Indien Rundreise nach Kaschmir, Ladakh und Nubra Tal

Indien Rundreise - nach Kaschmir, Ladakh und Nubra Tal

Übersicht

Name: Reise nach Kaschmir, Ladakh und Nubra Tal
Code: KLN 05
Dauer: 16 Tage /
Gebiet: Nordindien / Kaschmir-Ladakh
Anreise: ab / bis Delhi
Beste Reisezeit: Juni – September
Individuelle Änderungen auf Anfrage möglich!


Delhi - Srinagar - Kargil - Alchi - Leh - Nubra Tal - Leh - Srinagar – Delhi
Auf dieser Reise erleben Sie einige der schönsten Regionen des westlichen Himalaya:
 
Etwas über eine Flugstunde von Delhi entfernt liegt in einem Hochtal im Himalaya in 1600 m Höhe das Kaschmir-Tal mit seinem gemäßigten Klima, seiner reinen, trockenen Luft, seiner üppigen Vegetation, seinen Seen, Wäldern und großartigen Gebirgslandschaften. Hierher zog es schon die indischen Moghulkaiser und später dann die Engländer, wenn sie dem Monsunklima Indiens entfliehen wollten. Sie werden auf einem Luxus-Hausboot auf dem Dal-See in Srinagar wohnen und verwöhnt werden.
 
Von hier aus werden Sie in 2-tägiger Autofahrt auf einer der schönsten Passstraßen der Welt Ladakh (West-Tibet) mit seinen eindrucksvollen „Mond“-Landschaften erreichen, seiner tibetisch-buddhistischen Kultur und seinen alten Kunstschätzen, die anders als im heutigen Tibet, hier erhalten blieben. Nach der Fahrt über die höchste Passstraße der Welt werden Sie das Nubra-Tal erleben. Es ist seit 1993 teilweise für den Tourismus geöffnet. Großartige Landschaften mit grünen Aprikosenhainen, Sanddünen mit Kamelen, hübsche Dörfer und uralte Klöster werden Sie beeindrucken.

Haben Sie Fragen?
Ihr Indien-Spezialist Stefan Meier
ist gerne für Sie da!

0049 9621 9609 764 meier@maya-travels.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

