Bhutan Informationen

Bhutan Informationen

Allgemeines:

Das geheimnisvolle buddhistische Königreich am Südrand des Himalaya nennt sich "Druk Yül" (= Land des Donnerdrachen). Die Bewahrung alter Traditionen, sowie der Umwelt- und Naturschutz werden in diesem Land besonders gepflegt.
Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, Militarismus, Töten von Tieren sind verpönt.
Im ganzen Land gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Es gibt keine Verkehrsampeln.
Im Gegensatz z.B. zu Nepal, dass beim Tourismus auf Quantität setzt, legt Bhutan eher Wert auf Qualität. Für eine Bhutanreise muss man mit ca. 250 – 300 Euro pro Tag rechnen. Die relativ hohen Abgaben an die Regierung (ca. 80 € / Tag; im Reisepreis enthalten) kommen dem Denkmalschutz, Straßenbau und sozialen Einrichtungen zugute.
An- und Abreise z.B. über Kathmandu, Calcutta, Delhi oder Bangkok.
(Ca. Flugpreise economy one-way: Kathmandu oder Calcutta 250 €, Delhi: 390 €, Bangkok 440 €).

Einreise:

Die Einreise wird nur gewährt, wenn der komplette Aufenthalt bei einem Reiseveranstalter gebucht und vorausbezahlt ist. Eine Kopie (nur die Seite mit dem Bild) des Reisepasses (mindestens 6 Monate nach Reiseende gültig); wird über den Reiseveranstalter vorab versandt. Das Visum ist im Reisepreis eingeschlossen und wird ebenso wie das elektronische Flugticket vorab durch den Reiseveranstalter an den Reisenden per Email zugestellt.

Regierung:

Konstitutionelle Monarchie (im Dezember 2008 wurde Jigme Khesar Namgyel Wangchuk, geb. 1980, im Dzong von Punakha zum Fünften König Bhutans gekrönt, als jüngstes Staatsoberhaupt der Welt.);

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Ihr Bhutan-Spezialist Joachim Caspary
hilft Ihnen gerne weiter!

0049 8725 9659 470 reisen@maya-travels.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

Gebiet:

Etwas größer als die Schweiz, zwischen Indien und China gelegen

Einwohner:

Ca. 700.000, davon ca. 70% Bauern;

Hauptstadt:

Thimphu (70.000 Einwohner; 2.500 m); näheres siehe unten!
Weitere Städte: Paro – Punakha – Wangdü Phodrang

Zeitzone:

Sechs Stunden vor UTC (Universal Time Coordinated = GMT) 12 Uhr Mittags in Deutschland entspricht in Bhutan 5 Uhr nachmittags. Keine Sommerzeit.

Geld:

Die nationale Währung ist der Ngultrum (1 EUR = ca. 70 BTN, gekoppelt an die Indische Rupie); Umtausch von Devisen bei der Einreise oder in Banken der größeren Orte; Indische Rupien können verwendet werden.

Einkommen:

Export von Elektrizität, Tourismus (seit 1974);

Regierungsziel:

Hebung des Bruttonationalglücks (GNH = Gross National Happiness). Während konventionelle Entwicklungsmodelle das Wirtschaftswachstum zum herausragenden Kriterium politischen Handelns machen, nimmt die Idee des Bruttonationalglücks an, dass eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft nur im Zusammenspiel von materiellen, kulturellen und spirituellen Schritten geschehen kann, die einander ergänzen und bestärken. Die vier Säulen des Bruttonationalglücks sind: Förderung einer sozial gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung; Bewahrung und Förderung kultureller Werte; Schutz der Umwelt; und gute Regierungs- und Verwaltungsstrukturen.
 

