Joachim Caspary Private Website
IO
Ein bewegtes Leben
in Frieden und Freiheit
Rückblick
Unterteilt in Vorwort, Abstammung, Biografisches, Anekdotisches
Die allermeisten Bilder sind von mir aufgenommen oder ich bin das Objekt
(Aktualisiert: 23.12.2025)
Inhalt
I. Vorwort 7
II. Abstammung und Familie. 9
Meine Urgroßeltern. 10
Meine Großeltern. 11
Meine Eltern. 11
Meine Geschwister 13
III. Biografisches. 14
Kindheit 14
Die Notwohnung in der Brauerei 14
Umzug in die Heiligkreuzer Straße. 15
Ein einziger Tag im Kindergarten. 15
Schulzeit 18
Grundschule. 18
Sommerferien auf Sylt 18
Skifahren in der Schweiz. 18
Das Tivoli Desaster 19
Vergessen an einer Tankstelle in Italien. 19
Ausgeraubt in Rom.. 19
Fast das Schiff in Venedig verpasst 20
Gymnasium.. 20
Mit Chauffeur im Mercedes zur Schule. 21
Endlich ein Fahrrad. 21
Segelschule beim U-Boot Kapitän Schunk. 21
Mein Motorrad. 21
Mein Motorboot 22
Meine erste Liebe. 22
Wasserski als Leistungssport 22
Neues Haus „Auf dem Hüttchen“. 24
Durch die Glasscheibe gerannt 24
Führerschein. 25
Erstes Auto. 25
Als Pilot im Flugzeug – ein Traum wird wahr 25
Abitur 26
Kirchenaustritt 26
Wehrdienst 28
Vom Elternhaus in die Kaserne. 28
Grundwehrdienst 28
Panzerfahrer 29
Kriegsdienstverweigerung und Pazifismus. 30
Studentenleben. 31
Die 1968er Jahre. 31
Nordendstraße. 31
Barerstraße. 32
WG in Weißenfeld. 33
Erste große Reisen. 35
Italien, Griechenland und Türkei 35
Der Drogendeal 35
Geplatzte Reise nach Marokko. 35
Parties im Libanon, Bombenangst in Syrien. 36
Überland nach Nepal 37
Aufbruch. 37
Balkan. 37
Probleme im Iran. 37
Afghanistan. 39
Pakistan. 40
Indien. 41
Nepal 41
Neuer Freund Lobsang. 41
Vergessen im Langtang Himal 42
Rückfahrt mit Lobsang nach Europa. 44
Ohnmacht am Chaiber Pass. 44
Das rettende Ölfass. 45
Letzte Hürde Kiefersfelden. 45
Der Mönch in der `68er WG.. 46
Treffen mit dem Dalai Lama. 47
Führerschein ohne einen Tag Fahrschule. 47
Hochzeit mit Françoise, Geburt der Tochter Maya. 49
Trennung und Scheidung. 49
Zweite Reise nach Nepal 50
Das MAYA-GUESTHOUSE.. 51
Trautenwolfstraße. 54
Frau Bischof 54
Explosion in der Küche. 54
SEK-Einsatz in unserer Wohnung. 55
Erste Reise zum Studium nach Taiwan. 55
Zur Hochzeit mit 小云in Taiwan. 57
Dritte Reise nach Taiwan zur Geburt von Johannes. 57
Die Schwiegereltern. 58
Auftritt im Taiwan TV.. 59
Abgeschoben nach Singapur 59
Erste große Reise durch China, beginnend mit einem Schock. 60
Mit der Familie nach Nepal 61
Viele weitere Reisen nach Nepal 62
Mein Ferienhaus in Birdim, nahe der Grenze zu Tibet 62
Geschäftsführer des Vereins „Freunde Nepals e.V.“. 64
Reiseveranstaltungen in der Siegfriedstraße. 65
Der Altbau. 65
Gleitschirmfliegen in den Alpen und im Himalaya. 66
Abenteuerliche Reise nach Peru. 67
Tauchreise nach Hainan. 68
Reise nach Venezuela. 68
Mutter im selben Haus. 69
Florida erleben. 69
Sieben Reiterreisen. 69
Vier Tibetreisen. 72
Gay Chat Audiotex Mehrwertdienst 73
Im World Trade Center 2001. 74
Auf dem Bauernhof in Eschenloh. 75
Unsere Enkel Sophia & Max. 77