KURZPROGRAMM

1. Tag Abflug aus Deutschland
2. Tag Ankunft in Delhi – Srinagar: Abholung vom Flughafen und Transfer zum nationalen Flughafen – Weiterflug nach Srinagar, der Sommer-Hauptstadt Kaschmirs. Transfer zu Ihrem Hausboot auf dem Dalsee. Essen-Ausruhen. Teetrinken. Kleine Shikarafahrt (gondelähnliches Boot) auf dem See.
3. Tag Srinagar: Vormittags kurze Fahrt auf den Shankracharya-Berg mit seinem Tempel (1. Jh.). Weiter Rundblick auf die Stadt und Umgebung. Fahrt zu den Moghulgärten Nishat und Shalimar (17. Jh.) Kurze Weiterfahrt nach Harwan zu den Ausgrabungen einer buddhistischen Klosteranlage aus dem 3. Jh.n.Chr. Nachmittags Besuch des Museums.
4. Tag Srinagar: Tagesfahrt über Parihasapura (buddh. Kloster- und Stupaanlage 8. Jh.) und Khanihama (Schalweberei nach alten Mustern) nach Gulmarg, 2.700 m hoch gelegen, berühmter Touristenort und Wintersportgebiet. Fahrt mit der am höchsten hinaufreichenden Gondel der Welt (4000 m). Mittagessen in einem guten Hotel.
5. Tag Srinagar: Vormittags: Besichtigung der Shah-Hamadan-Moschee (1385), des Grabmals von König Zain-ul-Abidins Mutter, der Jamia-Moschee (1385). Bummel durch die Altstadt. – Nachmittag zu Ihrer Verfügung.
6. Tag Srinagar – Kargil: Fahrt nach Ladakh – Durch das grüne Kaschmir-Tal nach Sonamarg (2.740 m), einem malerisch inmitten Wiesen und Wäldern gelegenen Hochgebirgsort. Über den Zoji-La-Pass (3.525 m), den Ort Dras nach Kargil (2.655 m). Übernachtung dort in einem einfachen, sauberen Hotel.
7. Tag Kargil – Alchi - Von Kargil nach Mulbekh, wo der Beginn des buddhistischen Ladakhs durch ein 10 Meter hohes Felsrelief des Buddha Maitreya aus dem 8. Jh. markiert ist. Aufstieg der Straße zum Namika-La-Pass (3.718 m) und weiter hinauf zum Fatu-La-Pass (4.094 m). Besichtigung des Klosters Lamayuru aus dem 11. Jh. Übernachtung in Alchi
8. Tag Alchi – Leh – Am Morgen Besichtigung der Klöster Alchi (11. Jh.) und Likir (12. Jh.) und des Maitreya-Tempels der Burg von Basgo (16. Jh.). Am Nachmittag Ankunft in Leh, der Hauptstadt Ladakhs in 3.600 m Höhe. Übernachtungen in Leh in einem guten Mittelklasse-Hotel.
9. Tag Leh: Am Morgen kurze Fahrt hinauf zum alten Königspalast (16.Jh), dem Potala in Lhasa (Tibet) nachempfunden mit weitem Blick auf die Talebene von Leh und die umliegenden Berge. Weiterfahrt zu den Klöstern Tikse, Shey (15.Jh.) und Hemis (16. Jh).
10. Tag Leh: Fahrt zu den Klöstern Phyang (17. Jh.) und Spituk (15. Jh.). Nachmittags Besuch des ökologischen Zentrums von Leh.
11. Tag Leh – Sumur: 2-tägige Exkursion ins Nubra-Tal:
Fahrt von Leh über den fast immer schneebedeckten und nebelumhüllten Khardungla-Pass (5.602 m hoch, höchste Passstraße der Welt) hinunter zum Dorf Khalsar (3.018 m) im Nubra-Tal. Weiterfahrt zum Kloster Diskit (3.144 m) (16. Jh.), größtes Kloster im Nubra-Tal. Auf der Weiterfahrt nach Hunder, einem hübschen Dorf zwischen Bäumen und Flussarmen und einem kleinen Kloster, sind hohe Sanddünen und eventuell Kamele zu sehen. Rückfahrt nach Sumur (3.096 m), einem sehenswerten Dorf mit dem etwa 6 km entfernt liegenden Kloster Samsteling (über 150 Jahre alt). Übernachtung in Sumur im Bungalow. Die Fahrt nach Hunder kann auf Wunsch ersetzt werden durch einen erholsamen Spaziergang in die wunderschöne Umgebung von Sumur.
12. Tag Sumur (Nubra-Tal) – Leh: Morgens Besichtigung des Klosters Samsteling und Rückfahrt nach Leh. Ankunft am späten Nachmittag.
13. Tag Leh Vormittags Besuch des Museums im Königspalast von Stok. Nachmittag zur freien Verfügung.
14. Tag Flug Leh – Delhi – Transfer Hotel - Ausruhen
15. Tag Delhi: Stadtrundfahrt (ganztägig, optional gegen Aufpreis). Spätabends Einchecken zu Ihrem Rückflug nach Deutschland.
16. Tag Delhi Abreise: Rückflug – Ankunft in Deutschland

Reiseverlauf

F = Frühstück, M = Mittagessen (kann auch Lunchbox sein), A = Abendessen

01. Tag Anreise

Abflug aus Deutschland.

02. Tag Ankunft in Delhi – Srinagar A

Abholung vom Flughafen und Transfer zum nationalen Flughafen für den Weiterflug nach Kaschmir – Ankunft in Srinagar, der Sommer-Hauptstadt Kaschmirs. Transfer zu Ihrem Hausboot auf dem Dal-See. Ihr Boot liegt fest verankert; es ist komfortabel ausgestattet und hat 2-3 Schlafräume mit je einem Bad und WC, einen Essraum, einen Aufenthaltsraum mit Veranda und ein Sonnendeck (es können weitere Gäste in den anderen Zimmern auf dem Boot nächtigen). Es gibt ausgezeichnetes, nach Ihren Wünschen zubereitetes Essen und einen guten Service. Nachdem Sie sich ausgeruht und gegessen haben können Sie eine kleine Rundfahrt mit einer Shikara, einem gondelähnlichen, überdachten Ruderboot unternehmen.

