Indien Rundreise nach Ladakh und Zanskar

Indien Ladakh - Rundreise - Ladakh und Zanskar

Übersicht

Name: Reise nach Ladakh und Zanskar
Code: LZ 05
Dauer: 15 Tage /
Gebiet: Nordindien / Ladakh-Zanskar
Anreise: ab / bis Delhi
Reisezeit: Mitte Juni - Mitte September
Individuelle Änderungen auf Anfrage möglich!

Delhi - Leh - Lamayuru - Kargil - Padum/Zanskar - Kargil - Leh - Delhi
Diese Reise bietet Ihnen das Kennenlernen der wichtigsten buddhistisch-tibetischen Klöster Ladakhs und seiner großartigen, überwältigenden Gebirgsformationen. Dann geht es ins entlegene Zanskar, ein bis ins vorletzte Jahrhundert von Ladakh unabhängiges Königreich, das nur über hohe Pässe zu erreichen ist. Die Straße dorthin geht später in eine Jeeppiste über und führt vorbei an den höchsten Bergen Kashmirs, dem Nun-Kun-Massiv mit über 7000 Metern Höhe, an Gletschern, Enzian- und Edelweißwiesen, einsamen Seen und Hochgebirgsmooren. Das Land ist grüner als das übrige Ladakh, da hier mehr Regen fällt. Das ist auch der Grund dafür, dass Zanskar ab den ca. Ende Oktober einsetzenden Schneefällen mit Temperaturen im Januar bei minus 35 Grad bis Anfang/Mitte Juni motorisiert nicht zu erreichen ist.
Bevor der Buddhismus Ladakh und Tibet erreichte, breitete er sich vom damaligen buddhistischen Kashmir kommend zuerst in Zanskar aus und wir können in Sani die ältesten, steinernen Zeugen dafür aus dem 1.-2. Jh. besichtigen sowie uralte Klöster aus dem 11. Jh.
Indien Ladakh Zanskar Padum Reise

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Ihr Indien-Spezialist Stefan Meier
ist gerne für Sie da!

0049 9621 9609 764 meier@maya-travels.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

KURZPROGRAMM

1. Tag Anreise: Abflug aus Deutschland
2. Tag Ankunft in Delhi – Leh: Abholung und Transfer zum nationalen Flughafen Weiterflug nach Ladakh –Ankunft in Leh (3.505 m) – Transfer Hotel. Nachmittags ausruhen.
3. Tag Leh: Vormittags: Kurze Fahrt zum alten Königspalast mit seinen Tempeln. Gang durch die Altstadt. Nachmittag: Fahrt zu den Klöstern Phyang (16. Jh.) und Spituk (11./15.Jh.).
4. Tag Leh: Ganztagsfahrt zu den Klöstern Hemis (16.Jh.), Tikse (15. Jh.) und Shey (17. Jh.)
5. Tag Leh nach Kargil: Unterwegs Besichtigung der Klöster von Alchi (11. Jh.) und Lamayuru (11. Jh.). Übernachtung in Kargil in einem sauberen Hotel.
6. Tag Kargil – Padum: Frühmorgens Abfahrt von Kargil durch das grüne Suru-Tal entlang des wildbrausenden Suru-Flusses über Panikkar, Parkatschik, vorbei am Shafat-Gletscher, dem Nun-Kun-Massiv (7.135 m) in ein weites Hochtal, das in die von farbigen Bergen umfasste Hochebene von Rangdom übergeht. Aufstieg zum Pensi-La-Pass (4.401 m) und Abfahrt ins Zanskar-Tal über Abran, Tungri, Sani nach Padum (3.455 m) in einem weiten, grünen Tal umringt von hohen, mit Schnee bedeckten Bergen. Übernachtungen in Padam, dem Hauptort Zanskars, in einem einfachen, sauberen Hotel in Doppelzimmern mit Dusche und WC.
7. Tag Padum: Ganztagsfahrt: Besuch in der nahe gelegenen Lamdon-Schule. Kurze Weiterfahrt zu den Klöstern Karsha (11. Jh.) und Sani (1.-2./9. Jh. neuer Teil 17.Jh.), eine der heiligsten Stätten des Mahayana-Buddhismus
8. Tag Padum: Ganztagsfahrt zum Kloster Stongde (11. Jh.) und zur Burg von Zangla, mit herrlicher Aussicht und vielfarbigen Gebirgsformationen. Besuch des Nonnenklosters von Zangla..
9. Tag Padum: Vormittag: Fahrt zum Kloster Bardan (auf einem heiligen Ort aus vorbuddhistischer Zeit erbaut, Neugründung im 16. Jh.). Nachmittag: Wanderung zum oberhalb von Padam gelegenen kleinen Kloster Stagrimo (18. Jh.).
10. Tag Rückfahrt von Padum nach Kargil. Übernachtung in Kargil.
11. Tag Rückfahrt von Kargil nach Leh.
12. Tag Leh: Tag zur freien Verfügung.
13. Tag Leh – Delhi: Transfer zum Flug nach Delhi – Transfer Delhi Flugplatz zu Ihrem Hotel. Ausruhen.
14. Tag Delhi: Stadtrundfahrt (ganztägig, optional gegen Aufpreis). Spätabends Einchecken zu Ihrem Rückflug nach Deutschland.
15. Tag Delhi Abreise: Flug von Delhi nach Deutschland.