Rottenburger Stadtrats Kandidat 78
Reisen nach Thailand. 78
Endlich Angkor Wat erleben! 79
Meine vielen Reisen nach China. 80
Omanreise 2010. 81
Brunch auf dem Bauernhof in Eschenloh. 82
Ein schöner Tag in Regensburg. 82
Weihnachtsessen 2011 in Eschenloh. 82
Wegzug aus Eschenloh. 82
Tegernseer Landhaus in Wurmannsquick. 83
Abenteuer Kaufvertrag. 83
Meine Lastwagenfahrten zum Umzug. 83
Neue Nachbarn. 84
Um- und Einbauten. 84
Caspar/i/y Treffen Mai 2014 in Enkirch. 85
Die große Flüchtlingswelle. 85
Neue Freunde aus Syrien, Somalia, Afghanistan…... 86
Fünf Jahrzehnte auf dem Chiemsee mit dem Segelboot Vanessa. 88
Minimalistisch reisen. 89
Unterwegs im Himalaya nach Sikkim, Bhutan und Nepal 90
Reispflanzen in Laos. 91
Kurztrip nach Vietnam.. 91
Sri Lanka Rundreise. 92
Corona und die Folgen. 94
Mit Corona durch Usbekistan. 94
Diverse Camperreisen mit Brüdern und Freunden. 96
Luxus im indischen Rajasthan. 98
Reise ins chinesische Xinjiang zum weltgrößten Bergloch. 101
Aktivitäten im Alter 105
IV. Anekdotisches. 106
Meine Hundefreunde. 106
Seppi. 106
Arko. 106
Nuschi. 106
Dimi. 106
Anamur. 106
Balu. 108
Tara. 109
Benny. 110
Avalokiteshvara (Ava). 110
In Lebensgefahr 113
Im Panzer durchs Eisloch. 113
Blicke in feindliche Gewehrläufe. 113
In Indien vom Pferd gestürzt 114
Verloren im Himalaya. 115
Beim nächtlichen Langlauf im alpinen Bergwald verirrt 117
Wettersturz am Tegernsee. 118
Im brennenden Flugzeug von Constanza nach Kairo. 119
Riesiges Loch im Flügel 120
Motorausfall über dem Dschungel von Myanmar 120
Kopfsprung ins flache Becken. 122
Auf das Meer hinausgezogen. 123
Nach Wasserski-Sturz im Koma. 124
Unterm Schlauchboot kopfüber im reißenden Fluss. 125
Bestohlen, betrogen, bedroht, gemobbt 126
Der afghanische Tankwart. 126
Dagmar T.. 126
Arne B. 127
Hartmut H. 127
Günther N. 127
Der chinesische Soldat. 128
Majestäten, Massenmörder und Heilige – Begegnungen mit Prominenten. 129
Das Königspaar von Nepal 129
Der Kronprinz und Massenmörder Dipendra. 130
Der Dalai Lama. 131
Der Tibetkenner Heinrich Harrer 131
Der Maharaja von Udaipur 132
Der TV-Moderator Günter Jauch. 133
Der Abt und das Geheimnis. 133
Der Prinz von Baden. 134
Der Yogi Swami Sachidananda. 134
Nepals Rebellenführer und Premierminister Prachanda. 134
Thailands Ministerpräsident Samak Sundaravej 135
Bergsteigerlegende Reinhold Messner 135
Der Philosoph Eckhart Tolle. 136
Der Neffe des Herrschers von Qatar 136
Der jugendliche Tulku und Hitlerfan in Bhutan. 137
Der KP-Parteisekretär und Gouverneur von Xinjiang Erkin Tuniyaz. 138
Zunächst möchte ich dem Schicksal danken für die günstigen Umstände, in denen ich auf dieser wunderschönen Erde zu Besuch sein durfte. Meine Lebensspanne fiel in eine Zeit und in eine Weltregion, die nach zwei fürchterlichen Kriegen von dauerndem Frieden geprägt war und fortlaufend ansteigenden Wohlstand erfuhr. Außerdem wuchs ich in einer wohlhabenden Familie auf, in der Gewalt kein Thema war, welche mich liebevoll behandelte und mir eine gute Ausbildung ermöglichte.