03. Tag Srinagar F, M, A

Vormittags kurze Fahrt zum Shankracharya-Tempel, der hoch auf dem Ihrem Hausboot gegenüberliegenden Berg liegt. Er wurde im 2. Jh.v.Chr. durch den berühmten Kaiser Ashoka erbaut, der sich sehr um die Verbreitung des Buddhismus in Indien verdient gemacht hat. Der Tempel ist heute hinduistisch und ist dem Gott der Zerstörung und Erneuerung, Shiva, geweiht, dem im gesamten Himalaya besondere Verehrung zuteil wird. Als moslemische Herrscher im 14. Jh. die hinduistischen Herrscher in Kaschmir ablösten, wurde der Tempel Takt-i-Suleiman (Thron des Salomon) genannt. So spiegelt sich in der Geschichte des Tempels die Vielfalt der Kulturen wider, die in Kaschmir ihre Spuren hinterließen und hier zu einer eigenständigen Kultur verschmolzen. – Vom Berggipfel haben Sie einen weiten Rundblick auf die Stadt mit ihren Seen und Umgebung.
Weiter geht die Fahrt am Dal-See entlang zu den Moghulgärten. Nachdem die indischen Moghulkaiser Kaschmir im Jahr 1586 nach vielen vergeblichen Versuchen erobert hatten, bauten sie für sich überall im Land Moscheen und Paläste und legten prächtige Gärten an. Die Gärten in Srinagar sind terrassenförmig angelegt. Gepflegte Rasenflächen mit Blumenbeeten laden zum Verweilen ein. Zeugen alter Zeit sind riesige Chinar-Bäume (Himalaya-Platanen). Der größte unter ihnen ist der Nishat-Garten (übersetzt: Garten der Freuden), der 1633 von Asaf Khan angelegt wurde. Einige Kilometer weiter liegt der Shalimar-Garten (übersetzt: Garten der Liebe). Er wurde 1619 von Kaiser Jehangir für seine persische Frau Nur Jahan angelegt, die wesentlich zu seiner Gestaltung beitrug. Zwei Pavillons aus Marmor, ein kleiner Palast mit Pagodendach, umgeben von quadratischen Wasserbecken mit vielen Springbrunnen und riesige Rosenbeete erfreuen den Besucher. Nach kurzer Weiterfahrt ist Harwan erreicht, wo sich an einem Berghang die Ausgrabungen einer buddhistischen Klosteranlage aus dem 3.Jh. n.Chr. befinden. Hier wurden wunderschöne große Terracotta-Fliesen mit den Abbildungen von Menschen, Tieren und Pflanzen gefunden, von denen ein Teil im Museum von Srinagar zu sehen ist. Von der Anlage aus schöner Blick auf das Tal.
Nachmittag: Besuch des Museums. Es sind viele Statuen und Reste von Tempelbauten zu sehen, die in Kaschmir ausgegraben wurden. In einem Saal werden wunderschöne, alte Kaschmir-Schals gezeigt, deren meisterhafte Anfertigung Kaschmir im 18./19. Jahrhundert bei der Damenwelt Europas bekannt gemacht haben. (einen schenkte Napoleon seiner Josephine und Queen Victoria von England erhielt jedes Jahr drei dieser Schals aus Kaschmir).
 

04. Tag Srinagar Tagesfahrt nach Gulmarg F, M, A

Auf dem Weg nach Gulmarg geht es zuerst nach Parihasapura, wo Sie die Reste einer buddhistischen Klosteranlage und die Grundmauern der wohl größten Stupa der Welt sehen können (8./9. Jh.n.Chr.) Sie stammen aus der Zeit König Lalitadityas, dem eine Reihe großartiger Tempelbauten zu verdanken sind. Er wollte hier seine neue Hauptstadt errichten (ein Projekt, das auch die heutige Landesregierung ins Auge gefasst hat, worauf die Grundstückspreise kräftig anstiegen!)
 Es geht weiter in Richtung Gulmarg nach Khanihama, wo früher die wertvollen Khani-Schals angefertigt wurden und wo heute versucht wird, die alten Muster nachzuweben.
Herrliche Landschaften mit, grünen Feldern umgeben von Bergen, begleiten Sie auf der Fahrt nach Gulmarg. Die Straße steigt an und Sie fahren durch dichte Zedernwälder, die immer wieder den Blick freigeben auf weite Tallandschaften, hinter denen sich die hohen Berge des Karakorums erheben. Gulmarg (übersetzt: Blumenwiese) zieht zu jeder Jahreszeit Touristen aus aller Welt an. Auf der riesigen Hochalm kann man Golf spielen, Pferde reiten, im Winter Ski und Schlitten fahren. Seit kurzem ist die Attraktion Gulmargs eine Gondel, die bis zu einem Berggipfel in 4000 Metern Höhe führt, von dem man einen sehr weiten Blick auf die 7- und 8tausender des Karakorums hat, unter ihnen der Nanga Parbat. Diese höchste Gondel der Welt zieht im Winter auch viele Skifahrer aus dem Westen an, die von hier steile Hänge oder gemütliche Pisten hinabfahren. Nach der Gondelfahrt Picknick auf einer grünen Wiese. Wenn noch Zeit ist, können Sie sich auch auf eines der kleinen Pferde wagen, die immer von einem Mann begleitet werden und damit die Gegend erkunden. (im Sommer sind eine Menge Affen zu sehen!).