Reiseverlauf

F = Frühstück, M = Mittagessen (kann auch Lunchbox sein), A = Abendessen

01. Tag Anreise

Abflug aus Deutschland.

02. Tag Ankunft in Delhi – Leh A

Abholung vom internationalen Flughafen und Transfer zum nationalen Flughafen für den Weiterflug nach Ladakh – Ankunft in Leh (3.505 m). Ein atemberaubender Flug (ca. 30-40 Min reine Flugdauer) über die Kämme des Himalaya nach Leh (3.500 m). Wir empfehlen einen Sitzplatz auf der linken Seite am Fenster.
Transfer zu Ihrem Hotel. Nachmittag zur freien Verfügung.

03. Tag Leh F, M, A

Vormittag: Kurze Fahrt zum alten Königspalast, mit dessen Errichtung um 1600 unter dem „Löwenkönig“ Sengge Namgyal begonnen wurde und der neun Stockwerke hat, dem Potala in Lhasa ähnlich. Sehr beeindruckend ist die weite Sicht über Leh, das Tal des Indus und die hohen, angrenzenden Berge. Der Palast birgt einige alte Tempel. Auf dem Rückweg ins Hotel Bummel durch die Altstadt und den malerischen Bazar.
Nachmittag: Kurze Fahrt zum Kloster Phyang, einem Drikung-Kloster (Rotmützen), das um 1530 durch König Tashi Namgyal für den Drikung-Orden errichtet wurde. Das insgesamt sehr gut erhaltene und gepflegte Kloster mit typischen Wandmalereien, die im Gonkhang (Schutzgottheiten-Raum) noch aus der Gründungszeit des Klosters stammen und chinesische Einflüsse zeigen, ist im Besitz einiger sehr wertvoller kaschmirischer Bronzestatuen aus dem 12./13. Jh., die sich im Dukhang auf dem Altartisch befinden. Sie zeigen Padmasambhava, Gampopa und den König Tashi Namgyal. Der Schutzherrin der Drikung-Schule, Apchi auf ihrem blauen Windpferd, sind einige Wandbilder und Statuen gewidmet. Ebenso ist Jigten Sumgon, der Gründer der Drikung-Schule in roter Mönchskleidung und hohem Hut einige Male abgebildet. Auf der Rückfahrt Besichtigung des Klosters Spituk (15. Jh., Gelbmützen), bedeutende Thanka-Sammlung, Tempel aus dem 11. Jh. (38 km)
 