Von Kindheit an war ich abenteuerlustig bin zehnmal umgezogen und habe über 50 Länder bereist. Da sind schon einige Erlebnisse zusammengekommen, die vielleicht auch den einen oder anderen Leser amüsieren. Erst mit über 70 begann ich, meine Erlebnisse systematisch zusammenzuschreiben und mit den vielen Bildern, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hatten, zu dekorieren.
Oft fand ich es schade, dass ich von meinen Vorfahren außer einigen Lebensdaten, wie Geburt, Hochzeit, Tod und Beruf leider nicht viel mehr über sie weiß. Als spät Geborener habe ich leider keine Großeltern mehr kennenlernen dürfen, die ich hätte fragen können. Ob es ein persönliches Weiterleben nach dem Tode gibt, weiß ich nicht. In zweierlei Hinsicht lebt man allerdings sicher weiter: in den Genen seiner Nachkommen einerseits und in der Erinnerung der Menschen andererseits. Einige Personen haben Erstaunliches vollbracht und sind damit der Nachwelt über Tausende von Jahren in Erinnerung geblieben. Man denke an diejenigen, die große Kriege geführt haben, die Pyramiden gebaut oder großartige Werke geschaffen haben in Literatur, Malerei oder wissenschaftlichen Entdeckungen. So weit habe ich es nicht gebracht, möchte aber doch mit diesen Erinnerungen wenigstens etwas weiterleben.
Leider hatte ich die besten Ideen und Gedanken zum Schreiben meist in solchen Situationen, in denen es mir aus den verschiedensten Gründen nicht möglich war, sie aufschreiben zu können. Zum Beispiel während langweiliger gesellschaftlicher oder religiöser Zeremonien, endlos erscheinender Unterrichtsstunden oder vor dem Einschlafen. Wenn ich dann endlich damit beginnen wollte, meine Gedanken zu Papier (oder in den Computer) zu bringen, kam sicher Besuch, dringende Arbeit musste erledigt werden oder andere Dinge nahmen meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich dachte dann immer, zum Schreiben habe ich einfach keine Zeit, bis mir klar wurde, dass eigentlich jeder die gleiche Zeit, nämlich 24 Stunden pro Tag hat. Es kommt eben nur darauf an, was du mit deiner Zeit anfängst; wie du sie dir einteilst.
Wenn jemand „falsche“ Wörter, grammatische Anwendungen oder Kommasetzungen in meinem Bericht entdeckt, so möge er mir vergeben. Ich bin der Meinung, dass jeder das Recht hat, zu schreiben, was und auch wie er mag. Das jahrelange Theater um die „Rechtschreibreform“ erscheint mir antiquiert und überflüssig. Heutzutage kann in unserer westlichen Gesellschaft jeder essen, wann und was er will, sich an- oder ausziehen, wie er es möchte, die Musik hören, die ihm gefällt, an irgendeinen Gott glauben oder auch nicht, wie er es gerade empfindet. Auch beginnt man allgemein einzusehen, dass das Sprechen von Dialekten nicht mehr als Makel aufzufassen ist, wie es noch meine Mutter empfand, sondern die individuelle Persönlichkeit und Herkunft des Einzelnen in charmanter Weise verrät. Warum also sollen Kultusminister oder Lehrer das Recht haben, zu bestimmen, welche Wörter und Satzzeichen „richtig“ angewandt sind, und welche „falsch“. Wer die Sprache der Jugend hört oder sich mit dem Internet beschäftigt, hat gelernt, wie schnell sich neue Schreibweisen, neue Wörter und Begriffe durchsetzen können, wenn starre Regeln nicht beachtet werden brauchen. Für den größten zivilisatorischen Fortschritt halte ich es, dass bei uns nun die Mehrheit nicht mehr über die Minderheiten zu bestimmen hat. Jeder, egal welcher Hautfarbe, welcher Herkunft, welchen Glaubens, welcher sexuellen Orientierung, hat das gleiche Recht, sein Leben zu gestalten, seinen Namen, sein Geschlecht, seinen Aufenthaltsort selber zu bestimmen und respektiert zu werden. Dieses Recht möchte ich auch allen Lebenswesen, sei es Mensch oder Tier oder Pflanze, zuerkennen.