 05. Tag Srinagar F, M, A

Vormittag: Fahrt in die Altstadt Srinagar, wo Sie sich in manchen Vierteln in die alten Zeiten der Zünfte Europas zurückversetzt fühlen. Zuerst werden Sie die Shah-Hamadan-Moschee sehen, ein Juwel kaschmirischer Holzarchitektur, erbaut wahrscheinlich um 1384. Beim Bau wurde ohne Nägel gearbeitet. Das pagodenähnliche Dach mit seinem schirmförmigen Dachreiter zeigt buddhistische Reminiszenzen und ist typisch für den kaschmirischen Baustil der frühen Moslemzeit. Die Außenwände zieren farbenprächtige Lackmalereien. Nur Moslems wird Eintritt gewährt. Ganz in der Nähe steht das Grabmal von Zain-ul-Abidins Mutter: Der Kuppelbau aus dem 15. Jh. steht sichtbar auf den Resten eines Hindu-Heiligtums und die ihn umgebende Mauer mit ihren typischen Bögen stammt ebenfalls aus Hindu-Zeiten. In den alten Gräbern an dem Mausoleum liegen die sterblichen Überreste des Königs Zain-ul-Abidin (regierte von 1417 – 1469), auch Badshah genannt, den die Kaschmiris noch heute wegen seiner segensreichen Herrschaft verehren, und anderer berühmter Männer des moslemischen Kaschmir.
Weiter geht es zur Jamia-Moschee, der größten Moschee Srinagars, erbaut 1402, mehrmals abgebrannt und wieder aufgebaut. Der heutige Bau ist ein typisches Beispiel für den indo-sarazenischen Baustil. Über 400 Pfeiler aus Zedernholz tragen die riesige Konstruktion mit Pagodendach und den typischen schirmförmigen Dachreitern. Diese Moschee kann auch von Nicht-Muslims betreten werden. Vor der Moschee befindet sich ein großer Markt, in dem man besonders günstig große Mengen von Gewürzen kaufen kann, die für die üppigen kaschmirischen Hochzeitsessen benötigt werden. Bummel durch die Altstadt mit ihren zahlreichen Basaren und alten Häusern mit holzgeschnitzten Balkons. Nachmittag zur Ihrer Verfügung.

06. Tag Srinagar - Kargil F, M, A

Morgens Abfahrt nach Kargil (Srinagar-Kargil 204 km). Zuerst geht es nach Kangan, wo an einem Tee-Stand etwas getrunken werden kann. Dann wird die Landschaft immer bergiger. Die Straße führt am reißenden Sindh-Fluss entlang durch dichte Wälder und Wiesen bis nach Sonamarg (übersetzt: Goldwiese), das nach ca. 2 ½ Stunden erreicht ist. Dort Rast. Von hier aus gehen die Wanderungen über Baltal zur Armanath-Höhle und über Vishensar zum Gangabal-See in über 4000 m Höhe. Dann geht die landschaftlich sehr schöne Fahrt in vielen Kehren auf zum Teil ausgewaschener Straße hinauf zum Zoji-La-Pass (Vier-Dämonen-Pass) in 3.525 m Höhe; er ist von November bis Mai wegen hohen Schnees gesperrt, sodass Ladakh in dieser Zeit nur mit dem Flugzeug erreicht werden kann. Jetzt haben Sie das grüne Kaschmir hinter sich gelassen und Sie tauchen ein in eine völlig andere Landschaft: riesenhafte, aride Gebirgslandschaften, anfangs noch Schnee bedeckte Berge mit vielen Gletscherabbrüchen und Weideflächen, dann immer trockener werdend. Der erste Ort hinter dem Pass ist in ca. 1 - 2 Stunden erreicht. Es ist Dras, der zweitkälteste Ort der Erde mit Temperaturen im Winter bis zu 40 Grad Minus. Seine Bewohner sind heute Moslems. Hier müssen Sie sich, wie später öfter in Ladakh, in ein polizeiliches Register eintragen. Hinter Dras (bei km 148) tauchen auf der linken Straßenseite die ersten buddhistischen Steinskulpturen mit Buddha Maitreya und Avalokiteshvara auf (ca. 9./10. Jh.). Nun beginnt die Landschaft immer karger und die Bergformationen immer bizarrer zu werden. Die Luft ist dünn und klar, so dass alle Farbeindrücke intensiver sind. Nach ca. 2-stündiger Fahrt entlang des Dras-Flusses, der in den Suru-Fluss einmündet, ist Kargil erreicht. Hier gibt es viel Militär. Sie dürfen deshalb keine militärischen Anlagen oder Brücken fotografieren (wie überall in Ladakh). Da Kargil der größte Ort der Gegend ist, herrscht hier immer reges Markttreiben mit einem bunten Völkergemisch: mongolische Baltis, Ladakhis, Darden (mit länglichen Gesichtern und blauen Augen), Inder, Siks, Kashmiris. Übernachtung in einem einfachen, sauberen Hotel.

