und
einem kleinen Kloster, sind hohe Sanddünen und eventuell Kamele zu
sehen. Rückfahrt nach Sumur (3.096 m). Übernachtung im Bungalow (155 km).
Wenn Sie diesen recht anstrengenden Tag geruhsam enden lassen möchten,
empfehlen wir Ihnen anstelle der Fahrt nach Hunder einen Spaziergang in
die schöne Umgebung von Sumur.
7. Tag Sumur /
Camp - Leh
Morgens Besichtigung des
Klosters Samstemling (über
150 Jahre alt) mit einer beeindruckenden Sammlung von Thankas und sehr
gut restaurierten Wandmalereien. Es wurde 1962 vom Dalai Lama geweiht. Rückfahrt
nach Leh. Ankunft spät nachmittags (125 km).
8. Tag Leh
Morgens Besuch bei einer Schamanin.
Sie hat die außergewöhnliche Gabe, im Trancezustand Krankheiten zu
erkennen und Therapien zu empfehlen. Neben Ladakhis und Touristen kommen
auch immer indische Soldaten, die hier stationiert sind, zu ihr.-
Weiterfahrt nach Choglamsar, wo in den 70er Jahren das Flüchtlingslager „Sonamling“
entstand. Hier haben sich vor allem die aus dem von China besetzten Teil
des Changtang-Plateaus stammenden Tibeter angesiedelt. Da sie den Status
von Flüchtlingen haben, bekommen sie in Indien nur eine
Aufenthaltsberechtigung, die alle 6 Monate zu erneuern ist. 1975 wurde
ein SOS-Kinderdorf gebaut. Außerdem gibt es ein kunstgewerbliches
Zentrum, in dem tibetische Teppiche geknüpft werden. Ebenfalls in
Choglamsar befindet sich die „Schule für buddhistische
Philosophie“. Hier lernen Mönche die tibetische Sprache, Schrift,
Literatur, Geschichte, buddhistische Philosophie sowie Sanskrit.(14 km).
Nachmittag zur freien Verfügung.
9. Tag Zweitägige Fahrt zum Kloster Lamayuru: Leh
- Uletopko
Auf der Fahrt dorthin Besichtigung des Klosters Likir (12. Jh., Gelbmützen), das in einem Seitental des Indus liegt
und imposant den ganzen Taleinschnitt beherrscht. Hervorgehoben werden
sollte der Tempel der Schützer der Lehre, der von einem bekannten
ladakhischen Maler in zweijähriger Arbeit eindrucksvoll gestaltet
wurde. Das Kloster hat auch eine Mönchsschule. Das Dorf Likir besitzt
ein Kunstgewerbezentrum, sodass sich hier zahlreiche Kunsttischler und
Maler angesiedelt haben.
Ca. 1-stündige Weiterfahrt zum Kloster Alchi,
Weltkulturerbe, das im 11. Jh. von Lotsawa Rinchen Zangpo (958 -1055),
dem berühmten Übersetzer und Gründer von 108 Klöstern errichtet
wurde. Er hat sich vor allem um die Übersetzung der buddhistischen
Texte aus dem Sanskrit ins Tibetische große Verdienste erworben, die
die Voraussetzung für die Verbreitung der Lehre in Tibet und die damit
einsetzende kulturelle Blütezeit war. Er verstand es, eine begeisterte
Gruppe von tibetischen und kaschmirischen Künstlern zur Schaffung von
Alchi zu inspirieren. Die Lage des Klosters ist einzigartig in Ladakh:
es liegt in einem Aprikosenhain, im flachen Gelände und nicht trutzig
aufBergeshöhen wie die künftigen Klöster des Landes. Sein Aufbau ist
der eines nicht mehr klar erkennbaren Mandala (religiöses Bildmuster
zur Konzentrations- und Visualisationshilfe), das auch im Mittelpunkt
der Ausgestaltung der Klosterräume steht. Ein weiterer Themenkreis sind
die Darstellungen der fünf Dhyani-Buddhas. Die abgebildeten Buddhas
sind in Alchi noch alle friedvoll. Erst mit dem verstärkten Einfluss
Tibets werden in den folgenden Jahrhunderten auch die zornigen und
Furcht einflößenden Buddhas und Bodhisattvas in die Ikonographie der
Klöster aufgenommen. Dieser zornige und oft erschreckende Ausdruck soll
die buddhistische Lehre schützen, die Menschen aus ihrer Lethargie
wachrütteln und zu religiöser Aktivität anspornen.
Der berühmteste Tempel in Alchi ist der dreistöckige Sumtsek-Tempel. Im unteren Raum stehen in drei Nischen die ca. 4 m
hohen Figuren der Bodhisattvas (Tschenresi, Buddha des Mitleids),
Maitreya, Buddha der Liebe und Manjushri, Buddha der Weisheit, der immer
mit einem Flammenschwert abgebildet ist, das die Wurzeln der
Unwissenheit durchschneiden soll, mit den jeweils ihnen zugeordneten
Buddhas, die in Miniaturmalereien die Wände voll bedecken. Interessant
sind auch die Malereien auf dem Beingewand des Avalokiteshvara, die höfische
Szenen aus dem damaligen Kaschmir darstellen. Auch die holzgeschnitzten
Türeinfassungen zeigen typische Kunstformen Kaschmirs: Blätter und üppiges
Rankenwerk mit dem darübergesetzen, typischen Kleeblattbogen.
