INDIEN

Name: Wanderung vom Tso-Kar zum Tso Moriri See See (LT-2)

Code: LT-2      Dauer: 7 Tage
Gebiet: östliches Ladakh-Rupshu
Anreise:
ab / bis
Leh
Beste Reisezeit
:
Juni - September
Höhenbereich:   3.504 (Leh) – Wanderung:  4.600 m (Pässe ca. 5.400)
Schwierigkeitsgrad:   leicht, wenn ausreichende Akklimatisierung an die Höhe vorhanden ist. Diese erreicht man normalerweise nach einem mindestens 5-tägigen vorherigen Aufenthalt in Leh und Umgebung.
Beste Jahreszeit:   Juni - Mitte September
Dauer ab/bis Leh:
   7 Tage

Grundsätzliches:
Die überwältigende Natur des Himalaya können Sie in ihrer Ursprünglichkeit nur auf  Bergwanderungen
erfahren. Diese erfordern aus folgenden Gründen eine expeditionsmäßig ausgerüstete Begleitmannschaft:
In den nur wenig besiedelten Gebirgen Kaschmirs und Ladakhs gibt es keine Hütten oder Hotels in Tagesetappen und kaum eine Möglichkeit, unterwegs Vorräte zu kaufen, so dass alles zum Leben Notwendige mitgenommen werden muss. Dies empfiehlt sich auch aus Rücksichtnahme auf das empfindliche Gleichgewicht zwischen der Natur und den Menschen hier, die unter großen Mühen dem wenigen kultivierbaren Boden gerade die Nahrung für ihren eigenen Bedarf abringen können. Gleiches gilt für das Brennmaterial: es sollte nichts abgeholzt, sondern mitgebrachtes Kerosin verwendet werden. Hinzu kommt, dass viele Wege relativ wenig begangen werden und streckenweise durch Erdrutsche und Wettereinflüsse verschwinden können, dass Flüsse oft keine Brücken haben und bei Regen innerhalb kurzer Zeit zu unüberwindlichen Barrieren werden können und die Tragfähigkeit von Schneebrücken und Gletscherfeldern nur von Ortskennern beurteilt werden kann.

Deshalb sind für Wanderungen in diesem Teil des Himalaya
   -  ein verantwortungsbewusster, erfahrener und ortskundiger Führer
   -   Ponies und/oder Träger für das Gepäck und die Ausrüstung
   -   ein Koch, der die Mahlzeiten unterwegs frisch zubereitet und Hilfspersonal
notwendig.
 
2-Personen-Zelte mit Schlafunterlagen werden zur Verfügung gestellt. Als wohltuend empfindet der höhenungewohnte und daher leichter ermüdbare Mitteleuropäer den Transport seines Gepäcks auf den Ponies.

Wanderung „vom Tso-Kar-See zum Tso Moriri-See“
Die Wanderung führt vom Tso-Kar-See durch aride tibetische Hochsteppe über einige Pässe zum Tso Moriri-See. Das Tso-Kar-Becken (Höhe: 4.530 m) war früher mit einem Süßwasser-See gefüllt, der nun am Austrocknen ist. Es haben sich zwei Seen gebildet, der Startsapuk-See, ein Brackwasser-See, ca. 300 ha groß im Süden und im Norden der Tso-Kar-See ca. 2200 ha groß mit stark salzhaltigem Wasser. Der Startsapuk-See ist vom Oktober bis März gefroren und wird von Quellen und Schmelzwasser gespeist, während der türkis-blaue Tso-Kar-See keinen dauernden Wasserzufluss hat. Früher betrieben die Nomaden Handel mit seinem Salz.
An den Ufern beider Seen nisten seltene Wasservögel. In den Nasswiesen sind mit viel Glück Schwarz-Hals-Kraniche auszumachen.


Der Tso Moriri-See in 4.511 m Höhe ist ca. 19 km lang, 7 km breit und 40 m tief. Er wird von Quellen und Schmelzwasser gespeist. Von Oktober bis März ist er zugefroren. An seinem Süd-West-Ende bewässern einige Flüsse aus dem See ein ausgedehntes Marschland, Brutplatz vieler seltener Wasservögel. In seinem Wasser, dessen Farben von Tiefblau bis Helltürkis reichen, spiegeln sich über 6000 m hohe schneebedeckte Berge. Die Farbenpracht beider Seen wird intensiviert durch die reine, sehr trockene Luft.

Auf der Wanderung werden Sie Nomaden mit ihren Schaf- und Ziegenherden begegnen. Sie können wilde Esel, genannt Kyang, sehen, Yaks, Murmeltiere, Blauschafe und die scheuen tibetischen Antilopen beobachten. Dafür eignet sich am besten ein Fernglas.
Sie befinden sich in einem Natur- und Wildschutzgebiet und dürfen keine Pflanzen mitnehmen. Auch sollten Sie sich ruhig verhalten, um Tiere nicht zu verscheuchen.

1. Tag  Fahrt Leh – Tso Kar-See (ca. 157 km)
Die Fahrt von Leh über Upshi, wo die Straße abbiegt geht durch das farbenprächtige Tal von Meru durch das Dorf Gya, eines der ältesten Dörfer der Gegend. Es wurde früher als Tor nach Leh betrachtet, wenn man von Lahul/Spiti kam. Fahrt über den Taglang-La-Pass (5.260 m). Erkundung des Tso-Kar- und Startsapuk-Sees. Zeltübernachtung in der Nähe des Tso-Kar-Sees.


2. Tag  Beginn der Wanderung – Vom Tso-Kar-See nach Nuruchan (4-5 Std.)

Es geht an den Ufern beider Seen entlang nach Süden über einen kleinen Pass bis Nuruchan.
In dieser Gegend sind oft wilde Esel (Kyangs) zu sichten. Um Nuruchan gibt es große Herden von Ziegen (die die beliebte Kashmir-Wolle liefern) und Schafe. Ihre Besitzer, Nomaden, leben hier im Sommer in ihren Zelten, die oft mit Solarzellen ausgerüstet sind.

3. Tag  Nuruchan – Rajung Karu (4-5 Std.)

Leichte Passüberquerung, dann geht es durch ein Tal an einem Fluss entlang.


4. Tag  Rajung Karu – Gyama (6-7 Std.)

Heute geht es über den Kyamayuri-Pass (5.400 m) in etwas über 2 Stunden, die ermüdend sind. Nach der Taldurchquerung über einen kleineren Pass. Nach 2 Flussdurchquerungen ist Gyama erreicht.


5. Tag  Gyama – Korzok (7-8 Std.)

Leichte Wanderung am Fluss entlang zum Yalung Nyau-La-Pass (5.400 m), der in zwei Stunden erreicht ist. Von dort weiter Blick auf die schneebedeckten 6- und 7-Tausender und den Tso Moriri-See. Dann geht es steil hinunter nach Korzok, dem größten Dorf der Gegend und einer der ältesten Siedlungsplätze der Welt.


6. Tag  Aufenthalt in Korzok am Tso Moriri-See

Hier gibt es ein altes, sehenswertes Kloster. Kleine Wanderung am See entlang.


7. Tag  Rückfahrt von Korzok über Mahé am Indus entlang nach Leh (220 km)


Von den Teilnehmern mitzubringen:
Schlafsack, Rucksack oder besser Seesack, Taschenlampe, gute Wanderschuhe, Wassersandalen für die Flussdurchquerungen, Regenschutz mit Kapuze, Pullover, warme Jacke mit Kapuze, leichte Baumwollkleidung mit langen Ärmeln, gute Sonnenbrille, sehr starke Sonnenschutzcrème, Wasserflasche, Mikropurtabletten, Heftpflaster, Aspirin, Sonnenschutz für den Kopf, großes Tuch gegen Staub auf der Fahrt.

Leistungen:
Transport in geschlossenem Geländewagen, Ponies für das Gepäck. Doppelzelt mit Schlafunterlagen, frische Vollverpflegung. Führung in englischer Sprache.

Nettopreis bei einer Beteiligung von 2 – 4 Personen:  972,- € pro Person

Hinweis: Die großen Höhen stellen auch für einen gesunden Menschen in den ersten Tagen des Aufenthalts in Ladakh eine Belastung dar. Deshalb sollten Sie die Fahrten zu diesen Seen, die in große Höhen führen, möglichst weit ans Ende Ihres Aufenthaltes setzen. Konsultieren Sie vor Buchung dieser Reise zur Sicherheit Ihren Arzt. – Zum guten Gelingen dieser Reisen beitragen werden Ihr Verständnis und Teamgeist bei unvorhergesehenen Situationen

Interesse? Melden Sie sich.

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