07. Tag Kargil – Alchi F, M, A

(159 km) Auf gut ausgebauter Straße geht es in grünen Flusstälern an gelben, nackten Bergen entlang bis in der Talebene die ersten bunten Gebetsfahnen und weiß getünchte Häuser von Buddhisten erscheinen. Bald ist Mulbekh erreicht, wo das überwiegend buddhistische Ladakh beginnt. Direkt an der Straße erhebt sich ein etwa 10 m hohes aus einem Felsen herausgearbeitetes Steinrelief des Buddha Maitreya (Buddha der Zukunft) aus dem 7. oder 8. Jh., das höchstwahrscheinlich von kashmirischen Künstlern geschaffen wurde. Zu dieser Zeit erstreckte sich das zum großen Teil buddhistische Kaschmir unter der Herrschaft von König Lalitaditya vom Norden Ladakhs bis nach Nordindien (Punjab). Die Fahrt geht über die Pässe Namika-La (3.718 m) und Fatu-La (4.094 m) zum Kloster Lamayuru (Rotmützen, Drikung-Kargyüpa-Orden). Es wurde im 11. Jh. auf einem alten Bön-Heiligtum gegründet. Es ist ein heiliger und kraftvoller Ort, der von vielen Yogis zur Meditation in den umliegenden Höhlen genutzt wird. Auch der große buddhistische Heilige Naropa (geb. 1016, gest. 1100) meditierte hier in einer Höhle, die in das Kloster integriert wurde. Am beeindruckendsten und leicht verständlich ist die schöne, 2 m hohe Statue des Avalokiteshvara (Sanskrit) (tibetisch: Tschenresi), des Bodhisattvas des Mitleids, dem beliebtesten Schutzheiligen Tibets, dessen Kopf in elf Köpfe zerspringt und der 1000 Arme mit Augen auf den Handflächen bekommt, damit er das Leid in der Welt erkennen, mitfühlen und helfen kann. – Weiterfahrt nach Alchi. Übernachtung.

08. Tag Alchi – Leh F, M, A

Besichtigung Kloster Alchi, Weltkulturerbe, das im 11. Jh. von Lotsawa Rinchen Zangpo (958 -1055), dem berühmten Übersetzer und Gründer von 108 Klöstern errichtet wurde. Er hat sich vor allem um die Übersetzung der buddhistischen Texte aus dem Sanskrit ins Tibetische große Verdienste erworben, die die Voraussetzung für die Verbreitung der Lehre in Tibet und die damit einsetzende kulturelle Blütezeit war. Er verstand es, eine begeisterte Gruppe von tibetischen und kaschmirischen Künstlern zur Schaffung von Alchi zu inspirieren. Die Lage des Klosters ist einzigartig in Ladakh: es liegt in einem Aprikosenhain, im flachen Gelände und nicht trutzig auf Bergeshöhen wie die künftigen Klöster des Landes. Sein Aufbau ist der eines nicht mehr klar erkennbaren Mandala (religiöses Bildmuster zur Konzentrations- und Visualisationshilfe), das auch im Mittelpunkt der Ausgestaltung der Klosterräume steht. Ein weiterer Themenkreis sind die Darstellungen der fünf Dhyani-Buddhas. Die abgebildeten Buddhas sind in Alchi noch alle friedvoll. Erst mit dem verstärkten Einfluss Tibets werden in den folgenden Jahrhunderten auch die zornigen und Furcht einflößenden Buddhas und Bodhisattvas in die Ikonographie der Klöster aufgenommen. Dieser zornige und oft erschreckende Ausdruck soll die buddhistische Lehre schützen, die Menschen aus ihrer Lethargie wachrütteln und zu religiöser Aktivität anspornen.
Der berühmteste Tempel in Alchi ist der dreistöckige Sumtsek-Tempel. Im unteren Raum stehen in drei Nischen die ca. 4 m hohen Figuren der Bodhisattvas (Tschenresi, Buddha des Mitleids), Maitreya, Buddha der Liebe und Manjushri, Buddha der Weisheit, der immer mit einem Flammenschwert abgebildet ist, das die Wurzeln der Unwissenheit durchschneiden soll, mit den jeweils ihnen zugeordneten Buddhas, die in Miniaturmalereien die Wände voll bedecken. Interessant sind auch die Malereien auf dem Beingewand des Avalokiteshvara, die höfische Szenen aus dem damaligen Kaschmir darstellen. Auch die holzgeschnitzten Türeinfassungen zeigen typische Kunstformen Kaschmirs: Blätter und üppiges Rankenwerk mit dem darüber gesetzen, typischen Kleeblattbogen. – Weiterfahrt zum Kloster Likir (12. Jh., Gelbmützen), das in einem Seitental des Indus liegt und imposant den ganzen Taleinschnitt beherrscht. Hervorgehoben werden sollte der Tempel der Schützer der Lehre, der von einem bekannten ladakhischen Maler in zweijähriger Arbeit eindrucksvoll gestaltet wurde. Das Kloster hat eine Mönchsschule. Das Dorf besitzt ein Kunstgewerbezentrum, sodass sich hier zahlreiche Kunsttischler und Maler angesiedelt haben. Halt in Basgo mit einer ehemaligen königlichen Residenz und einer Burganlage. Besichtigung des schönen Maitreya-Tempels, der Mitte des 16. Jh. von König Tsewang Namgyal errichtet wurde und in dem sich eine 10 m hohe Figur des Buddha Maitreya (Buddha der Zukunft) in der seltenen europäischen Sitzhaltung befindet. Die Wandmalereien aus dem 16. Jh. werden gerade (Sommer 2006) von indischen Spezialisten mit den alten Mineralfarben (Farben aus Halbedelsteinen) liebevoll restauriert. Am Nachmittag Ankunft in Ihrem Hotel in Leh.