Religion:

Bhutan ist das einzige Land der Welt, das als nationale Religion offiziell dem Vajrayana-Buddhismus folgt.
Es ist eine Form des Buddhismus tibetischer Prägung, auch Lamaismus genannt. Der buddhistische Glaube spielt bis heute eine grundlegende Rolle in der kulturellen, ethischen und gesellschaftlichen Entwicklung Bhutans und seiner Menschen.
Der Buddhismus lehrt die Erhaltung der Natur. Jeder muss der Erde das zurückgeben, was er ihr genommen hat. Jede Form von Leben ist heilig. Er durchdringt alle Bereiche des alltäglichen Lebens und bewahrt dadurch auch den Schutz der natürlichen Umgebung im Bewusstsein der Menschen. Die in jedem Distrikt jährlich abgehaltenen Feste (Tsechu und Dromchoe) sind damit Höhepunkte geistiger Erneuerung. Sie bringen die Bewohner der Distrikte zusammen und sind meist Guru Rimpoche oder anderen Gottheiten geweiht.
Vor einigen Jahrhunderten wurden zum Schutz der Täler vor feindlichen Armeen in jedem Distrikt befestigte Klöster, die Dzong auf Hügeln oder an Berghängen gebaut. Schon aus weiter Entfernung sind sie sichtbar und thronen allem Anschein nach uneinnehmbar in ihren herausragenden Positionen. Bis heute agieren die Dzong als religiöse und säkulare Zentren jedes Tales.
Die Mönche wohnen in den Dzong und führen dort ihr religiöses Leben. Dem Führer der Mönchsgemeinde in Bhutan, dem Je Khenpo, wird genauso viel Verehrung und Respekt entgegengebracht wie dem König.
Der Eingangsbereich und die Innenhöfe der Dzong stehen bei Festen und zu anderen speziellen Gelegenheiten auch Besuchern offen, den Rest des Jahres bleiben sie jedoch den ausländischen Besuchern verschlossen. Entsprechend dem Wunsch der Mönchsgemeinde, die Abgeschlossenheit der Dzong zu bewahren, um die Ausübung der Religion nicht zu stören, beteiligen sich die Besucher somit an der Erhaltung des religiösen Lebens des Landes.
Im ganzen Land wird man Chörten entdecken. Diese kleinen Steinbauten wehren böse Geister ab und schützen Einheimische wie Reisende vor Gefahren. Sie versinnbildlichen zudem den Geist des Buddhas und erinnern die Menschen daran, dass der Pfad zur Erleuchtung beschritten werden kann.
Noch häufiger anzutreffen sind allerdings weiße und bunte Gebetsfahnen an Berghängen, Brücken und hohen Pässen. Sie übermitteln die Gebete an die Götter und halten so die immerwährende Kommunikation mit dem Himmel aufrecht. Die im Wind flatternden Gebetsfahnen erinnern auf sehr einfache Weise an die Klarheit und Allgegenwart des buddhistischen Glaubens.
Bis heute wird es als Ehre und heilsbringende Tat angesehen, wenn eine bhutanische Familie einen Sohn ins Kloster entsendet, damit dieser der Mönchsgemeinde beitritt.

Feste:

Viele Besucher kommen nach Bhutan, um an den religiösen Festen teilzunehmen, die im ganzen Land in regelmäßigen Abständen in den Dzong (Burgen) abgehalten werden.
Bei Touristen am beliebtesten sind die Festlichkeiten in Thimphu, Paro und Bumthang. Sie stellen den Höhepunkt der Touristensaison dar, so dass es gelegentlich Schwierigkeiten bereitet, Reservierungen für den der Flug mit Druk Air und für Hotels zu erhalten. Die Feste sind oft die einzige Zeit des Jahres, zu der Touristen den Innenhof der Dzong betreten dürfen.
Zur Festzeit leben die Dzong in Farbe, Musik und Tanz auf, wenn sämtliche Bewohner des Tals und einige Städter in ihrer besten Kleidung zusammenkommen, um böse Geister zu vertreiben und die Ernte zu feiern. Dann werden sonst selten zu sehende Masken- und Schwerttänze in den Innenhöfen und Tempeln der Dzong aufgeführt.
Die meisten dieser Tänze sind schon Jahrhunderte alt und werden höchstens ein- oder zweimal im Jahr dargebracht. Jeder Tanz besitzt seine eigene Bedeutung und wird von Mönchen oder Honoratioren aus den Dörfern aufgeführt. Alle sind in leuchtend bunte Kostüme gekleidet. Bestimmte Feste enden mit der Enthüllung und Verehrung riesiger religiöser Wandbehänge oder Thongdrel. Der Moment der Enthüllung wird als großes Geheimnis behandelt und verursacht große Aufregung unter den Beteiligten. Bei einem der Feste in Bumthang finden einige Zeremonien am Abend statt, so etwa Feuertänze, die Frauen ihren Kinderwunsch im folgenden Jahr erfüllen sollen.
Da Thimphu und Paro nahe am Flughafen liegen, sind ihre Feste am beliebtesten. Wer zu anderer Zeit nach Bhutan kommt, sollte sich erkundigen, ob gerade andere regionale Feste (Dromchoe oder Tsechu) stattfinden.