04. Tag Leh Ganztagsfahrt zu den Klöstern Shey, Tikse und Hemis F, M, A

Ganztagsfahrt zu den Klöstern Shey, Tikse und Hemis:
Die auf einem Bergrücken errichtete Zitadelle Shey war schon in vorbuddhistischer Zeit Ort von Befestigungsanlagen und später jahrhundertelang die Residenz der ladakhischen Könige. Interessant ist vor allem der Shakyamuni-Tempel. Der hohe, zweigeschossige Raum enthält eine 8 m hohe Figur von Buddha Shakyamuni (historischer Buddha), die vom Sohn des Löwenkönigs zu Ehren seines Vaters 1633 gestiftet wurde. Sie ist aus getriebenem und vergoldetem Kupfer und wurde von 8 Kupferschmieden aus Kaschmir ausgeführt.
Nach kurzer Fahrt Besichtigung des Klosters Tikse. Es gehört zum Gelbmützenorden (im 15. Jh. von Tsongkhapa ins Leben gerufene Reformsekte der Gelugpas (die Tugendhaften) und wurde im 15. Jh. auf einer Felskuppe errichtet. Der Berg und das sich in vielen kleinen Gebäuden hoch auftürmende Kloster wirken als Einheit und ihr Anblick vermittelt eine große Harmonie zwischen Natur und menschlichem Werk. Interessant ist die aufwendige Holzkonstruktion im Innern des Tschokhangs (Dharma-Halle). Leider nicht immer geöffnet ist der kunsthistorisch bedeutendste Raum, der weiße Tempel (der Dukhang Karpo) mit Malereien tibetischen Stils aus seiner Erbauungszeit Mitte des 16. Jh.
Nach knapp einstündiger Fahrt geht es auf die gegenüberliegende Seite des Indus zum Rotmützenkloster Hemis, das Ende des 16. Jh. als Hauptsitz des Drukpa Kargyüpa Ordens gegründet wurde und heute zur größten und bedeutendsten Abtei Ladakhs gehört. Geistiger Vater des Ordens ist der Urbuddha Vajradhara (bildlich dargestellt: Körperfarbe dunkelblau, im Lotussitz mit überkreuz gehaltenen Armen und Vajra (Diamantzeptern) in den Händen). Die Klosterräume enthalten wertvolle, alte Fresken, Statuen, Reliquienschreine und reich verzierte Altäre. Eine besondere Attraktion des Klosters ist seit wenigen Jahren ein Museum, in dem sich seltene und kostbare Kunstschätze befinden, die dem Kloster im Laufe der Jahrhunderte von Königen und hohen Würdenträgern geschenkt wurden.
Meistens im Monat Juni finden hier die in Ladakh beliebten Maskentänze zu Ehren von Padmasambhava statt. Dabei geht es, wie in allen Maskentanzfesten in Ladakh, um die Belehrung der Zuschauer über die Vergänglichkeit des Irdischen und die Aufforderung zur intensiven Religionsausübung und Vorbereitung auf die Erscheinungen im Bardo (Zwischenzustand nach dem Tod). Außerdem wird der Sieg des Buddhismus über die früher hier herrschende schamanistische Bönreligion gefeiert. Am späten Nachmittag Rückkehr in Leh.(80 km)