09. Tag Leh Ganztagsfahrt zu den Klöstern Tikse, Shey und Hemis F, M, A

Kurze Fahrt hinauf zum alten Königspalast von Leh, mit dessen Errichtung um 1600 unter dem „Löwenkönig“ Sengge Namgyal begonnen wurde und der neun Stockwerke hat, dem Potala in Lhasa ähnlich. Sehr beeindruckend ist die weite Sicht über Leh, das Tal des Indus und die hohen, angrenzenden Berge. Der Palast birgt einige alte Tempel, die gerade restauriert werden. – Fahrt entlang dem Indus in östlicher Richtung nach Shey. Die auf einem Bergrücken errichtete Zitadelle Shey war schon in vorbuddhistischer Zeit Ort von Befestigungsanlagen und später jahrhundertelang die Residenz der ladakhischen Könige. Interessant ist vor allem der Shakyamuni-Tempel. Der hohe, zweigeschossige Raum enthält eine 8 m hohe Figur von Buddha Shakyamuni (historischer Buddha), die vom Sohn des Löwenkönigs zu Ehren seines Vaters 1633 gestiftet wurde. Sie ist aus getriebenem und vergoldetem Kupfer und wurde von 8 Kupferschmieden aus Kaschmir ausgeführt.
Nach kurzer Fahrt Besichtigung des Klosters Tikse. Es gehört zum Gelbmützenorden (im 15. Jh. von Tsongkhapa ins Leben gerufene Reformsekte der Gelugpas (die Tugendhaften) und wurde im 15. Jh. auf einer Felskuppe errichtet. Der Berg und das sich in vielen kleinen Gebäuden hoch auftürmende Kloster wirken als Einheit und ihr Anblick vermittelt eine große Harmonie zwischen Natur und menschlichem Werk. Interessant ist die aufwendige Holzkonstruktion im Innern des Tschokhangs (Dharma-Halle). Leider nicht immer geöffnet ist der kunsthistorisch bedeutendste Raum, der weiße Tempel (der Dukhang Karpo) mit Malereien tibetischen Stils aus seiner Erbauungszeit Mitte des 16. Jh.
Nach knapp einstündiger Fahrt geht es auf die gegenüberliegende Seite des Indus zum Rotmützenkloster Hemis, das Ende des 16. Jh. als Hauptsitz des Drukpa Kargyüpa Ordens gegründet wurde und heute zur größten und bedeutendsten Abtei Ladakhs gehört. Geistiger Vater des Ordens ist der Urbuddha Vajradhara (bildlich dargestellt: Körperfarbe dunkelblau, im Lotussitz mit überkreuz gehaltenen Armen und Vajra (Diamantzeptern) in den Händen). Die Klosterräume enthalten wertvolle, alte Fresken, Statuen, Reliquienschreine und reich verzierte Altäre. Eine besondere Attraktion des Klosters ist seit wenigen Jahren ein Museum, in dem sich seltene und kostbare Kunstschätze befinden, die dem Kloster im Laufe der Jahrhunderte von Königen und hohen Würdenträgern geschenkt wurden. – Meistens im Monat Juni finden hier die in Ladakh beliebten Maskentänze zu Ehren von Padmasambhava statt. Dabei geht es, wie in allen Maskentanzfesten in Ladakh, um die Belehrung der Zuschauer über die Vergänglichkeit des Irdischen und die Aufforderung zur intensiven Religionsausübung und Vorbereitung auf die Erscheinungen im Bardo (Zwischenzustand nach dem Tod). Außerdem wird der Sieg des Buddhismus über die früher hier herrschende schamanistische Bönreligion gefeiert. Am späten Nachmittag Rückkehr in Leh. (80 km)

