INDIEN Baustein Zanskar für die Reise LN 05:
Z  Baustein
05

 

Die 14-Tage-Reise nach Ladakh (LN 05) kann wie folgt erweitert werden:

10. Tag   Uleytopko - Kargil
Nach der Besichtigung des Klosters Lamayuru (Beschreibung siehe Reise LN 05) Fahrt über den Fatu-La-Pass (4.094 m) und den Namika-La-Pass (3.718 m) über Mulbekh (10 m hohes Felsrelief des Buddha Maitreya aus dem 8. Jh.) nach Kargil, dem Hauptort der moslemisch-schiitischen Baltis. Übernachtung in einem sauberen Hotel in Doppelzimmern mit Dusche/WC. (106 km)

11. Tag   Kargil - Padam
Frühmorgens Abfahrt von Kargil (235 km). Es geht entlang des wild schäumenden Suru-Flusses durch das gleichnamige grüne Tal, durch Dörfer mit moslemisch-schiitischer Bevölkerung, die von den reichen Erträgen ihrer Felder lebt. Hinter Panikkar wird die Bergwelt dramatischer und rückt näher an die Straße, die ab Parkatschik nur noch eine bessere Jeeppiste ist. Gleich hinter dem Ort sieht man rechts die Abbrüche des Shafat-Gletschers in den brausenden Fluss, der Sie eine Weile begleitet. Ebenfalls rechter Hand sind ab Parkatschik die höchsten Berge des heutigen Kashmirs, die Berge Nun und Kun (7.135 m) zu sehen. Dann öffnet sich das Tal und Sie gelangen entlang Blumen übersäter Wiesen, vorbei an neugierigen Murmeltieren zur sumpfigen Hochebene von Rangdom. Die Ebene ist umsäumt von hohen, vielfarbigen Bergen. In der Ferne steht auf einem kleinen Berg das Kloster Rangdom (16. Jh.), religiöser Mittelpunkt dieser Gegend. 
Nun geht die Fahrt auf langsam ansteigender Straße durch sehr reizvolle Berglandschaften mit kristallklaren Bächen, kleinen Seen, Wiesen mit Enzian, Edelweiß und blauem Mohn (nur in der Nähe von Steinen wachsend, bitte nicht abpflücken) bis zum Pensi-La-Pass (4.401 m). Mit seinen Schneemassen schneidet er das Zanskar-Tal ca. acht Monate im Jahr von der Außenwelt ab. Im Winter mit Temperaturen von bis zu 35 Grad minus können die Bewohner Zanskars nur zu Fuß auf dem vereisten Fluss das Dorf Nimmu am Indus-Fluss und Leh erreichen. Vom Pass geht es steil hinunter ins Tal des Stod-Flusses vorbei an den gewaltigen Eismassen des Durung Drung-Gletschers, einer der größten Gletscher des Himalaya. Eine weite, von Bergen umgebene Talebene mit Weideflächen und kleinen Feldern öffnet sich. Bis in 4000 Meter Höhe wird hier Gerste angepflanzt. Vorbei geht es an den kleinen Dörfern Abran, Tungri, Sani nach Padam, der kleinen Hauptstadt Zanskars. Dort Übernachtung in einem sehr einfachen, sauberen Hotel
in Doppelzimmern mit Dusche und WC.