Kurze Weiterfahrt zum Kloster Rizong, gegründet um 1841 von dem
reichen Kaufmann Tsultim Nima. Dieser hatte auf dem Platz des heutigen
Klosters nach einer mühevollen Karawanenreise aus Tibet kommend eine Quelle mit
wohlschmeckendem Wasser entdeckt und geschworen, hier ein Kloster zu
errichten. Später wurde er selber Lama seines Klosters, das zum
strengen Gelbmützenorden gehört.
Die Quelle liegt eingefasst beim Nonnenkloster Chomoling in einem
Aprikosenhain. Das Kloster Rizong liegt dahinter, hoch aufgetürmt in
einem engen Talboden. Die Mönche führen ein abgeschiedenes Leben mit
strengen Regeln. Im Dukhang kann die für Ladakh selten ausführliche
Darstellung der Lebensstationen des historischen Buddhas besichtigt
werden. – Fahrt nach Uletokpo, wo Sie im schönsten Zeltcamp von
Ladakh übernachten. (ca. 80 km)
10. Tag Uletopko - Lamayuru - Leh
Morgens
Fahrt zum Kloster Lamayuru , das in einer eindrucksvollen
Erosionslandschaft liegt (genannt: Moonland). Besichtigung des Klosters
(Rotmützenorden), das im 11. Jh. auf einem alten Bön-Heiligtum gegründet
wurde .Es ist ein heiliger und kraftvoller Ort, der von vielen Yogis zur
Meditation in den umliegenden Höhlen genutzt wird. Auch der große
buddhistische Heilige Naropa (geb. 1016, gest. 1100) meditierte hier in
einer Höhle, die in das Kloster integriert wurde. Sehr eindrucksvoll
und leicht verständlich ist die schöne, 2 m hohe Statue des Tschenresi,
des Bodhisattvas des Mitleids, dem beliebtesten Schutzheiligen Tibets,
dessen Kopf in elf Köpfe zerspringt und der 1000 Arme mit Augen auf den
Handflächen bekommt, damit er das Leid in der Welt erkennen, mitfühlen
und helfen kann. Eventuell besteht die Möglichkeit während einer Puja
anwesend zu sein. – Auf der Rückfahrt nach Leh Halt in Basgo,
der ehemaligen königlichen Residenz mit einer Burganlage. Besichtigung
des schönen Maitreya-Tempels, der Mitte des 16. Jh. von König Tsewang
Namgyal errichtet wurde und in dem sich eine 10 m hohe Figur des Buddha
Maitreya (Buddha der Zukunft) in der seltenen europäischen Sitzhaltung
befindet. Die alten Wandmalereien aus dem 16. Jht. werden gerade von
indischen Spezialisten mit den alten Mineralfarben liebevoll
restauriert. (insg. ca. 177 km)
11. Tag Leh
zur freien Verfügung.
12. Tag
Leh - Delhi
Transfer zum Flug nach Delhi – Ausruhen und Übernachtung in einem
Hotel in Delhi.
13. Tag
Delhi
Stadtrundfahrt (ganztägig, optional gegen Aufpreis). Abends Transfer zum Flugplatz für Ihren Rückflug.
14. Tag
Delhi Abreise
Abflug von Delhi nach Deutschland. Ankunft am gleichen
Tag.
ENDE DES PROGRAMMS!
Ausrüstung: Feste Schuhe, Sandalen für die Klosterbesichtigungen; wegen der
intensiven Sonnenstrahlung in großer Höhe: Sonnenschutzcrème,
Kopfbedeckung, Staubschutz, langärmlige Baumwollkleidung, leichter
Baumwollanorak, Schlafsack. Für den Fall eines Klimasturzes: Pullover. Viel Trinken
und Vitamin C helfen bei der Akklimatisierung. Aspirin. Taschenlampe für
die Klöster. Bitte kein Blitzlicht in den Klöstern.
Hinweis:
Die großen Höhen stellen anfangs eine nicht zu unterschätzende körperliche
Belastung dar. Sie sollten sich deshalb in guter körperlicher
Verfassung befinden und zur Sicherheit vor Buchung der Reise Ihren Arzt
konsultieren.
Zum guten Gelingen dieser Reise beitragen werden Ihr Verständnis und
Teamgeist bei unvorhersehbaren Situationen.
Durchführung der
Reise ab zwei Personen. Einzelzimmerpreis auf Anfrage!
Eingeschlossene Leistungen: Transfers, Transport im Taxi und geschlossenen Jeeps,
innerindische Flüge, Vollverpflegung (in Delhi nur Frühstück,
Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad, WC in sauberen Mittelklassehotels (die besten in Ladakh verfügbaren).
1 Übernachtung in einem gepflegten Zeltcamp in bequemen Doppelzelten in
Uletokpo, 1 Übernachtung in einem modernen, sauberen Bungalow im
Doppelzimmer mit Bad/WC in Sumur im Nubra-Tal, in Delhi Übernachtung im
zentral gelegenen Hotel The Park http://newdelhi.theparkhotels.com/
, Englischsprachige Reiseleitung (u.U.
auch in Deutsch möglich), Eintrittskosten für die Klöster,
Reisepreissicherungsschein.
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