Klima / Beste Reisezeit:

Hochsaison März - Mai u. Sep. - Nov. / Nebensaison Jan., Feb., Juni - Aug. & Dez.
Klimatabelle:
Auf der Website des Tourism Counsel of Bhutan

Impfschutz:

Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis.

Wangdü Phodrang:

Wangdü Phodrang ist die letzte Stadt, die man auf der wichtigsten Verbindungstrasse durch quert, bevor man nach Zentralbhutan gelangt. Doch die Stadt ist eher ein größeres Dorf mit einigen gut versorgten Läden und Hotels. Eines dieser Hotels mit einfacher Einrichtung und gutem Restaurant liegt am Dorfplatz. Den gesamten Ort beherrscht jedoch der mächtige Dzong auf einem Hügel genau an der Stelle, an der zwei Flüsse ineinander münden. Im 17. Jahrhundert spielte Wangdü eine entscheidende Rolle bei der Vereinigung von West-, Zentral- und Südbhutan. In den letzten Jahren jedoch wurde Wangdü beträchtlich umgebaut, so dass es jetzt wesentlich frischer und angenehmer wirkt, als manche frühere Besucher es in Erinnerung haben mögen. Die Straße von Wangdü nach Trongsa gehört zu den schönsten in Bhutan, denn sie überquert Bäche und führt durch Wälder und Dörfer, bevor sie zum Pele Pass aufsteigt und dann in das dramatische Trongsa Tal abtaucht. Südlich der Straße liegt Gantey Gompa, ein altes Kloster aus dem 17. Jahrhundert. Nachdem die Straße eine Zeitlang durch die Berge nach Süden geführt hat, gibt es hier eine seltene Öffnung zu goldenen Maisfeldern, an deren Rändern man meist auch Yaks beobachten kann. Einige Kilometer hinter dem Kloster breitet sich am Boden des Tals das Dorf Phobjikha aus. In dieser Gegend liegt eines von nur zwei Überwinterungsgebieten des Schwarzkranichs, der im Winter wegen des wärmeren Klimas von Tibet hierher kommt. Diese seltenen Vögel können auch in Ostbhutan, in Yangtse, beobachtet werden.

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Ihr Bhutan-Spezialist Joachim Caspary
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Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr
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Sprachen:

Landessprache: Dzongkha, ein tibetischer Dialekt; die nepalische Volksgruppe spricht Nepali. Näheres Siehe unter "Ethnische Gruppen und Sprachen". Weiter siehe unten: "Ethnische Gruppen und Sprachen"

Naturschutz:

In über 60% des Landes ist der Wald geschützt, die Jagd und Fischerei sind im ganzen Lande verboten;
Elektrifizierung:
220 - 240 V, 50 Hz; bis zum Jahre 2020 lückenlos im ganzen Land; Fernsehen, Mobilfunk, Internet: seit 1999.

Trinkgeld:

5 – 10 % bei Zufriedenheit sind üblich; Guide und Fahrer freuen sich auch über eine Anerkennung bei Reiseende.