12. Tag   Padam
Nach der anstrengenden Fahrt des Vortags heute geruhsamer Tagesausflug in die nahe Umgebung Padams. Zuerst geht es in kurzer Fahrt zur Lamdon-Schule. Sie wurde von einer französischen Lehrergruppe errichtet und gilt heute als die beste Schule Zanskars. Sie erleben den Morgen-Appell, bei dem hunderte von fröhlichen Kinderstimmen das Mantra von Manjushri, dem Bodhisattva der Weisheit und Literatur, 108 Mal rezitieren. 
Nach kurzer Weiterfahrt erreichen Sie das von weitem wie ein Schwalbennest an den Berg gebaute Kloster Karsha. Es ist das größte und reichste Kloster Zanskars. Ihm gehören ca. 120 Mönche an. Dem Kloster gehören viele Felder in der Umgebung, die den Bauern verpachtet worden sind. Phagspa Shesrab, ein Zeitgenosse des berühmten Übersetzers Lotsawa Rinchen Zangpo soll das Kloster im 11. Jh. an der Stelle eines alten, Padmasambhava zu Ehren errichteten Gebetsraums gegründet haben. Aus dieser Zeit stammt der Chamba Ling (auf dem Weg ins Hauptkloster in der Nähe von drei weißen Chörten (Stupas), ein zweistöckiges Gebäude, das dem Buddha Maitreya geweiht ist und vor ca. 30 Jahren restauriert wurde. Der weiter oberhalb gelegene Labrang, ebenfalls aus dem 11. Jh. (das Abtsgebäude) ist ein dreistöckiger Bau und enthält die zweistöckige Figur des Buddha Maitreya aus dem 17. Jh. sowie eine Darstellung des Avalokiteshvara (Tschenresi). Sehr schön sind die alten, noch gut erhaltenen Wandmalereien aus dem 11./12. Jh., die u.a. den Urbuddha Vairocana zeigen, dem auch in Alchi große Verehrung zuteil wird. Vairocana ist hier mit weißer Körperfarbe und mit vier Gesichtern dargestellt. Seine zierlichen Hüften und die betonten Körperlinien sind von der indischen Kunstrichtung jener Zeit beeinflusst.

Die Erweiterungsbauten des 15. Jh. staffeln sich am Berghang empor. Die Wandmalereien im
Tschokhang (unterer Versammlungsraum) aus dem 17. Jh. stammen von Dzadpar Dorje, dem Maleryogi aus Dzongkul und sind von hohem künstlerischen Wert. Sie zeigen typische Themen der Gelugpa-Schule (Gelbmützen-Orden) wie Buddha Shakyamuni, die 16 Arhats, die 35 Buddhas der Sündenvergebung, mehrere Bodhisattvas und Tsongkapa, den Gründer dieser Schule. Der Dukhang (die obere Versammlungshalle) zeigt am Eingang das übliche Lebensrad. Die Bemalung stammt aus neuester Zeit. Auf dem Altar stehen die Figuren von Buddha Shakyamuni und seiner zwei Hauptschüler. An den Dukhang schließt sich der Gongkhang (Schutzgottheitenraum) an. Um die Eingangstür ist die Darstellung von Yamantaka zu sehen, der seine Gefährtin umfängt. 8 Holzchörten erinnern an wichtige Ereignisse im Leben des Buddha Shakyamuni. In Glasvitrinen sind zahlreiche Bronzen erwähnenswert. Hinter einer Tür werden ein sechsarmiger Mahakala (zornig aussehende Schutzgottheit) und zahlreiche Masken für die Tanzfeste aufbewahrt. – Ebenfalls aus der Frühzeit des Klosters stammt das Tschu-Tschik-Shal-Kloster auf der gegenüberliegenden Seite des Baches. Es wird von ca. 20 Nonnen bewohnt. Der Hauptraum ist mit einer Figur des 11köpfigen Avalokiteshvara aus dem 11. Jh. geschmückt und die interessanten Fresken erinnern an Alchi.
Auf dem Gang durch das Dorf können Sie die Schule besichtigen, die von einer Deutschen finanziert wurde.

Nach kurzer Weiterfahrt erreichen Sie das Kloster
Sani, das mit der Geschichte des Mahayana-Buddhismus eng verbunden ist und eine der legendenumwobensten und heiligsten Stätten des Westhimalaya ist. Der am Kloster stehende Kanishka-Stupa soll von dem kaschmirischen König Kanishka im 2. Jh. gestiftet worden sein. Eine Reliquie Buddhas soll sich in ihm befinden. Im 8. Jh. meditierte hier in der Nähe in einer Höhle Padmasambhava (buddhistischer Yogi) und führte machtvolle Riten aus, um schwarzmagische Kräfte und unheilvolle Naturgeister zu bannen. Auch Naropa, der spätere Gründer des tibetisch-buddhistischen Kargyüpa-Ordens, meditierte sieben Jahre hier.
Zum ältesten Teil des Klosters gehört der Guru-Lakhang oder Padmasambhava-Tempel. Sein Leben und Wirken wird hier in bemalten Stuckdarstellungen geschildert. Der Naropa-Lakhang wird nur einmal im Jahr geöffnet. In ihm befindet sich eine große mit Juwelen geschmückte Figur des Heiligen und Verfassers der „Sechs Lehren des Naropa“. Der neue Teil des Klosters entstand im frühen 17. Jh. Die wunderschönen Malereien im Dukhang stammen von dem Yogi und Maler Dzadpar Dorje (18. Jh.).

Außerhalb des Klosters befindet sich einer der 8 heiligsten Verbrennungsplätze des Himalaya. Er wird heute nicht mehr benutzt und ist von einem Zaun umgeben, um die sehr alten Steinreliefs
wahrscheinlich 2. Jh.) zu schützen. Daneben steht ein neuer, großer Stupa zu Ehren des tibetischen Gurus des heutigen Meditationslehrers vom Kloster Lamayuru, Drubpon Lama Sonam Jorphel.

13. Tag   Padam
Auf der Ganztagsfahrt nach Stongde und Zangla stoppen wir am uralten Tempel von Pipiting, auf einem kleinen Berg inmitten der Talebene von Padam gelegen; er soll von Padmasambhava im 8. Jh. errichtet worden sein. Der heutige Bau stammt aus dem 17. Jh. Einige kunstvoll ausgeführte Fresken und Statuen lohnen den Besuch. Ob die wenigen hier wohnenden Mönche zum Öffnen anwesend sind, ist fraglich.
Weiter geht es zum Kloster Stongde, das wie eine Burg hoch am Berg liegt und dessen Gründung vor 1000 Jahren sagenumwoben ist. Der heutige festungsähnliche Bau stammt aus dem 15. Jh. und wurde von dem berühmten Übersetzer Zanskars Sakya Zangpo gegründet. Im Rahmen der großen Reformbewegung wurde dann hier die Gelugpa-Schule eingeführt. Dem Kloster gehören heute ca. 60 Mönche an. Schutzgottheit des Klosters wie der ganzen Gegend ist die weibliche Göttin Paldan Llamo, deren Figur in einem Glaskasten im Gonkhang (Schutzgottheitenraum) aufbewahrt ist.
Weiter geht es nach Zangla, einem ehemaligen kleinen Königreich, das an sich keine Sehenswürdigkeit bietet außer seiner halbverfallenen Burg, von der man eine herrliche Aussicht hat und in der 1832 der ungarische Tibetologe Csoma de Koros einen Winter verbrachte. Die Bergformationen sind mit ihren Farbschattierungen hier einzigartig schön. Im Dorf lebt noch heute ein Abkomme des ehemaligen Königs von Zangla.  Besichtigung des Nonnenklosters: Die ca. 20 Nonnen und Novizinnen (auch Ausländerinnen) betreiben eine Schule für die Kinder von Zangla.

Sie haben sich in der kargen Landschaft Zanglas eine blühende Oase geschaffen, in der auch der einzige Aprikosenbaum Zanskars bewundert werden kann.– Rückfahrt nach Padam. (insg. ca 80 km)

14. Tag   Padam
Vormittags: Nach kurzer Fahrt durch das Lingti-Tal, berühmt wegen seiner heilkräftigen Kräuter, erreichen Sie Bardan. Das Kloster Bardan wurde auf einem Platz errichtet, auf dem schon in vorbuddhistischer Zeit heilige Handlungen ausgeführt wurden. Das Kloster liegt einer Festung gleich auf einem riesigen Felsblock. Der aus dem 16. Jh. stammende Bau beherbergt eine alte Maitreya-Statue aus Kaschmir aus der späten Gandhara-Zeit, der wundertätige Kräfte zugeschrieben werden. Sie befindet sich im 1. Stock des Klosters. Im Versammlungsraum im Erdgeschoss sind wunderschöne Malereien des berühmten Maleryogis Dzadpar Dorjes zu sehen. Durch das Wirken der 40 Mönche des Klosters und seine Kontakte zu bhutanesischen Klöstern des gleichen Ordens (Drukpa-Kargyüpa) ist Bardan auch heute noch eines der bedeutendsten geistigen Zentren Zanskars. (20 km)
Nachmittags ca. einstündige, leichte Wanderung zum über Padam gelegenen, in einem Pappelhain versteckten Kloster Stagrimo, errichtet im 18. Jh. von Chösje Nawang Gyaltsen aus Bhutan, des Vertrauten und Gurus des damaligen Königs von Ladakh und gehört wie Bardan zum Drukpa-Kargyüpa Orden. Es kann nicht vorausgesagt werden, ob die Mönche mit einer Führung durch das Kloster und die damit verbundene Störung ihres Klosterlebens einverstanden sind. Aber schon der Anblick dieses kleinen bunten Juwels in der erfrischenden, von einem Bach durchzogenen Klosteroase und der Blick von dort auf das weite Tal von Padam eignet sich gut, um Abschied zu nehmen von einem einzigartig schönen Flecken Erde.

15. Tag   Padum - Kargil
Rückfahrt von Padum nach Kargil (235 km). Übernachtung in Kargil.

16. Tag   Kargil - Leh
Rückfahrt von Kargil nach Leh (230 km). Wenn es die Zeit erlaubt, unterwegs Besichtigung des Chamba-Tempels von Basgo (Beschreibung siehe Detailprogramm LN 05).

17. Tag   Leh
Tag zur freien Verfügung.

18. Tag   Leh - Delhi
Transfer zum Flug nach Delhi – Ausruhen und Übernachtung in einem Hotel in Delhi.

19. Tag   Delhi
Stadtrundfahrt (optional gegen Aufpreis). Abends Transfer zum Flugplatz für Ihren Rückflug.

20. Tag   Delhi Abreise
Abflug von Delhi nach Deutschland. Ankunft am gleichen Tag.
ENDE DES PROGRAMMS!

Ausrüstung: Feste Schuhe, Sandalen für die Besichtigung der Klöster; wegen der intensiven Sonnenstrahlung in großer Höhe: Sonnenschutzcrème, Kopfbedeckung, Staubschutz, langärmlige Baumwollkleidung, leichter Baumwollanorak, Schlafsack. Für den Fall eines Klimasturzes: Pullover. Viel Trinken und Vitamin C helfen bei der Akklimatisierung. Aspirin. Taschenlampe für die Klöster. Bitte kein Blitzlicht in den Klöstern.

Hinweis: Diese Reise in großen Höhen verlangt eine gute körperliche Kondition und Belastbarkeit. Die Straße von Kargil nach Padum (Zanskar) geht später in eine Jeeppiste über und ist in schlechtem Zustand. Unwägbarkeiten der Natur kommen hinzu. Es ist manchmal Geduld angesagt und die Bereitschaft mit Verständnis und Teamgeist auf unvorhersehbare Situationen zu reagieren.

Durchführung der Reise ab zwei Personen. Einzelzimmerpreis auf Anfrage!

Eingeschlossene Leistungen: Transport/Transfers im Taxi/geschlossenem Jeep, volle Verpflegung (in Delhi nur Frühstück), Übernachtungen in Kargil in sauberem Hotel, in Padum in sehr einfachem, sauberen Hotel und in Leh in gutem Hotel jeweils im DZ mit Dusche/WC, in Delhi Übernachtung im zentral gelegenen Hotel The Park http://newdelhi.theparkhotels.com/ ,Englischsprachige Reiseleitung (u.U. auch in Deutsch möglich), Eintrittskosten für die Klöster. Reisepreissicherungsschein.

Interesse? Melden Sie sich.

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