05. Tag Leh - Kargil F, M, A

Heute fahren Sie von Leh nach Kargil (230 km). Nach ca. 2 – 3-stündiger Fahrt Besichtigung des Klosters Alchi, Weltkulturerbe, das im 11. Jh. von Lotsawa Rinchen Zangpo (958 -1055), dem berühmten Übersetzer und Gründer von 108 Klöstern errichtet wurde. Er hat sich vor allem um die Übersetzung der buddhistischen Texte aus dem Sanskrit ins Tibetische große Verdienste erworben, die die Voraussetzung für die Verbreitung der Lehre in Tibet und die damit einsetzende kulturelle Blütezeit war. Er verstand es, eine begeisterte Gruppe von tibetischen und kaschmirischen Künstlern zur Schaffung von Alchi zu inspirieren. Die Lage des Klosters ist einzigartig in Ladakh: es liegt in einem Aprikosenhain, im flachen Gelände und nicht trutzig auf Bergeshöhen wie die künftigen Klöster des Landes. Sein Aufbau ist der eines nicht mehr klar erkennbaren Mandala (religiöses Bildmuster zur Konzentrations- und Visualisationshilfe), das auch im Mittelpunkt der Ausgestaltung der Klosterräume steht. Ein weiterer Themenkreis sind die Darstellungen der fünf Dhyani-Buddhas. Die abgebildeten Buddhas sind in Alchi noch alle friedvoll. Erst mit dem verstärkten Einfluss Tibets werden in den folgenden Jahrhunderten auch die zornigen und Furcht einflößenden Buddhas und Bodhisattvas in die Ikonographie der Klöster aufgenommen. Dieser zornige und oft erschreckende Ausdruck soll die buddhistische Lehre schützen, die Menschen aus ihrer Lethargie wachrütteln und zu religiöser Aktivität anspornen.
Der berühmteste Tempel in Alchi ist der dreistöckige Sumtsek-Tempel. Im unteren Raum stehen in drei Nischen die ca. 4 m hohen Figuren der Bodhisattvas (Tschenresi, Buddha des Mitleids), Maitreya, Buddha der Liebe und Manjushri, Buddha der Weisheit, der immer mit einem Flammenschwert abgebildet ist, das die Wurzeln der Unwissenheit durchschneiden soll, mit den jeweils ihnen zugeordneten Buddhas, die in Miniaturmalereien die Wände voll bedecken. Interessant sind auch die Malereien auf dem Beingewand des Avalokiteshvara, die höfische Szenen aus dem damaligen Kaschmir darstellen. Auch die holzgeschnitzten Türeinfassungen zeigen typische Kunst-formen Kaschmirs: Blätter und üppiges Rankenwerk mit dem darübergesetzen, typischen Kleeblattbogen.
Weiterfahrt nach Lamayuru, das in einer eindrucksvollen Erosionslandschaft liegt.
Das Kloster Lamayuru (Rotmützenorden), das im 11. Jh. auf einem alten Bön-Heiligtum gegründet wurde ist ein heiliger und kraftvoller Ort, der von vielen Yogis zur Meditation in den umliegenden Höhlen genutzt wird. Auch der große buddhistische Heilige Naropa (geb. 1016, gest. 1100) meditierte hier in einer Höhle, die in das Kloster integriert wurde. Sehr eindrucksvoll und leicht verständlich ist die schöne, 2 m hohe Statue des Tschenresi, des Bodhisattvas des Mitleids, dem beliebtesten Schutzheiligen Tibets, dessen Kopf in elf Köpfe zerspringt und der 1000 Arme mit Augen auf den Handflächen bekommt, damit er das Leid in der Welt erkennen, mitfühlen und helfen kann.
Weiter geht die Fahrt über den Fatu-La-Pass (4.094 m), den Namika-La-Pass (3.718 m) hinunter nach Mulbekh mit einem 10 m hohen Felsrelief des Buddha Maitreya aus dem 8. Jh. Hier endet das buddhistische Ladakh und Sie fahren bis Kargil, dem Hauptort der ganzen Gegend, dessen Bewohner zum großen Teil Moslems (Schiiten) sind. Es herrscht immer reges Markttreiben mit einem bunten Völker- und Sprachengemisch: mongolische Baltis, Ladakhis, Darden (mit länglichen Gesichtern und hellen Augen), Inder, Sikhs, Kaschmiris. Es gibt viel Militär und Sie dürfen keine militärischen Anlagen oder Brücken fotografieren. Übernachtung in einem einfachen, sauberen Hotel.
 

06. Tag Kargil - Padam (235 km) F, M, A

Frühmorgens Abfahrt von Kargil. Es geht entlang des wild schäumenden Suru-Flusses durch das gleichnamige grüne Tal, durch Dörfer mit moslemisch-schiitischer Bevölkerung, die von den reichen Erträgen ihrer Felder lebt. Hinter Panikkar wird die Bergwelt dramatischer und rückt näher an die Straße, die ab Parkatschik nur noch eine bessere Jeeppiste ist. Gleich hinter dem Ort sieht man rechts die Abbrüche des Shafat-Gletschers in den brausenden Fluss, der Sie eine Weile begleitet. Ebenfalls rechter Hand sind ab Parkatschik die höchsten Berge des heutigen Kashmirs, die Berge Nun und Kun (7.135 m) zu sehen. Dann öffnet sich das Tal und Sie gelangen entlang Blumen übersäter Wiesen, vorbei an neugierigen Murmeltieren zur sumpfigen Hochebene von Rangdom. Die Ebene ist umsäumt von hohen, vielfarbigen Bergen. In der Ferne steht auf einem kleinen Berg das Kloster Rangdom (16. Jh.), religiöser Mittelpunkt dieser Gegend.
Nun geht die Fahrt auf langsam ansteigender Straße durch sehr reizvolle Berglandschaften mit kristallklaren Bächen, kleinen Seen, Wiesen mit Enzian, Edelweiß und blauem Mohn (nur in der Nähe von Steinen wachsend, bitte nicht abpflücken) bis zum Pensi-La-Pass (4.401 m). Mit seinen Schneemassen schneidet er das Zanskar-Tal ca. acht Monate im Jahr von der Außenwelt ab. Im Winter mit Temperaturen von bis zu 35 Grad minus können die Bewohner Zanskars nur zu Fuß über dem vereisten Fluss Nimmu am Indus-Fluss und Leh erreichen. Vom Pass geht es steil hinunter ins Tal des Stod-Flusses vorbei an den gewaltigen Eismassen des Durung Drung-Gletschers, einer der größten Gletscher des Himalaya. Eine weite, von Bergen umgebene Talebene mit Weideflächen und kleinen Feldern öffnet sich. Bis in 4000 Meter Höhe wird hier Gerste angepflanzt. Vorbei geht es an den kleinen Dörfern Abran, Tungri, Sani nach Padam (3.455 m), der kleinen Hauptstadt Zanskars. Dort Übernachtung in einem sehr einfachen, sauberen Hotel.

07. Tag Padam F, M, A

Nach der anstrengenden Fahrt des Vortags heute geruhsamer Tagesausflug in die nahe Umgebung Padams. Zuerst geht es in kurzer Fahrt zur Lamdon-Schule. Sie wurde von einer französischen Lehrergruppe errichtet und gilt heute als die beste Schule Zanskars. Sie erleben den Morgen-Appell, bei dem hunderte von fröhlichen Kinderstimmen das Mantra von Manjushri, dem Bodhisattva der Weisheit und Literatur, 108 Mal rezitieren.
Nach kurzer Weiterfahrt erreichen Sie das von weitem wie ein Schwalbennest an den Berg gebaute Kloster Karsha. Es ist das größte und reichste Kloster Zanskars. Ihm gehören ca. 120 Mönche an. Dem Kloster gehören viele Felder in der Umgebung, die den Bauern verpachtet worden sind.
Phagspa Shesrab, ein Zeitgenosse des berühmten Übersetzers Lotsawa Rinchen Zangpo soll das Kloster Karsha im 11. Jh. an der Stelle eines alten, Padmasambhava zu Ehren errichteten Gebetsraums gegründet haben. Aus dieser Zeit stammt der Chamba Ling (auf dem Weg ins Hauptkloster in der Nähe von drei weißen Chörten (Stupas), ein zweistöckiges Gebäude, das dem Buddha Maitreya geweiht ist und vor ca. 30 Jahren restauriert wurde. Der weiter oberhalb gelegene Labrang, ebenfalls aus dem 11. Jh. (das Abtsgebäude) ist ein dreistöckiger Bau und enthält die zweistöckige Figur des Buddha Maitreya aus dem 17. Jh. sowie eine Darstellung des Avalokiteshvara (Tschenresi). Sehr schön sind die alten, noch gut erhaltenen Wandmalereien aus dem 11./12. Jh., die u.a. den Urbuddha Vairocana zeigen, dem auch in Alchi große Verehrung zuteil wird. Vairocana ist hier mit weißer Körperfarbe und mit vier Gesichtern dargestellt. Seine zierlichen Hüften und die betonten Körperlinien sind von der indischen Kunstrichtung jener Zeit beeinflusst. Die Erweiterungsbauten des 15. Jh. staffeln sich am Berghang empor. Die Wandmalereien im Tschokhang (unterer Versammlungsraum) aus dem 17. Jh. stammen von Dzadpar Dorje, dem Maleryogi aus Dzongkul und sind von hohem künstlerischen Wert. Sie zeigen typische Themen der Gelugpa-Schule (Gelbmützen-Orden) wie Buddha Shakyamuni, die 16 Arhats, die 35 Buddhas der Sündenvergebung, mehrere Bodhisattvas und Tsongkapa, den Gründer dieser Schule.
Der Dukhang (die obere Versammlungshalle) zeigt am Eingang das übliche Lebensrad. Die Bemalung stammt aus neuester Zeit. Auf dem Altar stehen die Figuren von Buddha Shakyamuni und seiner zwei Hauptschüler. An den Dukhang schließt sich der Gongkhang (Schutzgottheitenraum) an. Um die Eingangstür ist die Darstellung von Yamantaka zu sehen, der seine Gefährtin umfängt. 8 Holzchörten erinnern an wichtige Ereignisse im Leben des Buddha Shakyamuni. In Glasvitrinen sind zahlreiche Bronzen erwähnenswert. Hinter einer Tür werden ein sechsarmiger Mahakala (zornig aussehende Schutzgottheit) und zahlreiche Masken für die Tanzfeste aufbewahrt. – Ebenfalls aus der Frühzeit des Klosters stammt das Tschu-Tschik-Shal-Kloster auf der gegenüberliegenden Seite des Baches. Es wird von ca. 20 Nonnen bewohnt. Der Hauptraum ist mit einer Figur des 11köpfigen Avalokiteshvara aus dem 11. Jh. geschmückt und die interessanten Fresken erinnern an Alchi.
Auf dem Gang durch das Dorf können Sie vielleicht die Schule besichtigen, die von einer Deutschen finanziert wurde.
Weiter geht die Fahrt zum nahe gelegenen Kloster Sani, das mit der Geschichte des Mahayana-Buddhismus eng verbunden ist und eine der legendenumwobensten und heiligsten Stätten des Westhimalaya ist. Der am Kloster stehende Kanishka-Stupa soll von dem kaschmirischen König Kanishka im 2. Jh. gestiftet worden sein. Eine Reliquie Buddhas soll sich in ihm befinden. Im 8. Jh. meditierte hier in der Nähe in einer Höhle Padmasambhava (buddhistischer Yogi) und führte machtvolle Riten aus, um schwarzmagische Kräfte und unheilvolle Naturgeister zu bannen. Auch Naropa, der spätere Gründer des tibetisch-buddhistischen Kargyüpa-Ordens, meditierte sieben Jahre hier.
Zum ältesten Teil des Klosters gehört der Guru-Lakhang oder Padmasambhava-Tempel. Sein Leben und Wirken wird hier in bemalten Stuckdarstellungen geschildert. Der Naropa-Lakhang wird nur einmal im Jahr geöffnet. In ihm befindet sich eine große mit Juwelen geschmückte Figur des Heiligen und Verfassers der „Sechs Lehren des Naropa“. Der neue Teil des Klosters entstand im frühen 17. Jh. Die wunderschönen Malereien im Dukhang stammen von dem Yogi und Maler Dzadpar Dorje (18. Jh.).
Außerhalb des Klosters befindet sich einer der 8 heiligsten Verbrennungsplätze des Himalaya. Er wird heute nicht mehr benutzt und ist von einem Zaun umgeben, um die sehr alten Steinreliefs (wahrscheinlich 2. Jh.) zu schützen. Daneben steht ein neuer, großer Stupa zu Ehren des tibetischen Gurus des heutigen Meditationslehrers vom Kloster Lamayuru, Drubpon Sonam Jorphel.

08. Tag Padam F, M, A

Auf der Ganztagsfahrt nach Stongde und Zangla stoppen wir am uralten Tempel von Pipiting, auf einem kleinen Berg inmitten der Talebene von Padam gelegen; er soll von Padmasambhava im 8. Jh. errichtet worden sein. Der heutige Bau stammt aus dem 17. Jh. Einige kunstvoll ausgeführte Fresken und Statuen lohnen den Besuch. Ob die wenigen hier wohnenden Mönche zum Öffnen anwesend sind, ist fraglich.
Weiter geht es zum Kloster Stongde, das wie eine Burg hoch am Berg liegt und dessen Gründung vor 1000 Jahren ebenfalls sagenumwoben ist. Der heutige festungsähnliche Bau stammt aus dem 15. Jh. und wurde von dem berühmten Übersetzer Zanskars Sakya Zangpo gegründet. Im Rahmen der großen Reformbewegung wurde dann hier die Gelugpa-Schule eingeführt. Dem Kloster gehören heute ca. 60 Mönche an. Schutzgottheit des Klosters wie der ganzen Gegend ist die weibliche Göttin Paldan Llamo, deren Figur in einem Glaskasten im Gonkhang (Schutzgottheitenraum) aufbewahrt ist.
Weiter geht es nach Zangla, einem ehemaligen kleinen Königreich, das an sich keine Sehenswürdigkeit bietet außer seiner halbverfallenen Burg, von der man eine herrliche Aussicht hat und in der 1832 der ungarische Tibetologe Csoma de Koros einen Winter verbrachte. Die Bergformationen sind mit ihren Farbschattierungen hier einzigartig schön. Im Dorf lebt noch heute ein Abkomme des ehemaligen Königs von Zangla. – Besichtigung des Nonnenklosters. Die ca. 20 Nonnen und Novizinnen (auch Ausländerinnen) betreiben eine Schule für die Kinder von Zangla. Sie haben sich in der kargen Landschaft Zanglas eine blühende Oase geschaffen, in der auch der einzige Aprikosenbaum Zanskars bewundert werden kann. - Rückfahrt nach Padam.(ca. 80 km

09. Tag Padam F, M, A

Vormittags: Nach kurzer Fahrt durch das Lingti-Tal, berühmt wegen seiner heilkräftigen Kräuter, erreichen Sie das Kloster Bardan. Es wurde auf einem Platz errichtet, auf dem schon in vorbuddhistischer Zeit heilige Handlungen ausgeführt wurden. Das Kloster liegt einer Festung gleich auf einem in den Fluss hineinragenden riesigen riesigen Felsblock. Der aus dem 16. Jh. stammende Bau beherbergt eine alte Maitreya-Statue aus Kaschmir aus der späten Gandhara-Zeit, der wundertätige Kräfte zugeschrieben werden. Sie befindet sich im 1. Stock des Klosters. Im Versammlungsraum im Erdgeschoss sind wunderschöne Malereien des berühmten Maleryogis Dzadpar Dorjes zu sehen. Durch das Wirken der 40 Mönche des Klosters und seine Kontakte zu bhutanesischen Klöstern des gleichen Ordens (Drukpa-Kargyüpa) ist Bardan auch heute noch eines der bedeutendsten geistigen Zentren Zanskars. (20 km)
Nachmittags ca. einstündige, leichte Wanderung zum über Padam gelegenen, in einem Pappelhain versteckten Kloster Stagrimo, errichtet im 18. Jh. von Chösje Nawang Gyaltsen aus Bhutan, des Vertrauten und Gurus des damaligen Königs von Ladakh und gehört wie Bardan zum Drukpa-Kargyüpa Orden. Es kann nicht vorausgesagt werden, ob die Mönche mit einer Führung durch das Kloster und die damit verbundene Störung ihres Klosterlebens einverstanden sind. Aber schon der Anblick dieses kleinen bunten Juwels in der erfrischenden, von einem Bach durchzogenen Klosteroase und der Blick von dort auf das weite Tal von Padam eignet sich gut, um Abschied zu nehmen von einem einzigartig schönen Flecken Erde.

10. Tag Padam - Kargil F, M, A

Rückfahrt (235 km) von Padum nach Kargil. Übernachtung in Kargil.

11. Tag Kargil - Leh F, M, A

Rückfahrt (230 km) von Kargil nach Leh.

12. Tag Leh F, M, A

Tag zur freien Verfügung.

13. Tag Leh - Delhi F, M, A

Transfer zum Flug nach Delhi – Abholung vom Flughafen und Transfer zum Hotel. Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung.

14. Tag Delhi F, M, A

Stadtrundfahrt (ganztägig Old & New Delhi, optional gegen Aufpreis). Abends Transfer zum Flugplatz für Ihren Rückflug.

15. Tag Delhi Abreise F,M,A

Abflug von Delhi nach Deutschland. Ankunft am gleichen Tag.
 
ENDE DES PROGRAMMS! ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN!

Preise und Leistungen

Preise pro Person im Doppelzimmer in Euro:

Saison: 01.06.2017 – 30.09.2017
Preis pro Person bei 2 Teilnehmern: 2.872 €
 
Stadtrundfahrt Delhi ganztägig: 79,- € pro Person (bei 2 Teilnehmern) inkl. Eintrittsgelder, PKW mit Klimaanlage, Guide.
 
Preise für andere Zeiträume auf Anfrage!
Preise für Einzelreisende, Einzelzimmerzuschlag, 3-Bettzimmer oder Gruppen ab 3 Personen, sowie individuell geänderter Routenverlauf auf Anfrage.
Langstreckenflüge von Deutschland - Genaue Preise und Verbindungen auf Anfrage.

Eingeschlossene Leistungen:

- Flüge Delhi-Leh-Delhi
- Hotels wie bei den Hotels beschrieben
- Unterkunft im Doppelzimmer
- Verpflegung wie im Verlauf beschrieben
- Transport in Delhi im PKW (Large Car, Toyota Innova) MIT Klimaanlage ,
- Transporte in Ladakh im Scorpio/Tavera/Innova/Scorpio oder ähnlich,
- Abholung und Begleitung am Flughafen / Bahnhof,
- Eintrittsgelder für Besichtigungen wie beschrieben (1x je Stätte)
- Englisch sprechender lokaler Guide (deutsch sprechend wenn verfügbar)
- Alle Gebühren, Steuern, Straßen- Parkgebühren,
- Guide/Fahrer und dessen Unterkunft/Verpflegung, Reisepreissicherungsschein.

Nicht inkl. Leistungen:

- Internationale Flüge
- Frühstück, Mittag- und Abendessen wenn nicht im Verlauf oder eingeschlossenen Leistungen anders beschrieben
- Laundry-Service, Visum, Trinkgelder
- Sonstige persönliche Ausgaben
- Alle Leistungen welche nicht in den eingeschlossenen Leistungen oder im Reiseverlauf beschrieben sind
- Reiserücktrittskostenversicherung, Reisekrankenversicherung.

Ausrüstung

Feste Schuhe; eventuell Trekking-Sandalen für die Klöster (Schuhe müssen häufig ausgezogen werden), wegen der intensiven Sonnenstrahlung in großer Höhe: Sonnenschutzcrème, Kopfbedeckung, Staubschutz, langärmlige Baumwollkleidung, leichter Baumwollanorak. Für den Fall eines Klimasturzes: Pullover, leichter Schlafsack, Viel Trinken und Vitamin C hilft bei der Akklimatisierung. Aspirin. Taschenlampe für die Klöster. Schlafsack, Bitte kein Blitzlicht in den Klöstern.

Hinweis

Diese Reise in großen Höhen verlangt eine gute körperliche Kondition und Belastbarkeit. Sie sollten sich in guter körperlicher Verfassung befinden und zur Sicherheit vor Buchung der Reise Ihren Arzt konsultieren, Unwägbarkeiten der Natur kommen hinzu. Es ist manchmal Geduld angesagt und die Bereitschaft mit Verständnis und Teamgeist auf unvorhersehbare Situationen zu reagieren.

Haben Sie Fragen?
Ihr Indien-Spezialist Stefan Meier
ist gerne für Sie da!

0049 9621 9609 764 meier@maya-travels.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

GERNE MELDEN WIR UNS BEI IHNEN!

Hotels

Delhi: 2x Übernachtung im zentral gelegenen Hotel The Park http://newdelhi.theparkhotels.com
Unterkünfte in Ladakh sind sehr einfach verglichen mit der Hotellerie im übrigen Indien.
 
Leh: im DZ/Dusche/WC in den besten verfügbaren Hotels. z.B. Hotel Lharimo http://www.lharimo.com
Kargil: in einem einfacheren, sauberen Hotel (Dusche/WC zum Zimmer gehörend)
Zanskar: in einem sehr einfachen, sauberen Hotel (Dusche/WC zum Zimmer gehörend)
 
ANDERE HOTELS AUF ANFRAGE! Gerne beraten wir Sie dabei!
 
Hotel Check-In/Check-Out 12.00 Uhr
Tageszimmer (Zimmernutzung nach Check-Out Zeit und/oder vor Check-In Zeit) ist nur enthalten wenn im Reiseverlauf darauf hingewiesen wird. Hotels werden erst bei Buchung fest gebucht, die Nennung der Hotels bedeutet keine Bestätigung der Hotels. Hotelklassifizierung entspricht den örtlichen Bestimmungen. Beigefügte Hotelbeschreibungen / Links können etwas abweichen. Für den Inhalt und auch den Inhalten der Hotelhomepages / Links sind wir nicht verantwortlich. Andere Hotels auf Anfrage; gerne beraten wir Sie dabei.
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