Ethnische Gruppen und Sprachen:

Aus frühen Quellen weiß man, dass verschiedene verstreute Dörfer existierten, als vor 1400 Jahren die ersten Siedler nach Bhutan kamen. Die Bhutaner bezeichnen sich selbst als Drukpa, was "Bewohner von Druk Yul" bedeutet.
Heute machen drei ethnische Gruppen, die Sharchopa, Ngalop und die Lhotshampa (nepalischer Ursprung), die Drukpa aus. Die frühesten Bewohner Bhutans, die Sharchopa, leben allem im Osten des Landes. Ihr Ursprung kann zu Völkern im Norden Burmas und Nordosten Indiens zurückverfolgt werden. Die Ngalopzogen aus den tibetischen Hochebenen hierher und brachten den Buddhismus mit. Die meisten Migranten aus Nepal hingegen siedelten im frühen 20. Jahrhundert in den für die Landwirtschaft gut geeigneten südlichen Abhängen. Die Geographie des Landes trennte die verschiedenen Bevölkerungsgruppen bis Mitte des 20. Jahrhunderts, als erstmals Strassen als Verbindung zwischen Osten und Westen gebaut wurden.
Eine wachsende Zahl von Menschen, vor allem in den Städten, spricht Englisch, denn diese Sprache ist auch Unterrichtssprache. Es werden allerdings weitere Anstrengungen unternommen, Dzongkha in Schulbüchern und als Unterrichtssprache zu verankern
Entsprechend der Erziehungspolitik der Königlichen Regierung von Bhutan besteht inzwischen Schulpflicht für alle Kinder, und Besucher werden es sicher häufig erleben, von Gruppen fröhlicher Schulkinder auf Englisch begrüßt zu werden.
Traditionell leben die Bhutaner auf dem Lande. Ihre Häuser reflektieren ihre reiche Geschichte. Die Häuser müssen den harten bhutanischen Winter aushalten, weshalb sie einen großen Trockenspeicher unter dem Dach haben. Fast alle Häuser sind mit farbenprächtigen Symbolen bemalt, die Fruchtbarkeit bringen oder böse Geister abhalten sollen. Wegen des reichen Baumbestandes wird überwiegend mit Holz geheizt und gekocht, und fast alle Häuser sind von einem Garten umgeben, in dem die Bewohner Gemüse zum Eigenverbrauch anbauen.
Diese ethnische Verschiedenheit der Bhutaner bewirkte, dass eine größere Anzahl von verschiedenen Sprachen und Dialekten gesprochen wird. Die landesweit verbreitete Sprache ist Dzongkha, die auch an allen Schulen unterrichtet wird. Doch die ursprünglichen Sprachen können zwischen Osten und Westen so verschieden sein, dass sich ihre Sprecher kaum verstehen können.
Die nationale Zeitschrift Kuensel wird wöchentlich in Dzongkha, Englisch und Nepali gedruckt und im Internet veröffentlicht.

Feste im Jahresverlauf (Name; Ort; Zeitraum):

Punakha Dromchoe; Punakha; Ende Februar/Anfang März
Gom Kora Tsechu; Yangtse; Anfang April
Paro Tsechu; Paro; Anfang bis Mitte April
Chhukha Tsechu; Chhukha; Anfang Mai
Kurjey Tsechu; Bumthang; Anfang Juni
Nemalung Tsechu; Bumthang; Anfang Juli
Wangdue Tsechu; Wangdue; Ende September
Thimphu Dromchoe; Phodrang; Ende September
Thimphu Tsechu; Thimphu; Anfang Oktober
Tamshing Phala; Thimphu; Ende September/Anfang Oktober
Choepa; Bumthang; Oktober
Thangbi Mani; Bumthang; Anfang Oktober
Jambay Lhakang Drup; Bumthang; Anfang November
Prakhar Tsechu; Bumthang; Anfang bis Mitte November
Mongar Tsechu; Mongar; Ende November
Trashigang Tsechu; Trashigang; Ende November
Trongsa Tsechu; Trongsa; Ende Dezember
Lhuentse Tsechu; Lhuentse; Ende Dezember

Paro:

Die meisten Besucher kommen mit der nationalen Fluglinie Druk Air nach Bhutan und landen auf dem Flughafen in Paro. Der Flug von Kalkutta in Indien oder Katmandu in Nepal dauert eine Stunde.
Das Paro-Tal gehört zu den am dichtesten besiedelten Regionen des Landes, und da sich hier der einzige Flughafen befindet, gibt es viele Hotels und anderen Touristeneinrichtungen. Das Hotel Olathang liegt am Südhang des Tals inmitten eines Nadelwaldes. Das Druk Hotel und das Kyichu Hotel befinden sich unmittelbar am Flughafen.
Im Paro-Tal gibt es eine ganze Menge zu entdecken, so dass es sich lohnt, ein paar Tage in dieser Region zu verweilen. Einen mächtigen Schatten über die Stadt Paro wirft der alle weltlichen und religiösen Aktivitäten kontrollierende Rinpung Dzong. Seine sehr elegante Architektur ist von perfekter Symmetrie bestimmt.
Hinter dem Rinpung Dzong liegt auf einem hohen Hügel der burgartige Ta Dzong. Einst ein Aussichtsturm, der bei den Kriegen zwischen den Tälern im 17. Jahrhundert den Rinpung Dzong verteidigen sollte, dient er seit 1967 als Nationalmuseum, in dem Beispiele des nationalen Erbes des Landes gesammelt werden. In dem runden Gebäude kann man leicht einen interessanten Nachmittag verbringen.
Paro war das erste Ziel Guru Rimpoches, als er vor über tausend Jahren von Tibet nach Bhutan aufbrach. Er soll auf dem Rücken einer fliegenden Tigerin angekommen sein und dann im Kloster Taktsang meditiert haben. Das Kloster ist heute ein hochgeschätztes Ziel für einheimische Pilger. Allerdings zerstörte ein verheerendes Feuer 1998 die mittelalterlichen Wandgemälde und inneren Tempel des Klosters, das jetzt von der Regierung wieder aufgebaut wird. Touristen können die Außenmauern aus der Ferne von einem Aussichtspunkt mit Cafe beobachten. Dieser Punkt ist von der Straße nach einem dreistündigen, ziemlich anstrengenden Aufstieg zu erreichen. Man kann aber bei einem lokalen Reisebüro auch Ponies mieten, welche die Strecke in etwa zwei Stunden bewältigen.
In Paro gibt es Kunsthandwerk- und Souvenirläden. Achtzehn Kilometer von der Stadt entfernt liegen am Nordhang des Tals die ausgebrannten Ruinen des Drugyel als Dzong ("Siegesburg"). Von hier aus schlugen die Bhutaner im 17. Jahrhundert mehrere tibetische Eroberungsarmeen.
 

Punakha:

Von Thimphu und weiter über Simthoka Dzong windet sich die Straße auf 20 Kilometern durch Nadelwälder und kleine Dörfer, doch dann öffnet sich die Landschaft, und man erblickt die nördliche Kette Berge. Der Blick auf 3200 Meter Höhe vom Dochu Pass (Dochula) auf den Himalaja gehört zu den spektakulärsten des Landes.
Nach zwei weiteren Fahrstunden ist Punakha im Tal erreicht. Dieses Tal mit seinen leicht höheren Temperaturen gehört zu den fruchtbarsten Bhutans. Wegen des guten Klimas hält sich im Winter die Führung der Mönchsgemeinde mit dem Je Khenpo hier auf.
Wenn man in das Tal hinunter fährt, fallen einem sofort die Vielfalt der Pflanzenwelt und die Größe der Reisterrassen auf. Die Felder wechseln im Herbst die Farbe von einem leuchtenden sommerlichen Grün zu einem glühenden Gold. Auf einem kleinen Hügel, idyllisch zwischen diesen Reisfeldern' liegt Chime Lhakhang, ein Tempel, zu dem der kinderlose Paare pilgern. Der Tempel steht mit dem berühmten Heiligen Drukpa Kuenlay in Verbindung, der einst auf diesem Hügel einen Chorten errichtet hatte.
Bis zum Jahr 1955 war Punakha Hauptstadt von Bhutan. Die Stadt, die weiterhin von ihren Dzong beherrscht wird, wuchs in den neunziger Jahren, gefördert durch verschiedene königliche Programme, zu beträchtlichem Ausmaß heran. Obwohl vier große Feuer und ein Erdbeben eine große Zahl historischer Dokumente vernichtet haben, werden im Punakha Dzong weiterhin wichtige Artefakte sowie der einbalsamierte Körper von Shabdrung Ngawang Namgyal aufbewahrt.
 

GERNE MELDEN WIR UNS BEI IHNEN!

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