10. Tag Leh F, M, A

Vormittags: Fahrt zum Kloster Phyang, einem Drikung-Kloster (Rotmützen), das um 1530 durch König Tashi Namgyal für den Drikung-Orden errichtet wurde. Das insgesamt sehr gut erhaltene und gepflegte Kloster mit typischen Wandmalereien, die im Gonkhang (Schutzgottheiten-Raum) noch aus der Gründungszeit des Klosters stammen und chinesische Einflüsse zeigen, ist im Besitz einiger sehr wertvoller kaschmirischer Bronzestatuen aus dem 12./13. Jh., die sich im Dukhang auf dem Altartisch befinden. Sie zeigen Padmasambhava, Gampopa und den König Tashi Namgyal. Der Schutzherrin der Drikung-Schule, Apchi auf ihrem blauen Windpferd, sind einige Wandbilder und Statuen gewidmet. Ebenso ist Jigten Sumgon, der Gründer der Drikung-Schule in roter Mönchskleidung und hohem Hut einige Male abgebildet.
Auf der Rückfahrt nach Leh Besichtigung des Klosters Spituk (15. Jh., Gelbmützen), bedeutende Thanka-Sammlung, Tempel aus dem 11. Jh. (35 km).
Nachmittags: Spaziergang zum ökologischen Zentrum, das wichtige Beiträge zum Umweltschutz leistet z.B. mit seinen Schulungen von Bauern bei der Errichtung von Miniwasserwerken. Ferner engagiert sich das Zentrum mit einigen Projekten für die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen, insbesondere in den Grenzregionen zu China.

11. Tag Leh - Sumur/Nubra Tal 2-tägige Exkursion ins Nubra-Tal F, M, A

Während der Fahrt hinauf zum höchsten befahrbaren Pass der Welt, dem Khardungla-Pass (5.602 m), haben Sie einen herrlichem Blick auf Leh. Nach kurzem Halt auf der Passhöhe geht es hinunter in die weite Hochgebirgswüste mit sattgrünen Flussoasen des Nubra-Tals. Halt in Khalsar (3.018 m). Weiterfahrt nach Diskit, wo sich malerisch auf einer Bergspitze gelegen das älteste Kloster (16. Jh.) des Tals befindet. Von den am Berghang hinauf gestaffelten Gebäuden sehen Sie weit hinein in das breite Tal mit dem von Gletschern gespeisten Shyok-Fluss. Besichtigung der alten Wandmalereien mit den Wächtern der vier Himmelsrichtungen und Schützern der Lehre. Während der Fahrt nach Hunder, einer Oase mit einem hübschen Dorf zwischen Bäumen und Flussarmen und einem kleinen Kloster, sind hohe Sanddünen und eventuell Kamele zu sehen. Rückfahrt nach Sumur (3.096 m). Übernachtung im Bungalow. (155 km)
Wenn Sie diesen recht anstrengenden Tag geruhsam enden lassen möchten, empfehlen wir Ihnen anstelle der Fahrt nach Hunder einen Spaziergang in die schöne Umgebung von Sumur.

 12. Tag Sumur/Nubra-Tal – Leh F, M, A

Morgens Besichtigung des Klosters Samstemling (über 150 Jahre alt) mit einer beeindruckenden Sammlung von Thankas und sehr gut restaurierten Wandmalereien. Es wurde 1962 vom Dalai Lama geweiht. Rückfahrt nach Leh. Ankunft spätnachmittags. (125 km)

13. Tag Leh F, M, A

Vormittags Besuch des Museums im Königspalast von Stok. Nachmittag zur freien Verfügung. Übernachtung.

14 Tag Leh - Delhi F

Transfer zum Flug nach Delhi – Abholung vom Flughafen und Transfer zum Hotel. Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung.

15. Tag Delhi F

Stadtrundfahrt (ganztägig, optional - gegen Aufpreis). Abends Transfer zum Flugplatz für Ihren Rückflug.
 

16. Tag Delhi Abreise F

Abflug von Delhi nach Deutschland. Ankunft am gleichen Tag.
 
ENDE DES PROGRAMMS! ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN!

Preise und Leistungen

Preise pro Person im Doppelzimmer in Euro:

Saison: 01.06.2017 – 30.09.2017
Preis pro Person bei 2 Teilnehmern: 2.642 €
 
Stadtrundfahrt Delhi ganztägig: 79,- € pro Person (bei 2 Teilnehmern) inkl. Eintrittsgelder, PKW mit Klimaanlage, Guide.
 
Preise für andere Zeiträume auf Anfrage!
Preise für Einzelreisende, Einzelzimmerzuschlag, 3-Bettzimmer oder Gruppen ab 3 Personen, sowie individuell geänderter Routenverlauf auf Anfrage.
Langstreckenflüge von Deutschland - Genaue Preise und Verbindungen auf Anfrage.
 

Eingeschlossene Leistungen:

- Flüge Delhi-Srinagar,-Leh-Delhi
- Hotels wie bei den Hotels beschrieben
- Unterkunft im Doppelzimmer
- Verpflegung wie im Verlauf beschrieben
- Transport in Delhi im PKW (Large Car, Toyota Innova) MIT Klimaanlage ,
- Transporte in Ladakh/Kaschmir im Scorpio/Tavera/Innova/Scorpio oder ähnlich,
- Abholung und Begleitung am Flughafen / Bahnhof,
- Eintrittsgelder für Besichtigungen wie beschrieben (1x je Stätte)
- Englisch sprechender lokaler Guide (deutsch sprechend wenn verfügbar)
- Alle Gebühren, Steuern, Straßen- Parkgebühren,
- Guide/Fahrer und dessen Unterkunft/Verpflegung, Reisepreissicherungsschein.

Nicht inkl. Leistungen:

- Internationale Flüge
- Frühstück, Mittag- und Abendessen wenn nicht im Verlauf oder eingeschlossenen Leistungen anders beschrieben
- Laundry-Service, Visum, Trinkgelder
- Sonstige persönliche Ausgaben
- Alle Leistungen welche nicht in den eingeschlossenen Leistungen oder im Reiseverlauf beschrieben sind
- Reiserücktrittskostenversicherung, Reisekrankenversicherung.

Ausrüstung

Feste Schuhe; eventuell Trekking-Sandalen für die Klöster (Schuhe müssen häufig ausgezogen werden), wegen der intensiven Sonnenstrahlung in großer Höhe: Sonnenschutzcrème, Kopfbedeckung, Staubschutz, langärmlige Baumwollkleidung, leichter Baumwollanorak. Für den Fall eines Klimasturzes: Pullover, leichter Schlafsack, Viel Trinken und Vitamin C hilft bei der Akklimatisierung. Aspirin. Taschenlampe für die Klöster. Schlafsack, Bitte kein Blitzlicht in den Klöstern.

Hinweis

Diese Reise in großen Höhen verlangt eine gute körperliche Kondition und Belastbarkeit. Sie sollten sich in guter körperlicher Verfassung befinden und zur Sicherheit vor Buchung der Reise Ihren Arzt konsultieren, Unwägbarkeiten der Natur kommen hinzu. Es ist manchmal Geduld angesagt und die Bereitschaft mit Verständnis und Teamgeist auf unvorhersehbare Situationen zu reagieren.

Haben Sie Fragen?
Ihr Indien-Spezialist Stefan Meier
ist gerne für Sie da!

0049 9621 9609 764 meier@maya-travels.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

GERNE MELDEN WIR UNS BEI IHNEN!

Hotels

Delhi: 2x Übernachtung im zentral gelegenen Hotel The Park http://newdelhi.theparkhotels.com
 
Unterkünfte in Ladakh sind sehr einfach verglichen mit der Hotellerie im übrigen Indien.
 
Srinagar: DeLuxe-Hausboot (DZ/Bad/WC) (es gibt 2-3 Zimmer auf jedem Boot, so kann es sein, dass andere Teilnehmer dort auch nächtigen (Gegen Aufpreis alleinige Nutzung Hausboot)
Kargil: in einem einfacheren, sauberen Hotel (Dusche/WC zum Zimmer gehörend)
Leh: im DZ/Dusche/WC in den besten verfügbaren Hotels. z.B. Hotel Lharimo http://www.lharimo.com
Nubra-Tal: Übernachtung in einem modernen, sauberen Bungalow im Doppelzimmer mit Bad/WC in Sumur
 
ANDERE HOTELS AUF ANFRAGE! Gerne beraten wir Sie dabei!
 
Hotel Check-In/Check-Out 12.00 Uhr.
Tageszimmer (Zimmernutzung nach Check-Out Zeit und/oder vor Check-In Zeit) ist nur enthalten wenn im Reiseverlauf darauf hingewiesen wird. Hotels werden erst bei Buchung fest gebucht, die Nennung der Hotels bedeutet keine Bestätigung der Hotels. Hotelklassifizierung entspricht den örtlichen Bestimmungen. Beigefügte Hotelbeschreibungen / Links können etwas abweichen. Für den Inhalt und auch den Inhalten der Hotelhomepages / Links sind wir nicht verantwortlich. Andere Hotels auf Anfrage; gerne beraten wir Sie dabei.
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