Der Begriff IO, den ich diesem Text gebe, hat für mich eine tiefere Bedeutung. Nicht nur, dass er auf Italienisch „Ich“ bedeutet und zudem eine Abkürzung meines Rufnamens „Joachim“ darstellt, ist er auch kurz und prägnant aus zwei Vokalen kombiniert. Außerdem symbolisieren die beiden Buchstaben für mich durch ihre äußere Form das harte und das weiche Prinzip sowie das männliche und das weibliche Geschlecht. Die Vereinigung von Gegensätzen, hat für mich immer eine besondere Rolle gespielt. Auch symbolisieren die beiden Buchstaben das digitale Prinzip „eins“ und „null“, die Grundlage der Informationstechnologie, der ich mich gerne bediene.
Manchmal wird von befreundeten Naturliebhabern nicht geschätzt, wenn ich meine Technikbegeisterung zeige und lebe. Umgekehrt halten mich manche Technik-Freunde für einen grünen Fundamentalisten, wenn sie meine Liebe zur Natur erkennen. Zudem stoßen mein Realismus und Skeptizismus in Kreisen der Anhänger fernöstlicher Spiritualität, zu denen ich mich durchaus hingezogen fühle, gelegentlich auf Unverständnis. So sitze ich manchmal zwischen allen Stühlen – und fühle mich durchaus wohl dabei.
Als Reiseleiter von selbst veranstalteten Reisen haben sich manche Beobachter schon gewundert, wie es mir gelang, die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Charaktere der Reiseteilnehmer so zu behandeln, dass Spannungen nicht hochkamen und die Reise gelang. Hier kam mir immer meine Begeisterung zustatten, Gegensätzliches mit großer Toleranz zu versöhnen. Diese meine Haltung hat sich auch in meinen Freundschaften und Ehen ausgedrückt und ist in der Existenz meiner Kinder Fleisch und Blut geworden.
Wenn jemand meine Gedanken ungewöhnlich oder unnormal findet, so ehrt mich das besonders. Das Gewöhnliche und Normale hat mich schon immer gelangweilt. Aus dem, was alle tun, was der „Norm“ entspricht, erwächst keine Kreativität. Das „Exotische“ jedoch zog mich immer magisch an. So hat sich daraus ergeben, dass ich mich als durchaus unmoralische Person empfinde. Moral (aus lat. „Sitte“; das, was „man“ zu tun hat, weil alle es so tun,) stößt mich eher ab oder langweilt mich. Für mich gibt es nur meine eigene Moral und es war mir immer ziemlich egal was andere davon halten. Wer mich verurteilt, ist nicht mein Feind, sondern bleibt mir gleichgültig. Schon als Kind galt ich als frech, was ich aber eher als Kompliment empfand. Gelegentlich werde ich als provokant empfunden. Das mag auch stimmen, aber mein Provozieren soll nie andere verletzen, sondern nur zum Denken und zur Diskussion anregen. Ich bin mir bewusst, dass Freiheit auch nur mit Verantwortung einhergehen kann.
Beim Schreiben dieser Erinnerungen habe ich mich selbst besser kennengelernt und mir ist bewusst geworden, dass ich immer alles haben wollte und einfach mitgenommen habe. Sei es ein Motorboot, ein Sportwagen, ein Hund aus der Türkei, ein Mönch aus Nepal oder eine Ehefrau aus Taiwan. Manches kam mir teuer zu stehen.
In meiner Wohnung hängt eine Ahnentafel
mit Daten und Namen meiner Familie über 17 Generationen seit 1477:
